Wintergärten und Gewächshäuser - verschiedene Garten - Gartenblumen
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Wintergärten


Wintergärten und Gewächshäuser


Der Reiz des Wintergartens wurde wiederentdeckt: Er steigert das Erlebnis, mit Pflanzen zusammenzuleben.


Mit grünen Pflanzen auch im Winter leben zu können, das war schon immer der Wunschtraum der Mitteleuropäer. Aber die meisten Pflanzen mögen nun einmal keinen Frost und die damit verbundenen Begleiterscheinungen. So kann ein Gärtner zwar normalerweise von den vier Faktoren, in denen die Pflanzen leben - Boden, Licht, Luft und Wetter-, gerade eines beeinflussen, den Boden. Ihn kann er lockern, düngen, wässern oder sonst wie verbessern. Und damit ist Schluss.

Doch wer Pflanzen liebt, gibt sich damit nicht zufrieden und versucht auch die anderen Faktoren zu beeinflussen. Das ist nur möglich, wenn man die Atmosphäre um die Pflanzen herum abschirmt von den Umwelteinflüssen. Das gelingt am besten mit einem Gewächshaus. Zwar schlägt man mit solch einem durchsichtigen Gebäude dem Winter ein Schnippchen, aber man übernimmt auch die totale Verantwortung gegenüber den Pflanzen, die man darin kultiviert. Boden, Temperatur, Licht, Luft und Wasser, alles wird plötzlich vom Menschen beeinflusst und gesteuert.

Der ursprüngliche Sinn der Gewächshäuser oder Wintergärten, wie sie früher genannt wurden, bestand darin, eine größere Vielfalt an Pflanzen zu kultivieren, als das im Freien in unseren Breiten möglich ist. Doch als man die Temperaturen im Gewächshaus erhöhte, um die Vegetationszeit seiner mehr oder weniger exotischen Pflanzen zu verlängern, spürte auch der Mensch die Wohltat, im Winter gleichsam unter freiem Himmel zu leben und trotzdem nicht frieren zu müssen.

Mit der Sonne leben

Wintergärten erleben heute eine Renaissance, denn so ganz nebenbei entdeckten die Menschen, die für ihre Pflanzen ein Gewächshaus bauten, dass es sich prächtig darin leben lässt. Der Grund ist die belebende Wirkung der Sonne.

Glas hat nämlich die Fähigkeit, einfallendes Licht hindurchzulassen. Das klingt im ersten Moment banal. Aber die entscheidende Wirkung, auf die es beim Gewächshaus ankommt, liegt in der Umwandlung der kurzwelligen Lichtstrahlen der Sonne in langwellige Wärmestrahlung beim Auftreffen auf lichtundurchlässige Materialien. Und um das Maß vollzumachen, lässt Glas die Wärmestrahlung umgekehrt nicht mehr zurück. Sie wird im Gewächshaus von den festen Wänden, dem Boden und den Pflanzen absorbiert, also aufgesogen. Bei entsprechender Isolierung kann die Wärme aus dem Gewächshaus nicht mehr verschwinden. Deshalb gedeihen Pflanzen im Gewächshaus so prächtig. Es gibt Licht, bei entsprechender Sonneneinstrahlung auch Wärme zum Nulltarif. Wenn die Sonne scheint, ist es auch an kalten Wintertagen im Gewächshaus mollig warm. Es fungiert also als eine Art Sonnenkollektor. Handelt es sich um einen Wintergarten, werden auf diese Weise die dahinterliegenden Wohnräume mit beheizt.

Dieser Energiespareffekt wurde erst in den 70er Jahren, auf dem Höhepunkt der Energie- beziehungsweise Ölkrise, entdeckt. Dabei ist der Wunsch, mit Pflanzen in engerem Kontakt zu leben, nicht vergessen worden.

Durch einen Wintergarten holt man sich die Natur ins Haus. Die Pflanzen erzeugen eine „thermische Pufferzone", die sich nicht nur im Winter auswirkt. Im Sommer werden die angrenzenden Wohnräume durch die Tätigkeit der Pflanzen angenehm kühl gehalten. Und auch der gesundheitliche Aspekt ist beachtlich: In einer Atmosphäre, in der Pflanzen grünen, blühen und atmen, ist die Luft für den Menschen viel gesünder. Zu alledem kommen noch die Freude und Genugtuung, die viele Menschen bei der Pflege und dem Gießen ihrer Pflanzen empfinden. Es kann sehr beglückend sein, tagtäglich beobachten zu können, wie Pflanzen dank der menschlichen Pflege wachsen und gedeihen. Und da man durch den Wintergarten ein noch viel innigeres Verhältnis zu ihnen hat, fördert er, aber auch das Gewächshaus, das positive Lebensgefühl.

Und immer mehr Menschen sind von diesem Wunsch beseelt. Sie wollen nicht nur im Grünen wohnen, sondern auch möglichst viele Pflanzen in ihren engeren Lebensraum mit einbeziehen. Besonders Stadtbewohner sind bemüht, sich damit einen Ausgleich zu schaffen zur fehlenden Nähe zur Natur.

Das Glashaus am oder über dem Haus ist seit einiger Zeit gefragt. Mit viel Phantasie werden Terrassen überbaut, Balkone verglast, Atrien überdacht, Wintergärten angebaut und bei der Planung von Neubauten die südliche Fassade als Solarhaus geplant. Dieser seit einigen Jahren grassierende Trend hat noch längst nicht seinen Höhepunkt erreicht. Die Argumente für das Prinzip, die Sonne in das Gebäude mit einzubeziehen, ist nicht neu, aber neuentdeckt. Die Vorteile sind so vielfältig, dass man sich wundern muss, dass sie nicht schon viel früher genutzt wurden. Altbauten wirken durch Glasanbauten schöner. Die Pufferzone der Glashäuser wirkt energiesparend und schalldämpfend. Es entsteht ein zusätzlicher Wohnraum mit hoher Lebensqualität. Die Pflanzen bewirken eine deutliche Klimaverbesserung. Vom Platz an der Sonne träumten bereits viele Künstler, die ja als phantasiebegabt gelten. So wünschte sich der Dichter Adalbert Stifter „einen Arbeitsraum mit ungeheuren Fenstern, um Lichtmassen einzulassen."

Der französische Romancier Victor Hugo und der englische Dichter George Bernard Shaw beließen es nicht bei der Phantasie und dem Wunsch, sondern schufen sich einen Glasanbau, um beim Schreiben die Wolken, den Wind, den Regen und die Sonne zu erleben, ohne frieren zu müssen. Nero Wolfe gar, der berühmte Privatdetektiv in den Kriminalromanen von Rex Stout, bekommt seine erhellenden Einfälle in seinem Orchideen-Gewächshaus auf dem Dach seines New Yorker Hauses. Das Licht und die Naturverbundenheit eröffnen ihnen allen eine neue Dimension des Wohnens. Dabei sind Gewächshäuser und Wintergärten keine neue Errungenschaft unserer modernen Zeit.

Wintergarten und Solarhaus

Wintergärten sind verglaste Pufferzonen, die die Einflüsse der Umwelt und der Witterung auf die dahinterliegenden Räume auf ein angenehmes Maß reduzieren. Sie schützen vor Lärm und Umweltverschmutzung. Sie vermindern Wärmeverluste und sammeln durch die besonderen optischen und thermischen Eigenschaften des Glases Sonnenenergie. Dafür ist kein besonders großer Aufwand notwendig.

Wenn Lichtstrahlen auf eine Glasfläche auftreffen, werden sie entweder zurückgeworfen, aufgenommen oder durchgelassen. Das hängt sehr von der Art der Verglasung und von dem Winkel ab, in dem das Licht auftrifft. Fallen Lichtstrahlen im rechten Winkel ein, ist die Reflexion viel geringer, als wenn sie im spitzen Winkel auftreffen. Das heißt also, dass senkrechte Scheiben die Sonnenstrahlen im Sommer stärker reflektieren als im Winter, weil die Sonne höher steht. Damit besonders im Winter die Sonneneinstrahlung optimal ausgenutzt wird, versucht man Wintergärten so zu konstruieren, dass eine möglichst große Glasfläche in einem 90°C-Winkel zur Sonneneinstrahlung stehen sollte. Das heißt, man kippt sie zur Sonne. Die Lichtdurchlässigkeit hängt wesentlich vom Glas, aber auch von der Verglasung ab. Wenn man beabsichtigt, sein Haus durch einen Solaranbau oder einen Wintergarten zu bereichern, gibt es eine Unmenge von Möglichkeiten, je nachdem, welches Material man verwendet, ob man es beheizt, vor allem bis zu welcher Temperatur, und schließlich, welches System man anwendet.

Das aktive Solarsystem

Hierbei wird die Sonnenenergie durch zusätzliche technische Möglichkeiten eingefangen und gespeichert. Der dazu notwendige Aufwand ist relativ groß. Es handelt sich unter anderem um Kollektoren, Rohrleitungen und Wasserspeicher. Mit den Kollektoren wird die Sonnenstrahlung mittels eines schwarzen Körpers, Absorber genannt, eingefangen und in Wärme umgewandelt. Die gewonnene Wärme wird mit einer Trägerflüssigkeit zum Verbraucher oder zu einem zentralen Wärmespeicher transportiert, von wo aus es bei Bedarf dem Heizsystem zugeführt wird. Die Leistungsfähigkeit der Kollektoren ist zwar mittlerweile bis zu einem gewissen Wirkungsgrad unbestritten. Aber der Preis ist im Verhältnis zur Leistung recht hoch.

Das passive Solarsystem

Hierbei dient das gesamte Glashaus als Kollektor. Das System beruht auf einfachen technischen Funktionen, und man braucht dafür kaum Hilfsmittel. Das Prinzip ist einfach: Das Gebäude fängt die Wärme ein, und die Wände und der Boden speichern sie und geben sie wieder ab, sobald die Raumtemperatur absinkt.

Ob man nun einen Wintergarten selbst bauen möchte und kann oder ob man einen der vielen fertig angebotenen Glasanbauten kauft, immer muss man sich erst einmal darüber informieren, welche Materialien für die Konstruktion eingesetzt werden. Die Rahmenkonstruktion

Bei den meisten fertig angebotenen Gewächshäusern oder Wintergärten besteht das Rahmenskelett aus Stahl und Aluminium. In zahlreichen Selbstbau-Anleitungen wird dagegen oft mit Holz gearbeitet. Beide Materialien haben Vor- und Nachteile. Aber grundsätzlich kann man beide gut verwenden, um dem Skelett die erforderliche Festigkeit und Belastungsfähigkeit zu geben. Die Lasten, die es unter Umständen zu tragen und zu ertragen hat, sind recht groß. Man denke nur an die klimabedingten Belastungen wie Stürme und Schneemassen, denen das Skelett standhalten muss. Doch hängt die Statik auch vom Glas ab, das man einzusetzen gedenkt. Acrylglas oder Plexiglas, wie die volkstümlichere Bezeichnung lautet, ist sehr viel leichter als Glas, zumal im Deckenbereich aus Sicherheitsgründen von den Baubehörden Sicherheitsglas vorgeschrieben wird, und das ist sehr schwer. Aluminium ist zwar ziemlich teuer. Aber das Metall wird immer häufiger verwandt, weil es einige Vorteile hat. Man kann es exakt behandeln, es ist korrosionsbeständig und verzieht sich bei Temperaturschwankungen nicht. Außerdem kann man Alu zu sehr genauen Profilen verarbeiten, die es erlauben, die Glasscheiben ohne Kitt, nur mit einer guten Dichtung einzusetzen.

Aluminium zeichnet sich darüber hinaus durch hervorragende mechanische Eigenschaften aus. So kann man große Spannweiten überwinden. Sein niedriges Gewicht ermögicht eine schnelle Bauweise, eile sich kostensparend auswirkt. Diesen Vorteilen stehen jedoch auch zwei Nachteile gegenüber. Eine unangenehme Eigenschaft von Alu ist seine hohe Wärmeleitfähigkeit, was bedeutet, dass im Winter über die Aluteile ein beträchtlicher Wärmeanteil verlorengeht und im Sommer zusätzliche Hitze im Gewächshaus verursacht. Doch dieser Nachteil lässt sich durch gute Wärmedämmung vermeiden. Der zweite Nachteil ist der hohe Preis von Aluminium, der den von Stahl übersteigt.

Ob modern gestaltete oder nostalgische Wintergärten, sie schützen vor Lärm und Witterungseinflüssen. Außerdem sammeln sie im Winter die Wärmestrahlung der Sonne, sorgen für angenehme Temperaturen im Haus.


Der Einsatz von Holz für die Konstruktion

Holz ist ein natürliches Material und erweckt bei vielen Menschen den Anschein von besonderer Solidität. Bis zu einem gewissen Grad können Glasbauten aus Holz ohne eine fachmännische Ausbildung mit guten Heimwerkerkenntnissen gebaut werden. Holz wirkt zudem sehr dekorativ und verbreitet ein Gefühl von Behaglichkeit. Da es kaum wärmeleitend ist, eignet es sich recht gut als Rahmenkonstruktion. Sie wird allerdings schwerer als die Alubauweise. Da Holz ein organisches Material ist, zeigt es sich biologischen Angriffen gegenüber anfällig. Es muss also gegen Schwamm und Insekten, wie zum Beispiel den Holzwurm, geschützt werden. Der Anstrich muss in größeren Abständen wiederholt werden. Als lebendiges Material hat Holz die unangenehme Eigenschaft, dass es sich bei Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen leicht verziehen kann, was die Passgenauigkeit der Scheiben beeinträchtigt. Das lässt sich nur verhindern, wenn man sehr wertvolle und nicht ganz billige Edelhölzer verwendet und sie zusätzlich gegen Witterungseinflüsse durch eine Spezialbehandlung schützt. Ansonsten braucht Holz nicht mit einem Farbanstrich versehen werden. Es wirkt schon allein durch seine Naturfarbe.

Stahl im Glashausbau

Stahl ist eines der ältesten Bauelemente im Gewächshausbau. Dank neuer Erzeugnisse kann Stahl immer noch mit den beiden vorher beschriebenen Materialien konkurrieren. Im Gegensatz zu Aluminium ist Stahl sehr korrosionsanfällig. Beim Kontakt mit Luft oder Wasser bildet sich Rost. Um diesen unerwünschten Prozess zu verhindern, muss die Metalloberfläche mit einem Schutzüberzug versehen werden, was nur zufriedenstellend gelingt, wenn die Oberfläche sorgfältig gereinigt wurde.

Die mechanischen Eigenschaften von Stahl sind dagegen sehr interessant. Man kann mit relativ kleinen Profilen recht große Spannweiten erreichen.

Die Wärmeleitfähigkeit ist etwas niedriger als bei Alu, kann aber durch verschiedene Anstriche verbessert werden. Stahl ist zwar billiger als Alu, aber die Verarbeitung ist komplizierter und die Wartung aufwendiger.

Glas oder Plexiglas?

Die Entscheidung fällt nicht leicht, obwohl die beiden Materialien sehr verschieden sind.

Glas gibt es in vier Ausführungen: Einfachglas hat eine Lichtdurchlässigkeit von 90%, absorbiert, also verschluckt, rund 5% der auftreffenden Lichtmenge und reflektiert 7%. Das von der Haltbarkeit her etwas weniger hochwertige Gussglas hat fast die gleichen Werte. Beide Gläser sind nicht besonders wärmedämmend. Isolierglas hat eine 80-%ige Lichtdurchlässigkeit, verschluckt also 16% der eingestrahlten Lichtmenge und reflektiert 12%. Dafür dämmt es den Raum sehr viel besser gegen den Wärmeabfluss ab.

Alle Glasarten lassen die energiereiche kurzwellige Sonnenstrahlung fast ungehindert durch. Beim Auftreffen auf nichttransparente Körper wie Pflanzen, Wände und Boden wird sie in längwellige Wärmestrahlung verwandelt, die von diesen Körpern wieder abgestrahlt wird. Für langwellige Wärmestrahlung ist Glas weitgehend undurchlässig, so dass der hinter der abgeschlossenen Glasfläche liegende Raum aufgeheizt wird.

Eine weitere günstige Eigenschaft von Glas ist seine Fähigkeit, Schall zu dämmen. Dabei gilt: je dicker das Glas, desto größer die Schalldämmung. Auch hierbei ist Isolierglas den beiden anderen Glasarten überlegen. Einscheiben-Sicherheitsglas ist besonders gegen Druck und Stoß widerstandsfähiger. Wenn es zerbricht, zerbröckelt es in kleine Stücke, wodurch die Verletzungsgefahr gemindert wird. Dass die Baubehörden diese Gläser für das Dach von Gewächshäusern vorschreiben, ist durchaus sinnvoll, wenn man bedenkt, dass ein herabfallender Ast oder Hagel das Dach leicht durchschlagen könnten. Würden dann größere Scherben herunterfallen, wäre die Verletzungsgefahr sehr groß.

Bei Kunststoffplatten aus Acrylglas fällt dieses Problem weg. Acrylglas zerbricht nicht so leicht, und wenn, dann splittert es nicht. Die bestechendste Eigenschaft von Kunststoffscheiben ist ihr leichtes Gewicht. Dadurch lässt sich Acryl besonders leicht verarbeiten, und auch die Rahmenkonstruktion braucht nicht für so hohe Gewichte ausgelegt werden. Für den Heimwerker ist der Umgang mit diesem Material sehr unproblematisch im Gegensatz zu den schweren Glasplatten. Man muss sich einmal vorstellen, dass eine Glasplatte von 2,50x1 m und 6 mm Stärke 38 kg wiegt. Um solch eine Scheibe in die Dachkonstruktion einzupassen, braucht man schon ein paar Mann als Hilfestellung, denn zerbricht eine Scheibe bei dieser Arbeit, kostet das immerhin die Summe von rund 250 DM.

Noch einen Vorteil kann eine Ausfachung mit Plexiglas haben. Eine bestimmte Sorte, die unter der Bezeichnung GS 2058 bekannt ist, lässt die UV-Strahlung durch. Man kann sich also unter diesem Plexiglas bräunen, was bei normalem Glas nicht möglich ist. Der Preis von Plexi kommt etwa auf das gleiche heraus, als wenn man Glas und Sicherheitsglas verwendet. Einen Schwachpunkt hat Plexiglas dennoch, die Wärmedämmung. Im Gegensatz zu Glas wird ein größerer Anteil der langwelligen Wärmestrahlung durchgelassen. Ein Teil der eingefangenen Wärme verschwindet also wieder. Mittlerweile hat die Firma Röhm, der Hersteller von Plexiglas, ein Material auf den Markt gebracht, dessen Wärmedämmfaktor, der k-Wert, dem von Isolierglas oder Doppelverglasung entspricht. Die Lichtdurchlässigkeit dieser Doppelstegplatten ist jedoch etwas geringer. Sehr günstig ist dafür die Bearbeitung von Plexiglas. Man kann es sägen, durchbohren, schrauben, und es lässt sich bei Wärme leicht biegen.

Temperaturen im Gewächshaus

Das kühlere Mehrzweckgewächshaus mit einer durchschnittlichen Wintertemperatur zwischen 6 und 10°C wird in erster Linie zum Überwintern der Pflanzen verwandt. Auch wenn die Temperatur einmal bis auf 2 oder 3°C abfallen sollte, können die meisten Pflanzen gut überleben. So kann man Fuchsien, Pelargonien und Chrysanthemen gut in einem solchen kühlen Gewächshaus überwintern lassen.

Viel mehr Spaß machen die mäßig temperierten Gewächshäuser, die nur im Herbst und im Frühling beheizt werden, um die Vegetationszeit einiger Pflanzen zu verlängern. Die Temperatur schwankt zwischen 10 und 15°C. In diesem Gewächshaustyp kann man in sehr kurzer Zeit empfindliche Pflanzen großziehen. Man kann auch gute Erfolge mit einigen Orchideenarten erzielen sowie mit Königsbegonien, Hortensien, Alpenveilchen, einigen Palmenarten und Zitrusgewächsen.

Warme Gewächshäuser eignen sich für die verschiedensten Pflanzen, besonders die meisten Exoten. Viele Orchideen und auch mediterrane Gewachse brauchen im Winter ein beheiztes Gewächshaus. In vielen Fällen wird ein Wintergarten ja auch gebaut, um einen zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Inwieweit man den Wintergarten dann im Winter auch beheizt, hängt weitgehend vom Energieverbrauch ab, den man sich leisten kann und will. Entscheidet man sich dafür, hat man natürlich von der Bepflanzung her ganz andere Möglichkeiten, womit nicht nur Orchideen, Palmfarne und andere Exoten gemeint sind, sondern auch so wärmeliebende Gewächse wie Feigenbäume oder einige Zitrusgewächse. Schließlich kann es Spaß machen, im Winter im eigenen Gewächshaus das Obst und Gemüse für den Eigenbedarf zu ziehen.

Anlehngewächshäuser sind ideale Wärmepufferzonen, wenn sie nach Süden ausgerichtet sind. Doch ebenso wie Gewächshäuser geben sie dem Hobbygärtner Gelegenheit, seine Leidenschaft auch in kühleren Jahreszeiten ausüben zu können.


Für die Beheizung von Wintergärten und Gewächshäusern gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man spezielle Heizkörper aufstellen, die an die bestehende Heizanlage des Hauses angeschlossen werden. Praktisch, aber nicht ganz billig im Gebrauch sind Gas- oder Elektroheizungen. Um Energie zu sparen und trotzdem interessante Pflanzen zu ziehen, wurde in jüngster Zeit eine neue Methode entwickelt. Um das Pflanzenwachstum zu fördern, wird der Boden statt der Luft beheizt. Dafür verlegt man elektrische, mit Blei ummantelte Heizspiralen in den Boden. Wie wir uns erinnern, lieben Pflanzen sowieso warmen Boden. Die Wärme kommt den Pflanzen viel besser zugute, weil sie nur langsam aus dem Boden aufsteigt.

Eines der größten Probleme von Gewächshäusern ist die übermäßige Wärmeentwicklung im Sommer. Von einigen besonders wärmeliebenden Tropengewächsen abgesehen, leiden die meisten Pflanzen unter zu hohen Temperaturen. Steigt das Thermometer über 30°C, wird der Wasserhaushalt der Pflanzen überlastet. Um die Temperaturen zu senken, müssen einige Fenster einen Klappmechanismus haben. Am besten ist es jedoch, wenn das Klappensystem mit einer automatischen Steuerungsanlage verbunden ist. Im Gegensatz zu einer automatischen Berieselungsanlage lohnt sich die Fensteröffnung wirklich. Auch wenn der Hobbygärtner nicht zu Hause ist, wird ab einer vorher eingestellten Temperatur das Belüftungssystem automatisch geöffnet. Außerdem sollte hin und wieder sowieso gelüftet werden, damit die Pflanzen die so dringend benötigte frische Luft bekommen. Neben dem mechanischen Klappenöffnungssystem besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen elektrisch betriebenen Ventilator einzusetzen, der durch einen Temperaturfühler gesteuert wird.

Licht ist zwar für das Pflanzenwachstum unerlässlich. Doch zuviel davon schadet auch wieder. Im Sommer ist sogar den Pflanzen die Einstrahlungsintensität zu groß, besonders, wenn sie im Gewächshaus stehen. Deshalb müssen sie beschattet werden. Das erreicht man mit außen angebrachten Jalousien aus Holzlamellen oder Schilfmatten. Eleganter ist ein System von Beschattungsmarkisen, die an der Innenseite angebracht sind und wie ein Baldachin von der Decke hängen. Die Enden sind mit Schlaufen versehen, die auf Stangen gezogen sind. So kann man die Beschattung bei Bedarf hin- und herschieben. Auch diese Funktion kann man elektrisch betreiben und mit einer Selenzelle verbinden, die bei zu großer Helligkeit einen Impuls auslöst, so dass die Vorhänge an der Decke elektrisch vor- oder weggezogen werden.

Billiger, aber umständlicher und optisch nicht so ansprechend ist ein Anstrich mit einer weißen Spezialfarbe. Sie wird aufgesprüht und verringert die Lichtintensität um 50 bis 60%. Aber eben dauernd. Eine sehr praktische und dazu naturnahe Beschattung von Wintergärten und Gewächshäusern bietet sich dem Hobbygärtner (aber auch den anderen) in Gestalt von sommergrünen Rankpflanzen. Sie grünen und blühen zu einer Zeit, da die Gewächshauspflanzen dringend Schatten benötigen, und werfen ihr Laub zum Winter wieder ab, so dass die Sonne wieder für die Erwärmung sorgen kann. In den meisten Fällen muss man den Pflanzen aber eine Rankhilfe geben, indem man dünne Drähte an der zu berankenden Außenseite anbringt.

Wie man letztendlich die Gewächse einpflanzt, hängt vom Geschmack und der Fußbodengestaltung ab. In Wintergärten, die mehr zum Wohnbereich zählen und deshalb auch einen ordentlich aussehenden Fußboden bekommen werden, setzt man die Pflanzen meist in Kübel, Töpfe, Kästen oder Container. Doch selbstverständlich kann man bei gekachelten oder mit Holzplanken ausgelegten Böden Plätze für die Pflanzen aussparen. In Gewächshäusern wird man die Pflanzen direkt in den Boden setzen und nur die Wege drumherum pflastern. Diese Methode hat zwar den Nachteil, dass man die Pflanzen, wenn man sie einmal in der Erde hat, nur schlecht wieder versetzen kann. Es ist also wichtig, vorher zu wissen, wie man sein Tropenhaus oder das Gewächshaus mit der mediterranen Bepflanzung gestalten will. Ein genauer Pflanzplan ist unerlässlich.

Eine wichtige, aber nicht gerade erfreuliche Information fehlt nun noch beim Stichwort Wintergarten und Gewächshäuser. In den meisten Fällen sind Gewächshäuser dieser Größe genehmigungspflichtig. Auf Wintergärten trifft das sowieso zu, weil sie als Erweiterung des Hauses gelten. Man kann im großen und ganzen davon ausgehen, dass eine Baugenehmigung erforderlich ist, sobald ein Gewächshaus oder der Wintergarten auf einem Fundament errichtet wird. Doch die Bestimmungen variieren von einer Kommune zur anderen. Genaue Bau-Richtlinien für Glasanbauten existieren seit dem Frühjahr 1986. Sie sollte man beachten. Auf jeden Fall muss man einen Bauantrag mit den genauen Zeichnungen und den statischen Berechnungen beim Bauamt vorlegen. Einige Gewächshaushersteller liefern zu diesem Zweck bereits beides mit. In einigen Fällen braucht man auch die Zustimmung der Nachbarn, und der Bau muss, regional verschieden, einen bestimmten Abstand zur Grenze des Nachbargrundstückes haben. Doch lassen Sie sich nicht gleich entmutigen, wenn Ihr Bauantrag beim ersten Mal abgelehnt wird. Man kann auch Kompromisse aushandeln.

Anlehngewächshäuser

Im Prinzip gilt alles bisher Gesagte auch für diesen Gewächshaustyp. Es handelt sich um kleinere Gewächshäuser, von meist leichterer Bauart. Da sie in allen Fällen an eine Hauswand angelehnt werden, wie der Name schon sagt, braucht die Konstruktion nicht so aufwendig auszufallen. Die Statik wird weitgehend von der Hauswand aufgefangen.

Diese Gewächshaustypen können für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden. Das geht bereits aus der großen Angebotsvielfalt hervor. Die verschiedenen Hersteller bieten sie in den unterschiedlichsten Ausfertigungen, Abmessungen und Verglasungen an. Sehr oft werden Anlehngewächshäuser als Wintergärten eingesetzt, weil man mit ihnen einfach die warme Jahreszeit verlängern kann, denn sie bieten bereits im frühen Frühjahr und noch im späten Herbst einen gewissen Schutz vor den Unbilden der Witterung. Für die Beheizung im Winter sind die leichten Konstruktionen nur bedingt geeignet, weil ihre Wärmedämmung zwangsläufig nicht ganz so perfekt ist. Es gibt allerdings auch unter diesen Typen einige, die mit Doppelverglasung geliefert werden können, was ihren Preis jedoch drastisch in die Höhe treibt.

Außerdem kann man auch diese Gewächshäuser auf etwas erhöhte Fundamente setzen, was zwar ihre Wohnlichkeit erhöht, wodurch aber wiederum eine Baugenehmigung fällig wird.

Sehr günstig kann man Anlehngewächshäuser auch als wirksamen Wärmepuffer einsetzen, wenn man sie vor die Südseite des Hauses setzt, wenn diese über große Fenster verfügt. Wie bereits bei den Wintergärten beschrieben, sammelt solch ein Bau im Winter bei Sonneneinstrahlung, aber auch schon bei diffusem Licht die Wärme und schützt die dahinterliegenden Räume vor Kälte und auskühlenden Winden. Doch auch, wenn man sie für solche Aufgaben einsetzt, können sie mit einer recht reizvollen Bepflanzung versehen werden und so zum besonderen Blickfang des Hauses werden. Auf diese Weise wird ebenfalls der Wohnwert des Hauses erheblich gesteigert.

Kleingewächshäuser sollten nicht zu klein geplant werden, denn die Bedürfnisse der Pflanzen, aber auch des Hobbygärtners wachsen schnell.


Kleingewächshäuser

Auch die Anschaffung eines Kleingewächshauses kann für den Hobbygärtner eine lohnende Bereicherung des Gartens sein. Der Standort sollte jedoch von vornherein bei der Gestaltung des Gartens mit eingeplant werden, damit es nicht „im Weg herumsteht" und den Blick stört.

Auch Kleingewächshäuser sollten auf einem kleinen Sockel verankert werden. Vor der Anschaffung muss man sich mit den Vorzügen oder den Nachteilen des auf dem Markt befindlichen Riesenangebotes eingehend beschäftigen. Meist reicht die Glaswand bis auf den Boden, was eine optimale Ausnutzung des Lichtes zulässt. Obwohl eine Baugenehmigung für Kleingewächshäuser nicht notwendig ist, sollten Sie sich vor dem Kauf absichern, damit Sie nicht gegen irgendwelche Bestimmungen verstoßen.

Man sollte, wenn möglich, den sonnigsten Platz für das Gewächshaus wählen, denn er ist für die meisten Kulturen der beste. Was die Beschattung betrifft, gilt dasselbe wie bei den großen Gewächshäusern. Um die Sonne in den kühleren Monaten besser ausnutzen zu können, sollte das Gewächshaus mit einer Breitseite dem Süden zugewandt sein. Stellen Sie Ihr Gewächshaus auch nicht zu weit vom Wohnhaus auf. Im Winter, aber auch im Alter, weiß man die kürzeren Wege zu den Pflanzen sicherlich zu schätzen. Zudem sind kürzere Versorgungsleitungen billiger.

Als optimale Form hat sich das sogenannte Satteldachhaus eingebürgert. Es bietet gute Kulturmöglichkeiten bei bester Raumausnutzung. Gewächshäuser mit niedrigen oder gar schrägen Stellwänden müssen zur besseren Ausnutzung auf einen Sockel gestellt werden, der auch wieder Kosten verursacht. Entscheidend ist bei einem Kleingewächshaus der Nutzraum und nicht die Grundfläche. Die richtige Größe zu ermitteln ist immer wieder ein Problem. Beginner machen oft den Fehler, das Gewächshaus zu klein anzuschaffen. Doch die Pflege der Pflanzen ist in einem zu kleinen und daher zu eng bepflanzten Gewächshaus viel schwieriger, weil die Übersicht fehlt. Schädlinge und Krankheiten können sich unbemerkt und schnell ausbreiten. Und auch die Klimatisierung bereitet Schwierigkeiten, weil die Beheizung unwirtschaftlich ist. Das Verhältnis von wärmeabstrahlender Glasfläche zum Nutzraum wird mit der Verkleinerung ungünstiger.

Die ideale Größe von Liebhabergewächshäusern, die man in der Freizeit noch gut betreuen kann, liegt bei 2,80 bis 3,20 m Breite und 4,40 bis 9,20 m Länge. Bei diesen Abmessungen ist eine ausreichende Versorgung mit Sommerblumen gewährleistet. Auch Orchideenliebhaber haben die Möglichkeit, mit Hilfe von Trennwänden zwei oder drei klimatisierte Abteilungen zu schaffen. Natürlich kann man Kleingewächshäuser auch auf Zuwachs kaufen. Die Systeme sind so konstruiert, dass man ohne Schwierigkeiten neue Segmente anfügen kann.

Aluminium hat sich als der beste und dauerhafteste Werkstoff für Kleingewächshäuser erwiesen. Doch entscheidend für die Qualität ist die technisch hervorragende Konstruktion von Profilen, von denen die Stabilität abhängt. Für die Verglasung sind Silikatgläser mit durchgehenden - und nicht mit überlappenden - Scheiben zu empfehlen. Außerdem als Isolierverglasung Doppelstegplatten aus Plexiglas, auf die der Hersteller zehn Jahre Garantie gibt.

Unbeheizte Kleingewächshäuser sind auch hervorragend zur Unterbringung der Kakteensammlung oder der Steingartenpflanzen geeignet, weil diese Pflanzen weniger vor dem Frost geschützt werden müssen als vor dem Regen und der Feuchtigkeit im Winter.


Ursprünge des Gartens

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