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Zimmerpflanzen A-Z - Pflanzenporträts


Echeveria • Echeverie





Echeverien reichen von sehr kleinen, buschigen Sträuchern bis zu niedrigen, stammlosen Stauden. Sie unterscheiden sich jedoch nicht nur in der Form, sondern auch in Größe, Aussehen, Blattfärbung und Gewebestruktur stark voneinander.

Die fleischigen Blätter dieser sukkulenten Pflanzen stehen in Rosetten und sind meist bereift. Der wachsartige Überzug kann durch Berührung beschädigt werden. Manche Echeverien haben behaarte Blätter. Die feine Behaarung tritt vereinzelt auch an den Trieben auf. Alle Blätter brechen leicht an der Ansatzstelle ab, wenn man unvorsichtig an die Pflanze stößt. Im Alter vertrocknen die Blätter; man kann sie dann leicht ablösen.

Kurz nach der Ruheperiode im Winter - gelegentlich auch im Frühsommer - entspringen den Blattachseln im Zentrum der Rosette glockenförmige Blüten. Sie sitzen meist an dünnen Stielen und sind in Form von Trugdolden oder Wickeltrauben angeordnet, die zunächst eingerollt sein können und sich später aufrichten. Die Einzelblüten öffnen sich nacheinander - zuerst unten an der Traube oder Dolde, später oben.

Die Bezeichnung der Sorten ist zuweilen verwirrend. In neuerer Zeit wurden zahlreiche Hybriden gezüchtet, zu denen auch Kreuzungen zwischen der Gattung Echeveria und anderen Gattungen derselben Familie gehören. Bei ihrer Benennung kombinierte man die Namen der Gattungen der Elternpflanzen - so bezeichnet man mit X Pachyveria Kreuzungen zwischen Echeveria und Pachyphytum. Außerdem werden mehrere Arten, die früher zu den Echeverien gehörten, jetzt anderen, weniger bekannten Gattungen (Dudleya oder Pachyphytum) zugeordnet, so dass einige bekannte Pflanzen jetzt mit ungewohnten Namen bezeichnet werden. Bei den Echeverien selbst unterscheiden sich manche Formen und Sorten im Aussehen beträchtlich von der Ursprungspflanze. So etwa, wenn sie gewellte Blattränder haben oder kammförmige Rosetten (Cristata-Bildungen, sogenannter Hahnenkamm) bilden.

(Siehe auch Sukkulenten).

Empfehlenswerte Arten und Sorten

E. agavoides hat fleischige, dreieckig-eiförmige, 3-7 cm lange Blätter, die eine dichte Rosette mit einem maximalen Durchmesser von 12 cm bilden; die hellapfelgrünen Blätter laufen spitz zu und haben eine braune, stechende Endspitze; ihnen fehlt die übliche Bereifung. Stellt man die Pflanze in volles Sonnenlicht, können die Blätter, vor allem an den Rändern, einen rötlichen Ton annehmen. Die im Frühjahr gebildeten orangeroten Blüten haben gelbe Spitzen. Die interessante Sorte 'Cristata' ist wie ein großer Hahnenkamm geformt.

E. derenbergii hat einen kurzen Stamm mit ein oder mehreren, fast kugeligen Rosetten. Neue Rosetten entwickeln sich beständig aus den Blattachseln der Hauptpflanze. Die breitspateligen, blaugrünen Blätter sind 2-4 cm lang, silbrig bereift und haben rote Spitzen. Die mehrtriebigen Pflanzen bilden flache Kissen aus fleischigen Blättern und entwickeln zahlreiche Ableger. Aufgebogenen, bis zu 8 cm langen Blütensprossen sitzen rotgelbe bis zunderrote Blüten. Mehrere solcher Stengel entspringen den einzelnen Rosetten im Frühjahr und zeitigen Sommer. Die Sorte 'Doris Taylor' ist eine Hybride mit kurzem, dunkelrotem Stamm, der zwei (selten auch drei) Rosetten mit 17 cm Durchmesser bildet. Ihre spateligen Blätter sind blaßgrün (zeitweise an der Spitze rot), bis zu 5 cm lang und mit weichen, weißen Haaren bedeckt. Im Spätsommer erscheinen orangerote Blüten an knapp 40 cm langen Schäften.

E. elegans bildet eine dichte, stammlose Rosette von 10 cm Durchmesser. Die ausgewachsenen Pflanzen treiben Ableger an langen Ausläufern, die unterhalb der Blätter in Bodennähe entspringen und kleine Rosetten bilden. Die Blätter sind spatelig und nach oben gewölbt, 2-5 cm lang, hellblaugrün mit starker weißer Bereifung und nahezu transparenten Rändern. Im Sommer erscheinen rosarote und gelbe Blüten an rosaroten, bis zu 30 cm langen Schäften.

E. gibbiflora ist ein kräftiger, bis zu 30 cm hoher Halbstrauch mit einem nur wenig verzweigten Stamm. Die Blätter sind verkehrt eispatelig, 17 bis 20 cm lang, graugrün und meist trübrot überlaufen. Sie bilden eine dichte Rosette an der Spitze eines gedrungenen Stamms. E.g. var. carunculata bildet eine lockere Rosette und hat höckerige oder blasenartige Wucherungen an den Blättern; E.g. var. crispata hat gewellte Blattränder, und die Blätter von E.g. var. metallica sind metallisch bronzefarben.

Die hellroten Blüten aller dieser Pflanzen erscheinen im Winter an 30-50 cm langen Blütensprossen, die in der ganzen Länge mit kleinen Blättern besetzt sind.

E. harmsii (früher auch Oliveranthus elegans) wächst wesentlich aufgelockerter als die meisten übrigen Echeverien. Es handelt sich um einen vielästigen, 30-50 cm hohen Strauch mit weichhaarigen Stämmchen. Die an den Spross-spitzen rosettig gehäuften, lanzettlich-spateligen, mittelgrünen Blätter mit schmalem braunem Rand haben eine kurze, weiche Behaarung. Die 2-3 cm langen Blüten, die an 15 cm langen Schäften im späten Frühjahr und zeitigen Sommer erscheinen, bilden meist keinen Blütenstand, sondern stehen einzeln. Die scharlachroten Blüten haben gelbe Spitzen.

E. leucotricha ist eine halbstrauchige Pflanze mit hellgrünen, lanzettlichen, dicken Blättern, die 5-7 cm lang werden und mit feinen, weißen, borstigen Haaren besetzt sind. In hellem Licht nehmen die Blattspitzen, vor allem unmittelbar nach der Ruheperiode, eine leuchtendrötlichbraune Färbung an. Die vielverzweigte Pflanze wächst langsam bis zu einer Höhe von 20 cm heran und bildet im Frühjahr und Sommer rote Blüten als lockere Ähren an kurzen Stielen aus, die dem Rand der Rosetten entspringen.

E. setosa bildet meist eine niedere, dichte Rosette mit dicken, weichen, 7 cm langen und keulig-spateligen Blättern. Diese und die kurzen Blütenstiele, an denen im Sommer hochrote Blüten mit gelben Spitzen erscheinen, sind dicht mit feinen, silbrigen Haaren besetzt.

Echeveria derenbergii. Echeveria harmsii. Echeveria gioomora var. carunculata.

Echeveria setosa. Echeveria agavoides. Echeveria elegans.

Pflege

Licht: Man stellt die Pflanzen stets an einen sehr hellen Ort, wo die Sonne auch direkt auf sie fällt. Bei unzureichenden Lichtverhältnissen ist das Wachstum schütter und unnatürlich.

Temperatur: Während der Hauptwachstumszeit gedeihen Echeverien bei normalen Zimmertemperaturen gut. Während der Ruheperiode im Winter sorgt man möglichst für Temperaturen zwischen 13 und 16 °C.

Gießen: Während des Hauptwachstums gießt man mäßig und feuchtet den Topfballen jeweils nur etwas an. Außerdem lässt man vor der nächsten Wassergabe die Erde stärker abtrocknen. Diese kurze Trockenperiode fördert die kräftige Blattfärbung und die typische Wuchsform der Pflanze, während zu kräftiges Gießen ein weiches, unharmonisches Wachstum und Fäulnis zur Folge hat. Auf die Blätter soll kein Wasser kommen, denn die Tropfen hinterlassen hässliche Flecken oder Faulstellen. Nieder wachsende Echeverien bedecken den Topf vollständig und können nur von unten gewässert werden. Man stellt sie ein bis zwei Stunden lang in flache Untersetzer mit Wasser, bis die Erde gründlich angefeuchtet ist.

Während der Ruheperiode gießt man nur so viel, dass die Erde nicht austrocknet. Das genügt, um die Blätter vor dem Schrumpeln und Vertrocknen zu bewahren.

Düngen: Während des Hauptwachstums gibt man alle zwei Wochen einen handelsüblichen Flüssigdünger in schwacher Konzentration.

Einpflanzen und Umtopfen: Man verwendet eine Erde aus einem Teil scharfem Sand oder Perlite und vier Teilen Komposterde (siehe detailliert). Jüngere Pflanzen werden jedes Frühjahr in etwas größere Töpfe gesetzt, ältere Exemplare können zwei Jahre lang im gleichen Topf bleiben. Für niedrig wachsende Pflanzen eignen sich Schalen oder halbhohe Töpfe.

Zur Verbesserung der Dränage legt man auf den Boden der Töpfe einige Tonscherben. Damit keine Fäulnis eintritt, darf man die kurzen, stammlosen Arten beim Umtopfen nicht tiefer als zuvor einpflanzen. Eine Schicht scharfer Sand oder Perlite auf der Erde lässt das Wasser besser abziehen und schützt die untersten Blätter vor der feuchten Erde. Auch wenn manche Echeverien Luftwurzeln bilden, braucht man sie deshalb nicht umzutopfen.

Vermehrung: Echeverien vermehrt man durch Samen (langsamste Methode), Blattstecklinge, Rosetten oder Ableger.

Da Rosetten oder Ableger bereits nahezu fertig ausgebildete Pflanzen sind, geht es damit am schnellsten. Man löst sie, wenn sie einen Durchmesser von 2-3 cm haben, vorsichtig von der Mutterpflanze, ohne diese zu beschädigen. Die unteren Blätter entfernt man, damit sie später auf der feuchten Erde nicht faulen; die Rosettenstiele schneidet man auf 2 cm zurück. Dann steckt man die Rosetten oder Ableger in einen Topf mit dem bereits empfohlenen Erdgemisch. Eine auf die Oberfläche gebrachte Schicht scharfer Sand fordert die Bewurzelung, denn der Sand verteilt sich um den Stiel, wenn man die Rosette oder den Ableger vorsichtig in die leicht angefeuchtete Erde drückt.

Meist sind die jungen Pflanzen nach zwei Wochen bewurzelt, wenn man sie bei normaler Zimmertemperatur an einen hellen Platz stellt und nur so viel gießt, dass der Topfballen nicht vollständig austrocknet.

Die kammförmigen Arten bilden nur selten Ableger (Seitenrosetten) und verlieren ihr typisches Aussehen, wenn man sie durch Stecklinge vermehrt.

Vermehrung von rosettenbildenden Arten

Man schneidet eine Rosette mit einem Stückchen Stiel von der Pflanze ab.

Mit einem scharfen Messer kürzt man den Stiel der Rosette auf 2 cm ein.

Scharfer Sand in unmittelbarer Nähe des Stiels fördert die Bewurzelung.

Diese Echeverien teilt man deshalb zur Vermehrung in Teilpflanzen auf, die man dann wie Stecklinge behandelt.

Das Betupfen einzelner Wolläuse mit Spiritus ist zwar eine langwierige Arbeit, jedoch die beste Art, mit diesen Schädlingen bei dichten Blattrosetten fertigzuwerden.

Echeverien, die nur selten Seitenrosetten ausbilden, kann man durch Blattstecklinge vermehren. Man wählt dazu ein Blatt, das auch an den Rändern noch gesund und fleischig ist. Es kann von einem beliebigen Teil der Pflanze stammen, sogar vom Blütentrieb jener großwüchsigen Arten wie E. gibbiflora, deren Hauptrosette aus nur wenigen Blättern besteht. Man trennt das Blatt vorsichtig von der Mutterpflanze und legt es in eine flache Schale mit leicht angefeuchteter Komposterde (siehe Seite 428), auf die eine knapp 1 cm hohe Schicht scharfer Sand oder Perlite gestreut wurde. Dann stellt man den Steckling ohne Abdeckung an einen hellen, vor direktem Sonnenlicht jedoch geschützten Platz und gießt nur so viel, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Nach zwei bis drei Wochen bilden sich an der Basis des Blatts Wurzeln, die in den Boden eindringen. An der bewurzelten Stelle entwickelt sich bald danach ein kleines Pflänzchen. Sobald die Wurzeln in die Erde eingedrungen sind, gießt man gleichmäßig, so dass die Erde leicht feucht bleibt. Ist das Pflänzchen dann wüchsiger, kann es in einen Topf umgesetzt und wie ein ausgewachsenes Exemplar weiterbehandelt werden.

Blattstecklinge einiger Arten - etwa von E. leucotricha - bilden keine neuen Pflänzchen aus.

Besondere Hinweise: Die bei den meisten Echeverien sehr dicht stehenden Blätter bieten ausgezeichnete Schlupfwinkel für Wolläuse (siehe Schädlinge), die erst dann zu erkennen sind, wenn sie bereits größeren Schaden angerichtet haben. Man kann sie durch direktes Betupfen mit Spiritus mit Hilfe eines spitzen Pinsels töten.



      





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