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Zimmerpflanzen A-Z - Pflanzenporträts


Odontoglossum • Zahnzunge





Pflanzen der Gattung Odontoglossum sind überwiegend epiphytische Orchideen mit abgeflachten, birnen- oder eiförmigen Pseudobulben, die meist in kleinen Gruppen dem Rhizom entspringen. An der Spitze der Bulben sitzen ein bis drei Blätter. Diese überwiegend lanzettlich-zungenformigen, hellgrünen Blätter sind längs der Mittelrippe V-förmig gefaltet. Die häufig gebogenen Blütenschäfte entspringen an der Basis der Pseudobulben und tragen bis zu 30 fleischige, ausdauernde, zum Teil duftende Blüten. Die Einzelblüten haben meist einen kurzen Stiel und sind wechselständig an den beiden oberen Dritteln des Blütenschafts angeordnet. Die Blüten sind flach; die Petalen und Sepalen stehen entweder weit auseinander oder überlappen sich teilweise. Unter geeigneten Bedingungen kann die Orchidee fast dauernd blühen. Es gibt eine große Anzahl von Hybriden, die durch natürliche oder künstliche Kreuzungen entstanden sind.

Siehe auch Orchideen.

Tigerorchidee

Odontoglossum grande.

Empfehlenswerte Arten

O. bictoniense besitzt 12-15 cm lange Pseudobulben, die zwei oder drei lanzettliche, bis zu 45 cm lange Blätter tragen. Der aufrechte Blütenschaft wird 60-100 cm hoch und trägt acht bis zwölf Blüten. Die Blütezeit erstreckt sich von Oktober bis März. Die Sepalen und Petalen sind gelbgrün mit vielen kastanienbraunen Tupfen. Die herzförmige bis dreieckige Lippe kann zartrosa bis violett oder auch fast weiß mit gelber Zeichnung sein.

O. crispum besitzt ungefähr 8 cm lange Pseudobulben mit zwei riemenförmigen, zugespitzten, bis etwa 40 cm langen Blättern. Der gebogene Blütenschaft kann 75 cm lang werden und trägt bis zu 20 Blüten mit einem Durchmesser von ungefähr 8 cm. Die Pflanze blüht von Oktober bis März. Die Blütenfarbe ist unterschiedlich, meist jedoch weiß mit roten Flecken und gelb gezeichneter Lippe.

O. grande (Tigerorchidee) hat 8 bis 10 cm lange Pseudobulben mit ein bis drei Blättern, die über 30 cm lang werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Orchideen besitzen die Blätter einen kurzen Stiel. Der 30 cm hohe Blütenschaft trägt bis zu acht wachsartige, rund 15 cm große Blüten. Sie treten im Spätherbst und Winter auf. Sowohl die Sepalen als auch die Petalen sind hellgelb mit zimtbrauner Zeichnung. Die kurze, abgerundete Lippe ist cremefarben oder hellgelb mit braunen Querstreifen.

O. pulchellum hat fünf ungefähr 8 cm lange Pseudobulben mit zwei schmalen, langen Blättern. Der aufrechte, 25 cm hohe Blütenschaft trägt drei bis zehn duftende, ungefähr 3,5 cm große Blüten. Die Blütezeit fällt meist in das Frühjahr. Die Blüten sind weiß mit gelber Lippenbasis. Die Lippe zeigt nach oben, ist geigenähnlich geformt und hat an der Basis eine zweilappige, gelbe Schwiele.

Pflege

Licht: Zur Hauptwachstumszeit stellt man das Odontoglossum an einen hellen, nicht vollsonnigen Standort. Im Winter kann die Pflanze direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Temperatur: Diese Orchideen brauchen zu jeder Zeit eine Temperatur von etwa 16 °C. Selbst bei dieser verhältnismäßig niederen Temperatur muss für hohe Luftfeuchtigkeit gesorgt werden. Man stellt die Pflanzen in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine. Wenn die Temperatur 16 °C übersteigt, muss man die Blätter zweimal am Tag mit Wasser besprühen.

Gießen: Zur Zeit des Hauptwachstums werden die Pflanzen mäßig gegossen. Während der kurzen Ruheperiode gießt man nur so viel, dass die Erde nicht austrocknet.

Düngen: Bei jedem dritten oder vierten Gießen verabreicht man den Pflanzen während des Hauptwachstums einen Orchideendünger.

Einpflanzen und Umtopfen: Man verwendet ein Gemisch aus zwei Teilen fein zerkleinerten Osmunda-Fasern und einem Teil Sphagnum, dem etwas scharfer Sand zugesetzt wird. Die Töpfe werden bis zu einem Drittel mit Tonscherben gefüllt. Jedes Frühjahr, kurz ehe die Wurzeln ihre Funktion aufnehmen, oder im zeitigen Herbst versetzt man die Pflanzen in größere Töpfe. Haben die Pflanzen die maximale Topfgröße erreicht, kann man sie in der nachstehend beschriebenen Weise teilen.

Vermehrung: Beim Umtopfen werden große Exemplare aufgeteilt. Das Rhizom zerschneidet man so, dass die Teilstücke immer etwa vier Pseudobulben besitzen. Mindestens eine dieser Bulben sollte einen jungen Trieb oder eine Triebknospe haben. Die Teilpflanzen werden einzeln in kleine Töpfe mit frischer, leicht angefeuchteter Erde gesetzt. Dann stellt man die Töpfe hell, aber nicht sonnig auf und gießt sie vier bis sechs Wochen lang sparsam. Dann wird die junge Pflanze wie eine ausgewachsene Orchidee weiterkultiviert.

Schädlinge und Krankheiten: Siehe Gesunde Zimmerpflanzen.



      





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