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Miltonia • Miltonie





Die Gattung Miltonia umfasst nur 40 Arten. Es sind aber zahllose sogenannte Miltonia-Hybriden gezüchtet worden.

Diese epiphytischen Orchideen mit ihren großen, ausgebreiteten Blüten, die eine Ähnlichkeit mit Stiefmütterchen oder Veilchen haben, sind unverkennbar. Ihre ovalen oder länglichen, oft seitlich zusammengedrückten Pseudobulben werden rund 5-10 cm lang und 3 cm breit, jedoch nur 12 mm dick. Aus den Spitzen dieser meist glatten, glänzenden, graugrünen Pseudobulben entwickeln sich ein bis drei hellgrüne, meist lange, schmale und elegant gebogene Blätter.

An der Basis der Pseudobulben entspringen 15-45 cm lange, aufrecht wachsende Blütenschäfte, die ein bis zehn kurzstielige Blüten tragen. Vor allem bei den Hybriden haben die Blüten eine samtartige Struktur. Die Petalen und Sepalen sind länglich und haben oft zurückgebogene Spitzen. Je nach Art oder Sorte sind die Blüten 5-10 cm breit. Sie sind kräftig gefärbt, meist mit einem kontrastierenden Fleck im oberen Teil der großen, breiten Lippe. Bei vielen Sorten duften die Blüten süßlich. Die Hauptblütezeit liegt je nach Art zwischen dem Frühjahr und dem Herbst. Die Einzelblüten halten vier bis fünf Wochen.

Die Miltonie legt keine ausgeprägte Ruheperiode ein und gedeiht im Zimmer unter geeigneten Bedingungen das ganze Jahr hindurch gleich gut. Da sie aber auf Temperaturschwankungen empfindlich reagiert, ist es ratsam, sie in eine Pflanzenvitrine oder in ein geschlossenes Blumenfenster zu stellen (siehe Pflanzen an Fenstern). Da es sehr viele Miltonien gibt, die sich für die Zimmerkultur besonders eignen, sind als Beispiele für diese Gattung einige Arten und Sorten ausgewählt worden, deren Zimmerkultur verhältnismäßig einfach ist. Der Zimmergärtner ist gut beraten, wenn er sich schon blühende Exemplare anschafft.

Siehe auch Orchideen.

Miltonia-Hybriden.

Empfehlenswerte Arten und Sorten

M. clowesii hat etwa 5-8 cm lange, mehr oder weniger auseinandergerückte Pseudobulben. Die Blätter erreichen eine Länge von etwa 20-30 cm, und der aufrechte, zwei- bis siebenblumige Blütenschaft wird 30-40 cm lang. Die 5-7 cm breite Einzelblüte ist bräunlichgelb, dunkelbraun gefleckt und gestreift. Die Hauptblütezeit liegt zwischen August und November.

M. spectabilis hat 7-10 cm lange, ovale Pseudobulben, die zwei bis zu 15 cm lange, schmal-zungenförmige Blätter tragen. An den 15-20 cm langen Blütenstielen sitzen einzelne bis zu 10 cm breite Blüten. Die Blütenfarbe kann unterschiedlich sein; die Petalen und Sepalen sind jedoch meist weiß oder cremefarben, und die Lippe ist dunkel-weinrot mit sechs bis acht dunkleren Längsadern. Die Ränder der Lippe sind gewellt und weiß oder blassrosa gesäumt. Die Blüten erscheinen meist im Spätsommer oder im zeitigen Herbst. Die verbreitetere Sorte 'Moreliana' hat braunrote bis purpurfarbene Petalen und Sepalen und eine dunkelweinrote Lippe, die stärker geädert ist als die der Ursprungspflanze.

M. warscewiczii hat dunkelgrüne, bis zu 10 cm lange Pseudobulben, die ein einzelnes zungenförmiges, bis zu 18 cm langes Blatt ausbilden. Die bis zu 30 cm langen Blütenschäfte sind mit mehreren rund 5 cm breiten Blüten besetzt. Die Petalen und Sepalen sind zimtbraun mit gelben Spitzen und haben gewellte Ränder. Die breit-ovale Lippe ist hellviolett und weiß gerandet und hat einen braunen Mittelfleck. Die Hauptblütezeit liegt im März und April. Die weißblühende Sorte 'Alba' hat einen lilafarbenen Fleck auf der Lippe; die Sorte 'Xanthina' hat reingelbe Blüten, deren Sepalen und Petalen lediglich einen weißen Rand besitzen.

Pflege

Licht: Während der meisten Zeit des Jahres gedeihen Miltonien am besten bei mittleren Lichtverhältnissen. Bei direkter Sonnenbestrahlung vergilben die Blätter. Während der kurzen Wintertage stellt man die Pflanzen jedoch an einen hellen Platz, der am Morgen oder am späten Nachmittag zwei bis drei Stunden direkter Sonne ausgesetzt ist.

Temperatur: Man hält eine Tagestemperatur von 21 °C und eine Nachttemperatur von 18 °C ein. Die Temperatur darf 24 °C nicht überschreiten oder unter 17 °C fallen. Hohe Luftfeuchtigkeit ist äußerst wichtig. Man stellt deshalb die Pflanzen in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine und besprüht sie jeden Morgen mit Wasser.

Gießen: Man gießt mäßig und lässt die oberste Schicht der Erde zwischen den Wassergaben abtrocknen. Am besten wird zeitig am Tag gegossen, damit die Blätter bis zum Abend wieder abgetrocknet sind.

Düngen: Man verwendet einen stickstoffreichen Orchideen- oder Blumendünger, der in den wärmeren Monaten mit jeder dritten oder vierten Wassergabe und in der übrigen Zeit mit jeder sechsten oder achten Wassergabe verabreicht wird.

Einpflanzen und Umtopfen: Es eignen sich die für epiphytische Orchideen empfohlenen Erden (siehe Orchideen). Man pflanzt Miltonien in den kleinst-möglichen Topf, der noch zwei oder drei weiteren Pseudobulben Platz bietet. Umgetopft wird nur bei Bedarf und möglichst im Sommer, unmittelbar nach der Blüte.

Vermehrung: Ist die Pflanze zu groß und unhandlich geworden, kann man sie im Sommer teilen, indem man das Rhizom in Stücke zerschneidet, die mindestens zwei Pseudobulben haben. Diese Teilstücke werden in den kleinst-möglichen Topf in angefeuchtete Erde gepflanzt. Die Töpfe stellt man an einen hellen Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung. Die Pflanzen werden während der ersten vier Wochen nicht gegossen, sondern lediglich jeden Tag leicht mit Wasser besprüht. Danach behandelt man die Jungpflanzen wie ausgewachsene Orchideen.

Schädlinge und Krankheiten: Siehe Gesunde Zimmerpflanzen.

Besondere Hinweise: Vertrocknete Blüten und Blätter werden sofort entfernt. Sie hinterlassen hässliche Flecken, wenn sie mit gesunden Blättern in Berührung kommen.

Schwarze Flecken an den Blättern lassen erkennen, dass die Temperatur zu stark gefallen ist. Man Mus sie dann erhöhen oder die Luftfeuchtigkeit verringern.



      





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