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Zimmerpflanzen A-Z - Pflanzenporträts


Zantedeschia • Kalla, Zimmerkalla





Zu der nicht sehr umfangreichen Gattung Zantedeschia, die zu den Aronstabgewächsen zählt, gehören stengellose Pflanzen mit großen, meist pfeilförmigen Blättern und auffallenden Blüten. Die herkömmliche Bezeichnung der Pflanze ist Zimmerkalla. Sie hat einen fleischigen Erdstamm, der sich direkt unter der Erdoberfläche ausbreitet und fleischige, in den Boden reichende Wurzeln ausbildet. Der für Aronstabgewächse charakteristische Blütenstand besteht aus einem aufrechten Blütenkolben in der Mitte, umgeben von einem großen Hüllblatt (Spatha). Die Blüte sitzt an einem langen, kräftigen Schaft zwischen den Blattstielen, die er in der Regel überragt. In der freien Natur wachsen diese Pflanzen in sumpfigen Gebieten, die aber in den Sommermonaten ganz austrocknen. Dann legen die Pflanzen eine Ruhepause ein, in der auch sie eintrocknen und ihre Blätter abwerfen. Dieser Lebensrhythmus Mus in Zimmerkultur eingehalten werden. Deshalb bietet die Zantedeschia nur im Winterhalbjahr einen prächtigen Anblick. Die ruhenden Rhizome können jedoch unter geeigneten Bedingungen wieder austreiben und viele Jahre lang blühen.

Empfehlenswerte Arten und Sorten

Zimmerkalla

Zantedeschia-Hybriden .

Z. aethiopica ist die größte und bekannteste Zimmerkalla. Sie hat dunkelgrüne, pfeilförmige, bis zu 45 cm lange und 25 cm breite Blätter, deren Stiele eine Länge von 90 cm erreichen. Die Blütenschäfte treten im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr auf. Die Blüte besteht aus einem goldgelben Kolben, den ein rahmweißes, an den Rändern nach außen gewölbtes Hüllblatt umgibt. Es gibt eine Reihe von Sorten mit reicherem Blütenansatz als die Ursprungsart. Bekannt sind z.B. 'Friesdorfer Bastard', 'Perle von Stuttgart', 'Perle von Zweibrücken' u. a.

Z. albomaculata hat dunkelgrüne Blätter mit silbrigweißen Flecken. Die Blätter sind länglich-lanzettförmig, bis zu 45 cm lang, am Grund jedoch nur 5-7 cm breit. Sie sitzen an Stielen, die bis 90 cm lang werden können. Die Blüten sind mehr trompetenförmig als bei Z. aethiopica und haben ein 10-12 cm langes und tütenförmiges Hüllblatt. Die Farbe ist weiß bis rahmgelb (gelegentlich auch rosarot) mit einem purpurfarbenen Schimmer im inneren Grund der Spatha. Der Blütenkolben ist weiß.

Z. elliottiana hat dunkelgrüne, stark weiß gefleckte und breit oval-herzförmige Blätter, die bis zu 28 cm lang und 22 cm breit werden und an 60 cm langen Stielen sitzen. Das prächtige, 15 cm lange Hüllblatt ist tiefgelb an der Innenseite und grünlichgelb an der Außenseite. Es bildet eine offene Tüte um den gelben Blütenkolben.

Z. rehmannii hat schmale, mittelgrüne Blätter, oft mit silbrigweißen Flecken, die an beiden Enden schmal zulaufen. Sie werden bis zu 35 cm lang und 3 cm breit und sitzen an 30 cm langen Stielen. Die Hüllblätter in Form einer offenen Tüte werden 6-10 cm lang. Sie sind meist weißlich gefärbt, am Rand etwas violett überlaufen und gehen beim Verblühen stärker in Violettpurpur über. Sie umgeben einen creme-weißen Blütenkolben. Aus den vier hier beschriebenen Arten sind zahlreiche Hybriden hervorgegangen. Ihre Hüllblätter bilden schmale oder offene Trichter. Zur Farbpalette gehören verschiedene rosarote, cremefarbene, gelbe und hellrote Tönungen.

Zantedeschia rehmannii.

Zimmerkalla

Zantedeschia-Aethiopica-Hybriden.

Zantedeschia elliottiana.

Pflege

Licht: Man sorgt für einen hellen Standort. In den Monaten, in denen die Pflanze belaubt ist, braucht sie direktes Sonnenlicht. Während der Ruhezeit (meist vom späten Frühjahr bis zum zeitigen Herbst) stellt man die eingetrockneten Pflanzen an einen sonnigen Platz - möglichst in den Garten, auf eine ungedeckte Terrasse oder einen Balkon. Sobald Frostgefahr besteht und das Wetter nass wird (siehe Gießen unten), bringt man die Pflanze ins Haus.

Temperatur: Wenn die Zimmerkalla zu wachsen beginnt (meist ab Frühherbst), sollte man sie drei Monate lang kühl, möglichst bei 10-14 °C, halten; danach sind bis zur Blüte für Z. aethiopica 16 °C und für die anderen Arten 18°C am besten geeignet. Während der Blüte brauchen die Pflanzen normale Zimmertemperaturen. Über 21 °C leidet jedoch meist die Haltbarkeit der Blüten, und die Blätter welken frühzeitig. Bei den ruhenden Rhizomen spielt die Temperatur keine Rolle.

Gießen: Frisch eingetopfte Pflanzen und Rhizome, die nach der Ruhezeit neu austreiben, gießt man nur mäßig und lässt die oberen zwei Drittel der Erde zwischen den Wassergaben abtrocknen. Stärker wachsende Pflanzen werden allmählich mehr gegossen, bis sich ihre Blätter voll entwickelt haben. Danach gießt man reichlich und so oft, dass die Erde stets gründlich feucht ist. Die Zimmerkalla ist eine der wenigen Pflanzen, deren Wurzeln während des Wachstums immer feucht sein müssen. Die Topfpflanze im vollen Schmuck ihrer Blätter kann man sogar in wassergefüllte Untersetzer stellen. Nach der Blüte verringert man allmählich die Wassergaben und stellt sie vollkommen ein, wenn die Blätter vergilben und abwelken. Die eingetrockneten Pflanzen lässt man die ganze Ruheperiode über in ihrem Topf - gleichgültig, ob sie im Zimmer oder Freien stehen. Ein gelegentlicher, kurzer Regen schadet den ruhenden Pflanzen nicht. Längeren Regenfällen dürfen sie aber nicht ausgesetzt werden.

Düngen: Sobald die Blätter voll entwickelt sind, verabreicht man alle zwei Wochen einen handelsüblichen Flüssigdünger. Vom Beginn bis zum Ende der Blütezeit werden die Düngergaben auf einmal wöchentlich gesteigert.

Einpflanzen und Umtopfen: Man verwendet eine Erde auf Kompostbasis (siehe detailliert). Eine Einzelpflanze in blühfähiger Größe findet in einem 15-cm-Topf ausreichend Platz, größere Exemplare brauchen aber größere Töpfe oder kleine Kübel. Zu Beginn des Wachstums im Herbst setzt man die Pflanzen bei Bedarf in größere Gefäße um. Haben sie ihre Maximalgröße erreicht, können sie durch Teilung vermehrt werden (siehe unten). Wenn man trockene Rhizome erhält, können sie zur selben Zeit eingepflanzt werden. Man pflanzt sie entweder einzeln in 15-cm-Töpfe oder zu dritt in einen Topf mit einem Durchmesser von 20-22 cm. Die Rhizome werden waagrecht etwa 5 cm tief unter die Erdoberfläche gelegt.

Vermehrung: Zur Vermehrung teilt man die Rhizome oder trennt Nebensprosse ab, die sich aus dem Hauptrhizom bilden. Beides geschieht am besten beim Umtopfen im Herbst. Die Teilstücke des Rhizoms werden einzeln in 15-cm-Töpfe mit leicht angefeuchteter Erde gesetzt und wie ausgewachsene Pflanzen behandelt. Die kleinen Nebensprosse kommen in 7- oder 10-cm-Töpfe, bis sie so groß sind, dass man sie in ein anderes Gefäß versetzen kann. Im übrigen werden sie unter den gleichen Bedingungen gehalten wie größere Rhizome.

Die Rhizome werden am besten im Herbst geteilt, wenn sie zu wachsen beginnen.

Das Rhizom wird in mehrere Stücke zerteilt, die einen gesunden Vegetationspunkt haben.

Die Stücke werden waagrecht knapp unter die Erde gesetzt, ohne den Vegetationspunkt zu beschädigen .

Zantedeschia können auch durch Aussaat vermehrt werden. Dies ist der einfachste Weg, um sich einen Bestand von Hybriden zuzulegen, denn diese sind als Rhizome nicht so leicht erhältlich wie die speziellen Sorten. Die Anzucht aus Samen ist jedoch ein schwieriger und zeitraubender Prozess, der die geregelten Bedingungen eines Kalthauses voraussetzt und vom Hobbygärtner meist nicht erzielt werden kann.

Schädlinge und Krankheiten: Siehe Gesunde Zimmerpflanzen.



      





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