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Zimmerpflanzen A-Z - Pflanzenporträts


Nerium • Oleander





Von den zwei oder drei Arten dieser Gattung ist N. oleander, der bekannte Oleander, als Zimmerpflanze wie auch als Kübelpflanze für Balkon und Garten verbreitet.

Oleander

Nerium oleander.

Nerium Oleander 'Variegata'.

Dieser Strauch, den man wegen seiner endständigen Blütendolden schätzt, wird in der freien Natur bis zu 5 m hoch, im Topf aber selten über 2 m. Die Triebe sind verholzt, wachsen meist aufrecht und bilden häufig mehrere Zweige aus.

Die ledrigen Blätter sind schmal linealisch-lanzettlich, bis zu 15 cm lang und 2-3 cm breit. Sie haben eine matte, dunkelgrüne Färbung. Ihre Mittelrippe ist stark ausgeprägt. Sie sitzen an kurzen Stielen zu dritt quirlständig an den Zweigen, einige hängen nach unten, einige stehen waagrecht, die meisten jedoch wachsen in einem Winkel von 45° nach oben. Sechs oder acht Blüten mit einem Durchmesser von 3-5 cm bilden Trugdolden an den verzweigten Triebspitzen. In warmen Gegenden steht der Oleander fast ständig in Blüte, im Zimmer blüht er meist nur im Hochsommer.

Die typische Blütenfarbe ist rosarot; es gibt aber auch Sorten mit roten, purpurroten, gelben, orangeroten und weißen Blüten. Die Blüten können einfach oder gefüllt sein. Die einfachen haben eine trichterförmige Krone mit einer am Grunde zylindrischen Röhre, die sich zu einem glockigen Schlund erweitert. Die gefüllten Sorten haben zahlreiche Blumenblätter. Ihre Blüten ähneln Rosen. Einige Blüten duften in der Nacht, andere sind geruchlos. Geschätzt wird die rosablühende Sorte 'Variegata', die breite, dunkelgelbe Streifen an den Blättern hat.

Pflege

Licht: Ein heller Standort ist das ganze Jahr über nötig. Blüten werden nur ausgebildet, wenn die Pflanze in der vollen Sonne steht.

Temperatur: Zimmeroleander gedeiht gut bei normalen Raumtemperaturen. Man sollte aber eine Ruheperiode im Winter bei Temperaturen unter 16 °C einhalten. Die Pflanzen vertragen Temperaturen bis zu 8 °C.

Gießen: Zur Zeit des Hauptwachstums gießt man gleichmäßig und lässt die oberste Schicht der Erde zwischen den Wassergaben etwas abtrocknen. Während der Ruheperiode gießt man nur so viel, dass der Topfballen gerade feucht ist. Er darf jedoch niemals ganz austrocknen. Oleander übersteht zwar im Freiland auch Trockenheit, bei der Topfpflanze öffnen sich aber viele Blütenknospen nicht, wenn man die Wurzeln trocken werden lässt.

Düngen: In der Hauptwachstumszeit gibt man alle zwei Wochen einen handelsüblichen Flüssigdünger in üblicher Konzentration.

Einpflanzen und Umtopfen: Man verwendet eine Erde auf Kompostbasis. Im Frühjahr versetzt man die Pflanzen in etwas größere Töpfe, wenn der Ballen ganz durchwurzelt ist. (Siehe detailliert). Nachdem die maximale, noch bequem zu handhabende Topfgröße erreicht ist, versetzt man die Pflanzen in kleine Holzkübel. Die Erde wird rund um die Wurzeln fest angedrückt.

Klebrige Stellen und Russtau am Oleander lassen auf einen Befall durch Schildläuse schließen.

Vermehrung: Vermehrung Im Sommer geschnittene 7-15 cm lange Kopfstecklinge wurzeln ohne Schwierigkeiten. Man schneidet sie unmittelbar unter einem Blattknoten sauber ab, entfernt die drei untersten Blätter, die in die Erde kommen würden, und steckt die Stecklinge 3—5 cm tief in ein feuchtes Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand. Dann stellt man die Töpfe bei normaler Raumtemperatur an einen hellen Standort und gießt nur so viel, dass das Substrat gerade feucht ist. Sobald Wurzeln aus dem Wasserabzugsloch heraustreten, versetzt man die jungen Pflanzen in übliche Erde und behandelt sie wie ausgewachsene Exemplare weiter.

Die Stecklinge bewurzeln sich auch im Wasser. Man verpflanzt sie in Erde auf Kompostbasis, wenn die Wurzeln 2-3 cm lang sind.

Schädlinge und Krankheiten: Man muss auf Schildläuse achten (siehe Schädlinge), die Oleander besonders gern befallen. Sie sitzen an den Blattunterseiten, meist nahe der Mittelrippe. Man tötet sie mit einem feinen, in Brennspiritus getauchten Pinsel oder behandelt die Pflanzen mit einem geeigneten Pflanzenschutzmittel.

Besondere Hinweise: Die Triebe werden sofort nach dem Verblühen um die Hälfte eingekürzt. Auch lange Seitentriebe schneidet man zurück. Oleander darf niemals in Reichweite kleiner Kinder stehen, denn alle Teile dieser hübschen Pflanze sind giftig.



      





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