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Zimmerpflanzen A-Z - Pflanzenporträts


Mimosa • Mimose





M. pudica (Schamhafte Sinnpflanze), die einzige im Zimmer kultivierte Art der Gattung Mimosa, ist mit der bekannten Gärtnermimose verwandt, die man wegen ihrer süßlich duftenden, gelben Blüten schätzt.

M. pudica hat eine ähnliche Blatt-und Blütenform wie ihre berühmte Verwandte, die übrigens gar keine echte Mimose ist, sondern zur Gattung Acacia gehört.

Schamhafte Sinnpflanze

Mimosa pudica.

Als Zimmerpflanze schätzt man M. pudica nicht nur wegen ihrer gefiederten Blätter und der flaumigen, kugelförmigen Blüten, sondern auch wegen der interessanten Reaktion ihrer Blätter auf jede Berührung. Ganz gleich, wie gering der Reiz ist, das Blatt faltet sich fast augenblicklich zusammen, und der Blattstiel senkt sich nach unten. Manchmal setzt eine Kettenreaktion ein, da weitere Blätter an den Stengeln die gleiche Reaktion nachvollziehen. Nach einiger Zeit - meist nach etwa einer halben Stunde - haben die Blätter wieder ihre normale Stellung.

Die Pflanze reagiert bezeichnenderweise nicht auf Wind oder Zug und die dadurch ausgelösten Eigenbewegungen. Sie reagiert allerdings auf Hitzereize, etwa wenn man ein brennendes Streichholz an sie heranführt.

Manche Pflanzenliebhaber raten davon ab, den Berührungs- oder Hitzetest allzuoft durchzuführen. Es ist bekannt, dass einige Sorten weniger schnell reagieren und sich auch weniger gut erholen, wenn man zu oft mit ihnen spielt.

Diese strauchartige, reich verzweigte Pflanze wird bis zu 50 cm hoch. Die sparrigen Triebe sind mit feinen Stacheln und weißen Haaren bedeckt. Die hellgrünen Blätter sitzen an bis zu 10 cm langen Stielen und sind doppelt gefiedert - das heißt in mehrere Blatt-fiedern unterteilt, die ihrerseits wiederum aus kleinen Fiederblättchen zusammengesetzt sind. Ihre schmalen, 2-5 cm langen Blattfiedern bestehen aus elliptischen, 6 mm langen Fiederblättchen, die gegenständig angeordnet sind. Vom Frühjahr bis zum Herbst entspringen den Blattachseln kugelige Blütenstände mit fünf bis acht rosaweißen oder hellroten Blüten. Die 6-12 mm große Einzelblüte besteht aus Hunderten von feinen Fäden und sieht wie eine Quaste aus. Auch die Blattachseln sind meist dicht besetzt mit borstigen, weißen, 3 mm langen Haaren.

Die Blätter der M. pudica falten sich bei Berührung zusammen. Das lässt sich beim Umtopfen nicht vermeiden, sollte aber nicht zu oft mit Absicht geschehen.

M. pudica ist eine mehrjährige Pflanze und kann unter geeigneten Bedingungen über viele Jahre weiterkultiviert werden. Da sie im Alter aber unansehnlich wirkt, wirft man sie oft nach der ersten Blüte weg. Junge Pflanzen kauft man meist im zeitigen Frühjahr und behält sie bis in den Herbst.

Pflege

Licht: Man stellt die Pflanze an einen hellen Ort. In den Sommermonaten braucht sie täglich mindestens drei bis vier Stunden direkte Sonne, damit sie erfolgreich blüht.

Temperatur: Mimosen gedeihen bei normalen Zimmertemperaturen das ganze Jahr hindurch. Da sie auch eine hohe Luftfeuchtigkeit brauchen, stellt man die Töpfe in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine. Die Pflanzen vertragen keine verunreinigte Luft und gedeihen in Räumen, in denen geraucht wird, schlecht.

Gießen: Man gießt gleichmäßig, lässt aber die oberste Schicht der Erde zwischen den Wassergaben abtrocknen.

Düngen: Alle zwei Wochen gibt man einen kalireichen Flüssigdünger.

Einpflanzen und Umtopfen: Man verwendet eine Erde auf Kompostbasis (siehe detailliert). Obwohl man diese Mimose meist nur eine Saison lang behält, muss man sie manchmal umtopfen. Man versetzt sie in etwas größere Töpfe, sobald der Topf ganz durchwurzelt ist. Das ist der Fall, wenn die Wurzeln aus dem Abzugsloch heraustreten. Die Pflanze blüht jedoch am schönsten, und ihr Laub sieht besonders charakteristisch aus, wenn die Wurzeln im Platz etwas beschränkt sind. Meist wird man deshalb nur 12-cm-Töpfe brauchen. Die empfindlichen Blätter einer frisch eingetopften Mimose können sehr mitgenommen aussehen, erholen sich aber schnell.

Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im zeitigen Frühjahr in 7-cm-Töpfe in Aussaaterde (siehe Wie man die richtigen Bedingungen schafft). Man legt jeweils zwei bis drei Samenkörner in einen Topf, stellt ihn an einen hellen Platz und gießt nur so viel, dass die Erde gerade feucht ist. Nach dem Keimen (oft schon nach zwei oder drei Wochen) pikiert man die Sämlinge, wenn nötig. Anderenfalls werden die Sämlinge, wenn sie etwa 3 cm hoch sind, einzeln in 7-cm-Töpfe in übliche Erde gepflanzt und anschließend normal weiterbehandelt.

Schädlinge und Krankheiten: Siehe Gesunde Zimmerpflanzen.



      





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