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Zimmerpflanzen A-Z - Pflanzenporträts


Chamaecereus • Zwergcereus


Chamaecereus • Zwergcereus


Von der Gattung Chamaecereus ist nur C. silvestrii als Zimmerpflanze wichtig. Die jungen Triebe dieses Zwergcereus aus Westargentinien gleichen zunächst Erdnüssen. Sie wachsen zu fingerartigen zylindrischen Stämmen heran, die blassgrün, sehr weich und durch acht bis zehn schmale Längsrippen unterteilt sind. Die Haupttriebe werden etwa 15 cm lang und 1,5 cm breit, wachsen meist kriechend und bilden kleinere Seitensprosse. Dieser Kaktus breitet sich so schnell aus, dass er in zwei Jahren die Oberfläche eines 15-cm-Topfes ganz bedeckt. In den kleinen Areolen, die sich in dichter Reihe auf den Rippen befinden, sitzen 10-15 kurze, weißliche Dornen. Die dunkelscharlachroten, schalenförmigen, 2-3 cm großen Blüten entwickeln sich im zeitigen Sommer aus den Areolen. Die Einzelblüte hält nur einen Tag; dennoch steht die Pflanze während der zwei bis drei Wochen ihrer Blühzeit in einem reichen Flor.

Aus Kreuzungen mit Kakteen der Gattung Lobivia entwickelten sich die hübschen C.-Silvestrii-Hyhnden mit verschiedenfarbigen Blüten - gelb, orangerot, rot und purpurfarben -, die meist ohne nähere Bezeichnung als Zwergcereen der jeweiligen Blütenfarbe angeboten werden. Ihre Triebe sind häufig kräftiger, aufrechter und wachsen langsamer als bei C. silvestrii.

Unter den Kulturformen befindet sich auch die Sorte 'Lutea' mit blassgelben anstelle von grünen Trieben. Dieser Pflanze fehlt das für den Stoffwechsel lebenswichtige Blattgrün, das Chlorophyll. Sie bildet deshalb keine eigenen Wurzeln, sondern muss auf einen anderen Kaktus, z. B. einen Säulenkaktus, gepfropft werden. In allen anderen Merkmalen - einschließlich der scharlachroten Blüten, die im Kontrast zu den gelben Trieben besonders attraktiv aussehen - unterscheidet sich diese Pflanze nicht von einem normalen Zwergcereus. Sie kann nicht durch Stecklinge vermehrt werden, sondern man kauft bereits gepfropfte Jungpflanzen beim Gärtner.

Siehe auch Kakteen.

Zwergcereus Chamaecereus silvestrii.

Chamaecereus • Zwergcereus - Sorte 'Lutea'

Blüte einer Chamaecereus-Süvestrü-Hybride.

Zwergcereus Chamaecereus silvestrii.

Da die Sorte 'Lutea' gelbe Stämme ohne Chlorophyll besitzt, muss sie, wie hier gezeigt, auf einen grünen Kaktus gepfropft werden, der beide mit Nahrung versorgt.

Blüte einer Chamaecereus-Süvestrü-Hybride.

Pflege

Licht: C. silvestrii braucht direktes Sonnenlicht. Gutgewachsene, hübsche und reich blühende Exemplare erhält man, wenn man die Pflanze möglichst nahe an das sonnigste Fenster stellt.

Temperatur: In der Hauptwachstumszeit ist die Pflanze bei normalen Zimmertemperaturen gut untergebracht. Zu anderen Zeiten verträgt dieser Kaktus sogar Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt. Darauf sollte man es jedoch nicht ankommen lassen. Ideal ist eine Winterruhe an einem kühlen Standort bei nicht mehr als 8 °C.

Gießen: Während des Hauptwachstums wird gleichmäßig gegossen, so dass der Wurzelballen durchgehend feucht ist, die oberste Erdschicht jedoch zwischen den Wassergaben etwas abtrocknet. Während der Ruheperiode schränkt man das Gießen je nach Temperatur ein. Steht ein Chamaecereus sehr kühl (unter 4 °C), wird er im Winter überhaupt nicht gegossen; in wärmeren Räumen braucht er gerade so viel Wasser, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. In keinem Fall sollte die Pflanze in den Monaten mit kurzen, lichtarmen Tagen zum Wachsen angeregt werden.

Düngen: Lediglich in der Hauptwachstumszeit verabreicht man Kakteen- oder anderen Blumendünger — und zwar einmal im Monat, falls die Pflanze in einer Mischung auf Kompostbasis kultiviert wird, und alle zwei Wochen, wenn es sich um eine Kulturerde auf Torfbasis handelt.

Einpflanzen und Umtopfen: Man verwendet ein Erdgemisch auf Kompost- oder Torfbasis (siehe detailliert), dem zur besseren Dränage ein Drittel scharfer Sand oder Perlite zugesetzt wird. Da dieser Kaktus ein flaches Wurzelsystem bildet und sich schnell ausbreitet, setzt man ihn am besten in ein breites und 7-8 cm tiefes Gefäß; tiefe Saatschalen sind für große Exemplare ideal. Stehen die Triebe zu dicht, setzt man die Pflanzen im Frühjahr in ein größeres Gefäß, oder man teilt sie in mehrere kleine Exemplare.

Vermehrung: Vermehrung Da C. silvestrii keine Samen ausbildet, muss man ihn durch Stecklinge vermehren, was nicht schwer ist. Man schneidet einen etwa 5 cm langen Trieb von der Pflanze ab und legt ihn in einen 5- oder 7-cm-Topf waagrecht auf die Erdfläche. Man kann auch mehrere Stecklinge in Abständen von 7-10 cm in eine große Saatschale legen. Auf dem gleichen Erdgemisch und unter den gleichen Bedingungen wie bei der Elternpflanze kommt es bald zu neuem Austrieb, und die jungen Pflanzen sind oft schon im nächsten Sommer blühfähig.

Beim Umgang mit der Pflanze brechen häufig kleine Triebe ab, die man gebrauchen kann, denn sie bewurzeln sich fast zu jeder Zeit. Im Gegensatz zu Stecklingen anderer Kakteen braucht man die Schnittflächen vor dem Einpflanzen nicht einige Tage lang antrocknen zu lassen, denn die Ansatzstellen zwischen den einzelnen Trieben sind so schmal, dass an den Bruch- oder Schnittstellen kaum Fäulnisgefahr besteht.

Schädlinge und Krankheiten: Siehe Gesunde Zimmerpflanzen.



      

Chamaecereus • Zwergcereus





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