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Zimmerpflanzen A-Z - Pflanzenporträts


Philodendron erubescens • Rotblättriger Philodendron





Die meist kletternden Pflanzen dieser großen Gattung schätzt man wegen ihrer auffälligen, oft interessant geformten und gefärbten, ledrigen Blätter. Blüten sind bei Topfpflanzen nur selten zu erwarten. In ihrer tropischen Heimat klettern die Triebe der meisten Arten an den Stämmen und Ästen von Bäumen empor, an deren Rinde sie sich mit ihren Luftwurzeln anklammern. Die Pflanze kann mit den Luftwurzeln, die in den Blattknoten ausgebildet werden, auch Nährstoffe aufnehmen. In der Hauptsache deckt sie aber ihren Nährstoffbedarf durch ihre im Boden lebenden Wurzeln. Im Zimmer können die kletternden Arten 2-2,5 m hoch werden, wenn man sie an Holz- oder Moosstäben zieht (siehe Besondere Hinweise). Einige kleinblättrige Arten kultiviert man häufig auch als Ampelpflanzen. Die wenigen nicht kletternden Arten bilden einen kurzen, gedrungenen Stamm aus, an dem eine lockere Blattrosette sitzt.

Die meist glänzendgrünen, gelegentlich an der Unterseite rot getönten Blätter unterscheiden sich nicht nur je nach Art in Größe und Form sehr, sondern bei einigen auch je nach Alter. Sie können herz-, lanzett-, pfeil- oder spatenförmig sein und mögen einen glatten, etwas eingeschnittenen oder auch so tief gelappten Rand haben, dass sie gefiedert erscheinen. Bei einigen Arten sind die ausgewachsenen Pflanzen völlig anders geformt als Pflanzen im jugendlichen Stadium. Das sollte man beim Kauf junger Pflanzen bedenken, damit man nicht enttäuscht ist, wenn sie sich später vielleicht zu einer altbekannten Art auswachsen.

Empfehlenswerte Arten und Sorten

1 P. wendlandii     2 P. bipinnatifidum

3 P. bipennifolium    4 P. melanochrysum

P. bipennifolium ist eine Kletterpflanze, die, von starken Stäben gestützt, schnell 2 m hoch wird. Die bei der Jungpflanze annähernd herzförmigen Blätter werden im Alter mehr speerförmig mit zwei ausgeprägten Lappen am Stielende. Diese ledrigen, hellolivgrünen, bis zu 35 cm langen und 20 cm breiten Blätter sitzen an 30 cm langen Stielen.

P. bipinnatifidum, eine große, nicht kletternde Art, wird im Topf bis zu 1,2 m hoch. Die etwa ei-herzförmig-pfeilförmigen, dunkelgrünen, rund 40 cm langen und ebenso breiten Blätter sitzen an 40-55 cm langen Stielen und bilden eine lockere Rosette, die von der Kronenmitte ausstrahlt. Die Blätter bestehen scheinbar aus Fiedern, sind jedoch nicht ganz bis zur Mittelrippe eingeschnitten. Die Pflanze bildet mit der Zeit einen kurzen, dicken Stamm aus. Die Blätter sind im Jugendstadium mehr herz- als pfeilförmig, und ihre Ränder sind nur leicht eingeschnitten.

P. 'Burgundy' ist eine Hybride aus verschiedenen Arten. Die Pflanze klettert mit einem jährlichen Zuwachs von 7-15 cm recht langsam und braucht zur Unterstützung meist nur kurze Stäbe. Sie wird nicht so hoch wie breit, denn ihr dichtes Laub steht an 30 cm langen, waagrechten Blattstielen. Diese und der gedrungene Stamm, an dem sie sitzen, sind rot. Die lanzettlichen, 30 cm langen, 10 cm breiten Blätter sind an der Oberseite olivgrün und an der Unterseite dunkelburgunderrot. In den ersten Wochen ihres Jugendstadiums sind sie hellrot.

P. elegans hat kletternde Triebe, die an Stäben 60 cm lang werden können. An etwa 30 cm langen Stielen sitzen eiförmige, 40 cm lange, 30 cm breite, tief fiederschnittige Blätter, deren 2-3 cm breite Abschnitte sichelförmig gebogen sind.

P. erubescens (Foto oben), eine attraktive Kletterpflanze, wird bei ausreichender Abstützung nahezu 2 m hoch. Die pfeilförmigen, 40 cm langen, 18 cm breiten Blätter haben eine glänzende, dunkelgrüne Oberseite und eine kupferfarbene Unterseite. Die 25 cm langen Blattstiele und der Stamm sind purpurrot gefärbt.

P. imbe wird bereits nach wenigen Jahren, durch starke Stäbe abgestützt, 2,5 m hoch. Die dünnen, aber derben, 25 cm langen, 12 cm breiten, mittelgrünen Blätter sind länglich-pfeilförmig. Sie sitzen an 30 cm langen Blattstielen, die sich vom Stamm waagrecht ausbreiten. Bei manchen Sorten ist an den Blattstielen und an den Blattunterseiten ein zarter, roter Anflug zu erkennen.

P. laciniatum klettert so langsam, dass auch bei mehrjährigen Pflanzen meist ein 1,2 m hoher Stab zur Unterstützung ausreicht. Die glänzenden, mittelgrünen, rund 25 cm langen, 17 cm breiten Blätter sitzen an bis 40 cm langen Blattstielen. Das drei- oder fünfteilige Blatt hat am Blattende einen lanzenformigen Lappen; die zwei oder vier restlichen Lappen können nochmals unterteilt sein.

P. melanochrysum (im Handel oft P. andreanum genannt), eine langsam wachsende Kletterpflanze, wird etwa 2 m hoch. Ihre im Jugendstadium ei-herzförmigen Blätter verlieren ihre Einbuchtungen und werden im Alter tief herzförmig, fast pfeilförmig verlängert. Die dann bis zu 60 cm langen und 25 cm breiten Blätter sind oben samtartig bronzegrün mit auffallend hellgrüner Äderung. Sie hängen von 45 cm langen Stielen herab, die in halbaufrechter Stellung vom Stamm abgehen. Die Pflanze wirkt am besten an einem feuchten Moosstab.

P. scandens ist die beliebteste kleinblättrige, kletternde Art und gleichzeitig eine der anspruchslosesten Zimmerpflanzen. An ihren schlanken Trieben sitzen breit-herzförmige, 10 cm lange und 7 cm breite Blätter mit 5-7 cm langen Stielen. Die Blätter laufen spitz zu und sind im jugendlichen Stadium leicht bronzefarben und nahezu durchscheinend, färben sich aber bald dunkelgrün. Man kann diese Art als Kletterpflanze oder Hängepflanze kultivieren, je nachdem ob man die langen Triebe an Stäben hochzieht oder über den Rand von Töpfen oder Ampeln herabhängen lässt. Es wird empfohlen, die Triebspitzen regelmäßig auszubrechen, damit die Pflanze buschig wächst. Die Triebe werden sonst zu lang, und die Pflanze verliert ihr schönes Erscheinungsbild.

P. selloum, eine nicht kletternde Art, bildet Blattrosetten, die später einem kurzen, dicken Stamm entspringen. Die 70-90 cm langen und 30-70 cm breiten Blätter sitzen an gebogenen, 50-90 cm langen Stielen. Diese Art sieht sehr ähnlich aus wie

P. bipinnatifidum, nur sind ihre Blätter in der Regel kleiner und weniger stark eingeschnitten. Ein typischeres Unterscheidungsmerkmal sind die parallelen, durchscheinenden Flecken, die auf beiden Seiten des Blattes sichtbar sind und häufig zum Rand auslaufen.

P. wendlandii ist eine nicht kletternde Art mit 30-45 cm langen, lanzettlichen Blättern an 15-20 cm langen Stielen. Die glänzenden, dunkelgrünen Blätter haben ausgeprägte Mittelrippen.

Pflege

Licht: Man stellt Philodendren an einen hellen, nicht vollsonnigen Platz. Zwar vertragen sie auch ungünstige Lichtverhältnisse, aber ihre Triebe werden dann unnatürlich lang, und die Pflanzen verlieren ihren charakteristischen kompakten Wuchs sowie die auffällige Blattfärbung.

Temperatur: Die Pflanzen gedeihen bei normalen Raumtemperaturen. Die Mindesttemperatur beträgt 13 °C.

Gießen: Zur Zeit des Hauptwachstums gießt man gleichmäßig und lässt die oberste Schicht der Erde zwischen den Wassergaben abtrocknen. Während der kurzen Ruheperiode im Winter gibt man nur so viel Wasser, dass der Ballen nicht ganz austrocknet.

Düngen: Während des Hauptwachstums gibt man alle zwei Wochen einen handelsüblichen Flüssigdünger in üblicher Konzentration.

Einpflanzen und Umtopfen: Man verwendet ein Gemisch aus gleichen Teilen Komposterde und Lauberde oder grobem Torf. Nur wenn der Ballen ganz durchwurzelt ist, verpflanzt man außerhalb der kurzen Ruhezeit in größere Gefäße. Größere als 25- oder 30-cm-Töpfe wird man nicht verwenden. (Siehe detailliert).

Das beste Pflanzgefäß für große Exemplare der drei nicht kletternden, großblättrigen Arten - P. bipinnatifidum, P. selloum und P. wendlandii - sind kleine Plastik- oder Holzkübel mit 30-35 cm Durchmesser. Solche Pflanzkübel haben einen breiteren, festeren Boden und sind nicht so hoch wie die herkömmlichen Töpfe. Sie kippen mit den kopflastigen Pflanzen darin auch nicht so leicht um.

Vermehrung: Man schneidet im Frühjahr oder im zeitigen Sommer 10 cm lange Kopfstecklinge unmittelbar unter einem Blattknoten ab, entfernt die untersten Blätter und steckt die Stecklinge in ein feuchtes Gemisch aus gleichen Teilen Torf und scharfem Sand oder Perlite. Kleinblättrige Stecklinge kann man zu dritt oder viert in einen 7- oder 8-cm-Topf stecken, großblättrige Stecklinge einzeln in 10-bis 15-cm-Töpfe. Über die Töpfe stülpt man Plastikbeutel oder bringt sie in einen Vermehrungskasten (siehe Wie man die richtigen Bedingungen schafft) und stellt sie bei normaler Zimmertemperatur an einen hellen, nicht sonnigen Platz. Wenn der neue Austrieb nach etwa drei bis vier Wochen anzeigt, dass sich die Jungpflanzen bewurzelt haben, nimmt man die Töpfe aus der Plastikhülle oder dem Vermehrungskasten, feuchtet die Erde nur leicht an und gibt jeden Monat einen handelsüblichen Flüssigdünger. Etwa drei Monate nach Beginn der Vermehrung setzt man die einzeln gesteckten Jungpflanzen in etwas größere Töpfe in das für erwachsene Pflanzen empfohlene Erdgemisch und behandelt sie anschließend wie ausgewachsene Exemplare. Die zu mehreren in einem Gefäß bewurzelten kleinblättrigen Stecklinge versetzt man bei Bedarf in einen größeren Topf, lässt sie aber zusammen. Auf diese Weise erhält man eine buschige Pflanze.

Die Vermehrung durch Kopfstecklinge ist beim kleinblättrigen P. scandens einfach, bei kletternden Arten mit größeren Blättern jedoch schwieriger. Während der Bewurzelung muss man mit Stecklingen solcher Pflanzen besonders vorsichtig umgehen, denn ein Wurzelschaden kann in diesem Stadium zu Fäulnis führen.

Nicht kletternde Philodendren zieht man am besten aus frischem Samen heran. Man sät im Frühjahr etwa 12 mm tief in eine geeignete Aussaaterde und stellt das Gefäß bei einer Temperatur von 25-27 °C auf. Sobald die Sämlinge 5 cm hoch sind, pikiert man sie einzeln in 5- bis 8-cm-Töpfe in übliche Erde und behandelt sie danach wie ausgewachsene Pflanzen (siehe auch Vegetative Vermehrung).

Schädlinge und Krankheiten: Siehe Gesunde Zimmerpflanzen.

Besondere Hinweise: Wie erwähnt, muss man die meisten kletternden Philodendren mit Stäben stützen. Die Pflanzen sehen schöner aus, wenn man sie nicht anbindet, sondern wenn sie sich selbst mit ihren Luftwurzeln an dem Stab festhalten. Dafür brauchen die Luftwurzeln eine feuchte Unterlage, denn am trockenen Holz finden sie keinen Halt. Man kann entweder Sphagnum (Sumpfmoos) an dem Stab befestigen, bis er von der Topferde bis zur Spitze gleichmäßig 5-7 cm dick ummantelt ist, oder ein Stück grobe Korkrinde an ihn nageln. Das Moos oder die Rinde muss man mindestens einmal am Tag mit Wasser besprühen. Bis ihre Luftwurzeln auf der Unterlage einen festen Halt gefunden haben, bindet man die Pflanze vorübergehend an. Der Stab muss so lang sein, dass die Pflanze später nicht darüber hinauswächst. Zu kurze Stäbe lassen sich nur schwer verlängern, wenn an ihnen die Pflanze bereits hochklettert.



      





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