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Zimmerpflanzen A-Z - Pflanzenporträts


Kalanchoe • Brutblatt, Flammendes Kätchen





Kalanchoen sind ausnahmslos sukkulente Pflanzen unterschiedlicher Größe und Form. Manche werden hauptsächlich wegen ihrer dekorativen Blätter kultiviert, andere wegen ihrer ausdauernden Blütenstände. Alle haben fleischige Blätter und vertragen deshalb trockene Luft ebenso wie kurze Trockenzeiten. Viele kann man jahrelang kultivieren. K. blossfeldiana, die beliebte blühende Topfpflanze, wird aber meist nach der Blüte weggeworfen, weil sie im Wuchs nachlässt und im Zimmer nicht mehr bereitwillig blüht.

Zur Gattung Kalanchoe gehören auch jene Pflanzen, die ursprünglich der Gattung Bryophyllum zugeordnet wurden. Bei der Kalanchoe stehen die Blüten normalerweise aufrecht, während sie beim Bryophyllum eher herabhängen.

Siehe auch Sukkulenten.

Empfehlenswerte Arten und Sorten

K. beharensis ist eine der prächtigsten Blattpflanzen. Während sie in der freien Natur rund 3 m Höhe erreichen kann, wird sie im Zimmer selten höher als 45-60 cm. Ihre Blätter sind bis zu 30 cm lang, rechteckig oder spatenförmig, an den Rändern gewellt und mit dichten, feinen Haaren bedeckt. Die Haare sind an der Blattoberseite rostbraun. an der Unterseite etwas heller. Während ihrer Entwicklung wirft die Pflanze die unteren Blätter ab und behält schließlich nur noch acht bis zehn Blattpaare im oberen Bereich des gedrungenen, verholzenden Stengels. Sie verzweigt sich kaum und wird später so kopflastig, dass man sie stützen muss. In freier Natur erscheinen rosarote Blüten, in Zimmerkultur dagegen sind sie recht selten.

K. blossfeldiana (Flammendes Käthchen) gibt es kaum noch in der ursprünglichen Art, denn sie wurde durch zahlreiche verbesserte Sorten ersetzt. Es handelt sich um blühende Topfpflanzen, die man in voller Blüte, besonders zur Weihnachtszeit und im Frühjahr, kauft und nach der Blüte wegwirft. Die Pflanze wird 15-35 cm hoch und wächst buschig. Ihre Blätter sind dick und fleischig, dunkelgrün (oft mit rotem Rand), eilänglich-stumpf und werden bis zu 7 cm lang. 20-50 kleine Blüten bilden dichte Trugdolden. Zu den Miniaturformen, die höchstens 15-20 cm hoch werden, gehören die Sorten 'Tom Thumb', 'Vulcan' und 'Norisfeuer'; sie alle bilden rote Blüten. Seltener sind einige gelb- und orangeblühende Sorten. Größere Sorten, wie 'Orange Triumph' und 'Goldrand', sind herrliche Hybriden. Sie blühen alle zwei oder drei Monate lang.

K. daigremontiana (syn. Bryophyllum daigremontianum) bildet einen einzelnen, unverzweigten Stamm von 45-60 cm Länge aus, an dem gegenständige Paare fleischiger, glänzender und lanzettförmiger Blätter sitzen. Diese werden 10-13 cm lang, sind blaugrün und haben purpurrot gefleckte Unterseiten. Die gezähnten Blattränder rollen sich leicht nach innen. Die winzigen Adventivpflänzchen, die in den Lücken zwischen den Zähnen sitzen, haben bereits 1 cm lange Luftwurzeln. An einem Blatt bilden sich während der Vegetationsperiode bis zu 50 solcher Adventivpflänzchen. Die rosaroten Blüten treten nur an erwachsenen Pflanzen auf und sind röhrenförmig, 2,5 cm lang und hängen herab. Sie entwickeln sich von Januar bis März in ziemlich flachen Trugdolden an 30 cm langen Stielen.

K. marmorata ist eine buschige, rund 50 cm hohe Pflanze mit glänzenden, fleischigen Blättern. Sie werden bis zu 10 cm lang, sind verkehrt-eiförmig, blaugrau und haben große, braune Flecken und gezähnte Ränder. Blüten werden selten gebildet.

K. tomentosa ist eine sehr hübsche Blattpflanze mit lockeren Rosetten ovaler Blätter an verholzenden Stengeln, die bis zu 45 cm hoch werden. Die 5-7 cm langen Blätter sind mit feinen, borstigen und meist silbrigen Haaren filzig bedeckt; an manchen Randstellen sind diese Haare jedoch bei jungen Blättern rostig orangerot und bei älteren schokoladenbraun. Blüten werden nur selten ausgebildet.

K. tubiflora (syn. Bryophyllum tubiflorum) hat einen bis zu 90 cm hohen Stengel, kann aber gelegentlich auch kürzere Triebe an der Basis ausbilden. Die Blätter sind zu dritt rund um den Stengel angeordnet und bis zu 13 cm lang. Sie sind wirtelig (quirlformig), kaum 1 cm breit und an der Oberseite mit einer schmalen Rinne versehen. Sie sind blass gelblichgrün bis blaugrün gefärbt und braunviolett gefleckt; an der Spitze eines jeden Blattes sitzen vier oder mehr Adventivpflänzchen. Gegen Ende des Winters treten 2-3 cm lange, orangerote, glockenförmige Blüten in flächen Trugdolden an der Spitze eines 30 cm langen Stengels auf.

Flammendes Käthchen

Kalanchoe blossfeldiana.

Kalanchoe tubiflora.

Kalanchoe beharensis.

Kalanchoe daigremontiana.

Kalanchoe tomentosa.

Kalanchoe marmorata.

Pflege

Licht: Die Pflanzen sollte man an einen hellen Platz, möglichst sogar in ein sonniges Fenster stellen.

Temperatur: Alle Arten gedeihen gut bei normalen Zimmertemperaturen; die vorwiegend wegen ihrer Blätter geschätzten Arten sollte man bei einer eventuellen Winterruhe bei 10-13 °C (niemals unter 8 °C) halten.

Gießen:  Während der Hauptwachstumszeit gießt man sehr vorsichtig nur : viel, dass der Topfballen eben feucht bleibt, zwischen den Wassergaben aber immer etwas antrocknet. Während der restlichen Zeit gibt man nur so viel Wasser, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Vor allem die großen Blattpflanzen wuchern stark und bekommen Wurzelfäule, wenn man sie zu viel gießt.

Vermehrung durch Adventivpflänzchen.

Vorsichtig werden bei K. daigremontiana die Adventivpflänzchen von den Blättern der Mutterpflanze abgepflückt.

Mit einem Bleistift oder Pikierholz pikiert man die Pflänzchen in eine Schale oder in einen Blumentopf.

Düngen: Vom zeitigen Frühjahr bis zum Ende des Sommers verabreicht man alle drei oder vier Wochen einen handelsüblichen Flüssigdünger. K. blossjeldiana düngt man während der Blütezeit alle zwei oder drei Wochen.

Einpflanzen und Umtopfen: Man verwendet eine Erde auf Kompostbasis (siehe detailliert), der eine geringe Menge scharfer Sand oder Perlite zugesetzt wird. Mehrjährig kultivierte Pflanzen sollten im Frühjahr bei Bedarf in etwas größere Töpfe versetzt werden. Ein guter Wasserabzug ist wichtig; man legt deshalb auf den Boden des Topfes eine Schicht Tonscherben. Töpfe mit 12 cm Durchmesser reichen aus, lediglich für K. beharensis braucht man mit der Zeit 20-cm-Töpfe, für K. daigremontiana und K. tubißora 15-cm-Töpfe.

Vermehrung: Alle Arten können durch Kopfstecklinge vermehrt werden. Man schneidet sie im Frühjahr und lässt sie in einem 7-cm-Topf mit einem Gemisch aus Torf und Sand bewurzeln. Die Töpfe stellt man an einen hellen, warmen Platz. Sobald die oberste Schicht der Erde angetrocknet ist, wird nachgegossen. Bei neuem Austrieb, nach erfolgreicher Bewurzelung, setzt man die jungen Pflanzen in Töpfe mit bereits genannter Erdmischung oder mit Einheitserde um. Diese Töpfe müssen den Wurzeln bequem Platz bieten. Danach behandelt man die Jungpflanzen wie ausgewachsene Exemplare weiter.

Da an den Trieben von K. beharensis bis zu 30 cm lange Blätter sitzen, ist es schwierig, diese als Stecklinge zu verwenden. Man zieht deshalb neue Pflanzen dieser Art aus Blättern heran. Dazu wird ein reifes und gesundes Blatt abgenommen und mit einer Rasierklinge ein Streifen vom Außenrand weggeschnitten, um das innere Gewebe freizulegen. Das Blatt verankert man mit einem Drahthaken auf einer Unterlage aus feuchtem Sand oder beschwert es mit kleinen Steinen. Es entstehen dann kleine Pflänzchen an den beschnittenen Rändern. Man kann solche Pflänzchen aber auch heranziehen, solange sich das Blatt noch an der Mutterpflanze befindet, indem man ein Stück vom Außenrand wegschneidet und drei bis vier Einschnitte vom Rand zur Blattmitte macht. Sobald die nach einer der beiden Methoden herangezogenen Pflänzchen 2 cm oder größer sind, löst man sie vorsichtig vom Blatt ab und drückt sie zur weiteren Bewurzelung behutsam in ein angefeuchtetes Gemisch aus Torf und Sand; anschließend können sie umgetopft und wie ausgewachsene Pflanzen weiterbehandelt werden.

Bei K. blossjeldiana lohnt sich die Vermehrung nicht, denn sie ist im Zimmer nur schwer zur Blüte zu bringen. Man kauft sie am besten mit Blüten und Knospen.

Es ist auch möglich, junge Pflänzchen an der Basis der älteren Pflanzen aus der Erde zu nehmen, in 5- bis 7-cm-Töpfe mit Blumen- oder Einheitserde zu setzen und wie ausgewachsene Pflanzen weiterzukultivieren. Man kann auch Adventivpflänzchen von den Blättern abnehmen und vorsichtig flach in Einheitserde oder normale Blumenerde pikieren. Später werden sie in größere Töpfe verpflanzt.

Schädlinge und Krankheiten: Siehe Gesunde Zimmerpflanzen.



      





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