Bambus im Garten - Gartenblumen
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Gartenpflanzen


Der Bambus im Garten


Ein Solifär-Bambus mit seinem üppigen Grün gibt dem Garten exotischen Reiz.

Sehr reizvoll wirkt eine Bambusgruppe mit unterschiedlichen Arten durch die verschiedene Stammbildung.

Der Bambus ist eine der außergewöhnlichsten Pflanzen, die auf der Erde gedeihen. Einer der eindrucksvollsten Vertreter, der zu den Grasgewächsen gehörenden Pflanzen ist ein wahrer Riese. Phyllostachys pubes-cens wird bis zu 24 m hoch und entwickelt dabei einen Umfang von etwa 65 cm. Das Erstaunlichste an diesem Riesengras ist jedoch die atemberaubend schnelle Wuchsleistung. Dieser Bambus erreicht seine volle Höhe von über 20 m innerhalb acht bis zehn Wochen. Pro Tag macht er manchmal Schübe von 30 bis 40 cm. Allerdings erbringt er diese sensationellen Wachstumsleistungen in unseren Breiten nur in entsprechend hohen Gewächshäusern. Pflanzt man ihn in die freie Natur, so bleibt er ziemlich klein.

Die vielfältigen Erscheinungsformen und das satte Grün, das auch im Winter kaum verschwindet, haben einige Bambusarten in den letzten Jahren zu einer begehrten und vielgefragten Liebhaberpflanze werden lassen. Während er schon recht häufig als Hecke und Sichtschutz benutzt wird, taucht er in vielen Gärten und Parks auch als Blickfang und dekorativer Zierstrauch auf. Die klare Schönheit dieser Pflanzenart hat bereits Liebhaber dazu verleitet, dem Bambus den ganzen Garten oder zumindestens Teile davon zu überlassen. Das wirkt nicht langweilig, weil es viele Arten mit unterschiedlichem Aussehen gibt. Der immergrüne, biegsame Bambus gilt bei uns als exotische Schönheit, als typische Pflanze Ostasiens. Doch so ganz fremd und neu ist er in Europa gar nicht. Das zartwirkende Riesengras war bereits im Tertiär in unseren Breiten heimisch. Klimaverschiebungen wie zum Beispiel die Eiszeiten haben es aussterben lassen, ebenso wie den Mammutbaum, die ihm ähnliche Sumpfzypresse und den sagenhaften Ginkgobaum, der stammesgeschichtlich weder zu den Laub- noch zu den Nadelbäumen gehört, sondern so etwas wie der Vorläufer von beiden war.

Eine mit Bambus bepflanzte Freitreppe in Baden-Baden.

Der Bambus ist heute in erster Linie in Mittel- und Südchina sowie in Japan, Indien und Malaysia zu Hause. Doch wird die vielseitig verwendbare Pflanze allmählich wieder in den verschiedensten Gegenden der Welt angesiedelt. So findet man ihn heute auch in weiten Teilen Südamerikas und auch Afrikas.

In Europa, wo er hauptsächlich als Zierpflanze geschätzt wird, begann seine Rekultivierung etwa vor 120 Jahren. Bei einer Reise in das ferne China entdeckte der wohlhabende französische Kaufmann Eugene Mazel den Bambus. Sein eigentliches Ziel war es, die Seidenraupenzucht zu studieren. Doch schnell brach bei ihm das „Bambusfieber" aus. Zunächst pflanzte er seine mitgebrachten Bambusrohre am Cap Ferrat an der Cöted Azur. Später kaufte er in einem Seitental der Rhone ein 38 ha großes Gelände, ließ das Flüßchen Gardon anstauen und ein bis heute noch sichtbares Bewässerungssystem anlegen.

Zwei Jahrzehnte lang beschäftigte er für seine Leidenschaft 40 Gärtner. Dann war sein Vermögen aufgebraucht, und er musste seinen Park an eine Bank verkaufen. Die verpachtete das für sie wertlose Terrain an Bauern, deren Kühe die nahrhaften Bambussprossen kurzhielten. Um die Jahrhundertwende kaufte Muriel Crouzet, der Großvater der heutigen Eigentümerin, das Gelände und begann den Bambus wieder zu pflegen. Auch er musste einige Rückschläge hinnehmen. So brach einmal der Damm, und die Flutwelle richtete große Verwüstungen an. Die Enkelin von Muriel Crouzet entwickelte den Park zu einer Attraktion, die jährlich Hunderttausende von Besuchern anzieht. Neben kleinwüchsigen Bambusarten sind dort auch die mehr als 20 m hohen Riesen zu sehen sowie Alleen mit sehenswerten Parkbäumen und ganze Bambuswälder. Die „Bambouseraie de Prafrance" ist heute die umfangreichste Bambussammlung außerhalb Chinas und Japans. Der Park, der etwa eine halbe Autostunde nordwestlich von Nimes liegt, ist zu einem wahren Wallfahrtsort für zahlreiche Bambusfans geworden.

In den vergangenen Jahren hat Yves Crouzet zusätzlich eine Bambusanzucht in Containern aufgebaut, die nach ganz Europa exportiert werden. In Deutschland hat sich ebenfalls eine Baumschule auf die verschiedenen Bambusarten spezialisiert.

Wachstumsbedingungen

Die ansehnlichsten Bambusgewächse der Gattung Phyllostachys gedeihen zwar in unserem Klima, brauchen aber Winterschutz. Man erkennt sie alle an einer vertieften Rinne oberhalb der Verzweigungen, wo sich je zwei oder drei Äste am Rohr bilden.

Bizarr geformt sind die Halme des seltenen Schildkrötenbambus (oben). Arundinaria variegata (darunter) ist eine niedrig wachsende Bambusart, die als Bodendecker verwandt wird und sich sehr schnell ausdehnt.

Bambus gedeiht am besten auf humosem, durchlässigem Boden. Wer beim Bambus jedoch an eine Sumpfpflanze denkt, irrt. Bambus verträgt auf keinen Fall Staunässe. Man darf ihn also nicht an eine Stelle des Gartens setzen, die ständig von Wasser überflutet oder zu nass ist. Etwas mehr Feuchtigkeit und auch gelöste Nährstoffe braucht er lediglich während der Sommermonate. Soll der Bambusbusch an einem Teichrand stehen, so ist unbedingt darauf zu achten, dass sich der Wurzelballen nicht im Wasser befindet. Für diesen Fall muss die Pflanzgrube etwas tiefer ausgehoben werden, damit die untere Hälfte mit reichlich Drainagekies aufgefüllt werden kann. Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Bambus auf einen kleinen Hügel zu setzen.

Eine Ausnahme macht nur Sasa palmata, eine Bambusart mit schönem, breitem Laub, die nur etwa 1,50 m hoch wird. Diese Art ist auch mit feuchteren Standorten zufrieden. Einige Arten wie zum Beispiel Pseudosasa japonica vertragen auch Halbschatten, besonders die niedrigwachsenden Sorten von Sasa, die häufig als Unterpflanzung eingesetzt werden.

In bezug auf den pH-Wert sind die Bambusarten nicht sehr wählerisch. Sie wachsen sowohl auf kalkhaltigen als auch auf neutralen und schwach sauren Böden.

Wenn auch viele Bambusarten erstaunlich gut Schatten vertragen, so bevorzugen sie doch einen sonnigen Standort, der möglichst windgeschützt sein sollte.

Bewässerung und Düngung

Während der Hauptwachstumsperiode von Mitte Mai bis Ende Juli braucht der Bambus reichlich Wasser. Organischen Dünger verträgt er das ganze Jahr über, Stickstoffdünger wie Nitrophoska blau nur kurz vor dem Austrieb im späten Frühjahr. Wie bei den anderen Gartenpflanzen auch soll man das abfallende Laub nicht entfernen, sondern zum Mulchen liegenlassen. Das lockert die Erde auf. So wird der Bambus durch diese Selbstdüngung mit der notwendigen Kieselsäure versorgt. Eine Bambuspflanze zeigt übrigens ihren Feuchtigkeitsbedarf selbst an. Wenn sie die Blätter einrollt, wird es Zeit zum Gießen. Mit dem Einrollen der Blätter verringert der Bambus seine Verdunstungsoberfläche, so dass weit weniger Wasser verbraucht wird. Dieser Effekt ist allerdings im Winter auch bei starkem Frost zu beobachten.

Höhe, Wuchs und Pflanzzeit

Wie bereits erwähnt, ist das Höhenwachstum bei den verschiedenen Bambusarten recht unterschiedlich. Es gibt ausgesprochen zwergwüchsige Formen, hauptsächlich die Sasa-Arten, aber auch andere, die in die Höhe schießen. Der beschriebene Riesenbambus wird unter günstigen Bedingungen, wie sie im Süden Frankreichs herrschen, weit über 20 m hoch, wobei er im Mai zu wachsen beginnt und für die ersten 3 m etwa vier Wochen benötigt. Die restlichen rund 22 m schafft er ebenfalls in rund vier Wochen. In dieser extrem schnellen Wachstumsphase entwickelt er außerdem noch Zweige und Blätter. Es ist allerdings damit zu rechnen, dass diese Bambusart in kühleren nördlichen Gegenden nicht so schnell wächst und auch insgesamt nicht so hoch wird. Das gilt im übrigen für fast alle hochwüchsigen Arten.

Hat der Bambus einmal die für seine Art typische Höhe erreicht, wächst das einzelne Rohr weder weiter in die Höhe, noch wird es dicker. Es werden nur noch die Blätter erneuert. Dafür treiben aber an den Rändern neue Schösslinge. Diese neuen Schösslinge baut die Pflanze aus Nährstoffen auf, die sie in einem verzweigten Rhizomnetz, also einem Wurzelnetz, gebildet hat.

Abgesehen von dem arteigenen Wuchs, wird die Höhe noch von einigen anderen Faktoren wie Standort, Klima, Bodenbeschaffenheit und den Nährstoffen beeinflusst. So sollte man nicht enttäuscht sein, wenn das eigene Exemplar nicht die für die Art bekannte Durchschnittshöhe erreicht. Um seine Gesamthöhe zu erreichen brauchen zumindestens die Phyllostachys-Arten einige Jahre, wobei sie meist in jedem Jahr ungefähr ein Drittel der Vorjahreshöhe schaffen.

Gartenbesitzer, die mit einer Durchschnittshöhe von etwa 3 bis 4 m zufrieden sind, sollten Phyllostachysaurea wählen. Wer es höher liebt, sollte Phyllostachys viridiglaucescens pflanzen, die in den wärmeren Gegenden Deutschlands schon bis zu 10 m hoch werden können. Darauf muss man allerdings schon ein paar Jahre warten. Ungefähr nach zehn bis 15 Jahren ist man unter günstigen Bedingungen stolzer Besitzer eines Bambushains.

Pflanzen kann man den Bambus im Prinzip heute zu jeder Jahreszeit, wenn er, wie viele Sträucher und Bäume auch, in Containern kultiviert wurde. Trotzdem ist das zeitige Frühjahr oder der Spätherbst als Pflanzzeit günstiger. Außerhalb seiner Wachstumsperiode hat der Bambus mehr Zeit, sich auf die neue Umgebung und den Boden einzustellen. Das heißt, er kann neue Wurzeln bilden.

Vermehrung und Blüte

Die Vermehrung erfolgt beim Bambus immer durch Wurzelteilung. Das bedeutet also, daß die Wurzeln sich unterirdisch ausbreiten. Die Intensität und Geschwindigkeit variieren von Art zu Art sehr stark. Vom Wurzelwachstum aus gesehen gibt es zwei Hauptgruppen.

a) Die Arten, die Ausläufer bilden, wobei sich die Rhizome auch weiter von der Hauptpflanze entfernen können. Sie entwickeln dann in regelmäßigen Abständen sogenannte Augen, von denen aus sich neue Rhizome verzweigen. Bei den hoch wachsenden Phyllostachys-Arten hält sich das Wurzelwachstum in Grenzen, obwohl die gestandenen Pflanzen mit den Jahren natürlich mehr Lebensraum beanspruchen. Die niedrigwachsenden Sasa-Arten wuchern jedoch ziemlich in die Breite. Bei ihnen muß man sich bereits bei der Pflanzung überlegen, wie man das üppig ausartende Wurzelwachstum in vernünftige Bahnen lenken kann. Die natürliche Begrenzung wären in die Erde ragende Mauern und Fundamente. Wer lieber vorsichtig sein will, sollte Begrenzungsplat ten aus Plastik mitvergraben. Ob Wurzelschutzfolien der Expansion standhalten, ist nicht ganz sicher. Am besten eignen sich in die Erde versenkte Asbestplatten oder ähnliches, nach Möglichkeit nicht verrottbares Material.

b) Bei den horstbildenden Arten, wie zum Beispiel der Sinarundinaria murielae, ist das Wachstum der Rhizome schwächer ausgeprägt. Die Wurzeln gehen nur langsam in die Breite. Neue Sprosse bilden sich direkt am Fuß eines Rohres. Die Zeit der Blüte, die den Gärtner normalerweise bei seinen Pflanzen erfreut, wächst sich beim Bambus fast immer zur Katastrophe für den Besitzer aus. Beginnt der Bambus nämlich zu blühen, verliert die Pflanze all ihre Blätter, und es werden nur noch Blütentriebe gebildet. Nach dieser Anstrengung ist die Pflanze so erschöpft, dass sie abstirbt. Zum Glück passiert das nicht allzu oft. Die genauen Blütezeiten der verschiedenen Arten sind längst noch nicht erforscht, die Intervalle sollen zwischen 20 und 120 Jahren liegen. Es kann also passieren, dass ein Besitzer seinen Bambus niemals blühen sieht.

Zu den Legenden um die Blütenbildung und den folgenden Tod zählt auch die, dass dieser Prozess innerhalb einer Art auf der ganzen Welt gleichzeitig abläuft. Das würde bedeuten, dass eine Art für kurze Zeit weltweit abstirbt, um dann wieder aus den Samen der Blüten zu entstehen. Aber Genaues ist darüber nicht bekannt. Man wurde auf diese Blütenkatastrophen in den letzten Jahren deshalb aufmerksam, weil sie sich im chinesischen Hochland häuften, wodurch das Futter für die seltenen und geschützten Pandabären knapp wurde.

Pflege und Winterschutz

Es gibt wenige Pflanzen, die im Winter nicht ihr Laub verlieren, wenn sie im Freien überwintern. Im Gegensatz zum Rhododendron, der zwar ebenfalls sein Laub behält, aber eben dunkelgrünes, lederartiges, überwintert der Bambus mit seinen zarten federartigen Blättern mit ihrem frühlingshaften Grün. Wie ein Zauber aus einer anderen Welt mutet der immergrüne Bambus im Schnee an. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben ergeben, dass die meisten Bambusarten den normalen deutschen Winter mit Minustemperaturen bis zu 20°C schadlos überstehen. Besonders günstig ist jedoch das Klima für ihn in den wärmeren Gegenden. Doch sind die Minusgrade nicht der alleinige Gradmesser für seine Überlebenschance.

Man kann generell sagen, dass der Bambus eher tiefe Temperaturen verträgt, wenn er an windgeschützten Standorten gepflanzt wurde. Die Phyllostachys-Arten vertragen kurzfristig tiefe Temperaturen recht gut, während langanhaltende Frostperioden ihn ernsthaft gefährden können. Besonders empfindlich sind sie gegen kalten Wind. Gartenbesitzer in klimatisch ungünstigen Gegenden können den harten Winterfrösten mit ein paar Tricks vorbeugen. Wenn die jungen Triebe in den ersten Jahren noch gut biegsam sind, kann man sie nach unten biegen und flach auf die Erde legen und mit schützendem Reisig bedecken. Ältere große Pflanzen schützt man am besten, wenn man die Triebe zusammenbindet und mit Bastmatten oder alten Säcken umgibt. Das sollte allerdings nur bei sehr starkem Frost geschehen. Schnee an sich macht der Pflanze nichts aus, wenn man auch manchmal den Eindruck hat, dass sie von der Last erdrückt wird. Doch in dieser Beziehung ist der Bambus zäh. Er richtet sich bald wieder auf. Der beste Schutz ist ein Standort im Windschatten. Sollte es Ihren Bambus dennoch einmal getroffen haben, und er verliert das Laub, und einige Triebe sterben ab, dann wird er sich bei guter Pflege im folgenden Sommer meist wieder erholen.

Ansonsten genügt es, wenn man die älteren Rohre alle paar Jahre einmal auslichtet. Nur bei den niedrigen Arten empfiehlt es sich, die Pflanze gegen Ende des Winters stärker zurückzuschneiden. Dankbar reagiert der Bambus auch auf das Mulchen der Erde im Wurzelbereich mit Komposterde, verrottetem Rinderdung, Düngetorf oder anderen organischen Substraten.

Die verschiedenen Arten

Um dem Gartenbesitzer die Planung etwas zu erleichtern, folgen nun einige Informationen über die wichtigsten in Deutschland erhältlichen Arten nach der Größe gestaffelt.

Hochwüchsige Bambusarten Phyllostachys pubescens

ist die wohl eindrucksvollste Art mit ihren über 20 m hohen Rohren. In dieser Größe kann man ihn bisher in freier Natur nur im südfranzösischen Prafrance bewundern, wo er bereits Minustemperaturen bis zu 16° Cüber-standen hat. In Dänemark haben einige Exemplare sogar minus 21°C und starken Wind überdauert. Allerdings wurde er dort nur knapp 3 m hoch, weil die entsprechende Wärme während der Wachstumsphase fehlte. In Prafrance hofft man, ihn in Kürze auch als Containerpflanze anbieten zu können.

Phyllostachys bambusoides

Diese Art, die immerhin auch eine Höhe zwischen 6 bis 10 m erreichen kann, ist in Deutschland bereits verfügbar. Die Rohre mit einem Durchmesser bis zu 5 cm wachsen gerade und aufrecht und sind im allgemeinen glänzend olivgrün.

Phyllostachys viridiglaucescens

wurde bereits in einigen Gegenden Deutschlands 10 m hoch. Die Rohre wachsen gerade und aufrecht und haben eine glänzend dunkelgrüne Farbe im Bereich der markant ausgeprägten Knoten.

Phyllostachys aureosulcata

wird 4 bis 6 m hoch und hat dunkelolivgrüne Rohre mit grüngelben Streifen. Die Blätter sind ungefähr 15 cm lang und 2 cm breit. Wenn die Pflanze dem Wind ausgesetzt ist, wachsen die Triebe in einer interessanten Zickzackform.

Phyllostachys viridis

entwickelt sich bei geschützten Standorten und warmen Sommertemperaturen sehr starkwüchsig. Er braucht während der Wachstumsphase reichlich Wasser und Nährstoffe. Ist nicht sehr frosthart.

Mittelhoch wachsende Bambusarten Phyllostachys aurea

ist der hierzulande am häufigsten gepflanzte Bambus. Er ist vieltriebig und dichtlaubig und eignet sich daher sowohl als freistehender Busch wie als geschnittene Hecke. Er wird 3 bis 4 m hoch, der Rohrdurchmesser beträgt 1,5 bis 3 cm. Die Rohre sind grün und verfärben sich später gelb. Bei hohen Temperaturen und reichlich Wasser treibt er starke Ausläufer, doch in unseren Breiten bilden sich die Horste nur langsam aus. Dieser Bambus wächst überall gut, verträgt Trockenheit und Minusgrade bis 25° C. Zudem eignet er sich ausgesprochen gut für Pflanztröge oder auch Töpfe auf Terrassen und sogar für den Innenbereich des Hauses.

Phyllostachys bambusoides „Castillonis"

gilt wegen seines Farbspieles der Rohre als einer der schönsten Arten für unser Klima. Die Halme sind leuchtend orange und die Rinne über der Verzweigung ist sattgrün. Diese Sorte hat übrigens vor etwa 15 Jahren geblüht, wobei alle Exemplare in Amerika und Europa abgestorben sind. Lediglich unter günstigen Bedingungen in Japan sind einige Pflanzen erhalten geblieben, die als Ausgangsmaterial für eine erneute Verteilung in andere Länder dienten.

Der Schwarze Bambus mit seinen pechschwarzen Halmen und den hellgrünen Blättern ist eine besonders dekorative Bambusart.

Phyllostachys nigra

Dieser 3 bis 4 m hohe Bambus zählt wegen der interessanten Färbung seines Rohres zu den edelsten. Im Jugendstadium sind die Triebe grün, rauh und unterhalb der Knoten weißlich bereift. Im dritten Jahr ist das Rohr nahezu schwarz, die zierlichen Blätter dagegen hellgrün. Der sehr dekorative Bambus eignet sich ebenfalls als Kübelpflanze.

Pseudosasa japonica

wächst bis zu 4 m hoch und besticht durch die bis zu 30 cm langen und 4 cm breiten Blätter. An schattigen Plätzen gedeiht diese Art recht gut. Um ihn voll zur Geltung zu bringen, sollten die älteren Triebe ausgelichtet werden. Seit einigen Jahren blüht diese Art im allgemeinen leider, wodurch sie geschwächt und unansehnlich wird.

Semiarundinaria fastuosa

ähnelt den Phyllostachys-Arten, hat aber mehr als drei Äste an der Verzweigung. Diese recht robuste Art wächst ziemlich aufrecht bis zu 6 m hoch, wenn sie günstige Bedingungen hat. Die älteren Rohre sind bräunlich bis rosa. Die ockerfarbigen Stammscheidenblätter stehen in Büscheln am Stamm und bleiben einen Sommer lang dort. Die Art eignet sich besonders gut als Sichtschutz, als Hecke, aber auch als Kübelpflanze. Sie verträgt auch sehr gut die Umstellung auf Hydrokultur.

Kleinwüchsige Bambusarten Sasa palmata

Dieser bis zu 2 m hohe Bambus hat eine auffallende Blattgröße und wirkt dadurch ausgesprochen dekorativ. Die Blätter sind etwa 20 bis 30 cm lang. Die Art verträgt feuchtere Standorte.

Sinarundinaria nitida

wird 2 bis 3 m hoch bei einer Halmstärke von maximal 1 cm. Sie sind sehr biegsam und anfangs grün, später gelblich bis dunkelrot. Der Blattwuchs ist sehrfeingliedrig. Der dekorative Busch bildet Horste und hat kaum Ausläufer. Er ist sehr frostbeständig.

Sasa veitchii

erreicht gewöhnlich eine Höhe von etwa 80 cm. Die Blätter werden bis zu 20 cm lang. Im Winter ist der Busch besonders dekorativ, weil die grünen Blätter eine weiße Umrandung bekommen. Der Rückschnitt wird im Frühjahr vorgenommen.

Sasa tesselata

wird im allgemeinen nur 1,50 m groß, hat aber von allen Arten das größte Blatt mit 50 cm Länge und 8 cm Breite. Diese Art verträgt ebenfalls feuchte Standorte.

Sasa tsuboiana

erreicht eine Höhe von etwas über 1 m. Da die Halme vor allem an den Triebenden stark verzweigen, wird der großblättrige Bambus auch als Bodendecker benutzt.

Phyllostachys humilis

Diese Bambusart wird in Japan vielfach als Bonsai gezogen. Dafür pflanzt man sie in eine flache Schale mit magerer, durchlässiger Erde. Einige Bambusarten eignen sich auch als Zimmerpflanzen in Kübeln, wenn die Lichtverhältnisse gut sind. Für Innenräume empfiehlt es sich, die Pflanzen auf Hydrokultur umzustellen, wobei der Wasserstand etwas höher sein muss als üblich. Während der Umstellung wirft der Bambus fast alle Blätter ab. Sie werden jedoch kurz darauf wieder neu gebildet. Auch Pflanzen, die als Zimmerschmuck dienen, sollten in den Sommermonaten einige Zeit im Freien stehen, damit sie sich erholen können.

Die Rohre der einzelnen Bambusarten sind sehr unterschiedlich gefärbt.

Wie die meisten Pflanzen verträgt auch der Bambus keine trockene Luft. Selbstverständlich gedeiht Bambus besonders gut in Gewächshäusern, wo er sehr schnell wächst.

Zusammenfassung:

Bambus wurde in seinen vielfältigen Formen erst in jüngster Zeit für deutsche Gärten entdeckt. Ereignet sich als freistehender Solitär, aber auch als Sichtschutz und manche Arten als Hecke. Bambus wird durch Wurzelteilung vermehrt. Seine Wurzeln vertragen keine Staunässe. Diese Pflanzen lieben sonnige, geschützte Standorte, einige Arten auch Halbschatten. Bambus muss vor Beginn seiner Vegetationsphase, die Mitte Mai beginnt, gedüngt und im Sommer gut gegossen werden. Die meisten Arten vertragen Frost bis zu 20°C, wenn sie windgeschützt stehen. Er wird in Deutschland von einigen Baumschulen in Containern kultiviert. Besonders reizvoll wirken kleine Bambuswäldchen und Zusammenpflanzungen von verschiedenen Arten.



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