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Zimmerpflanzen A-Z - Pflanzenporträts


Nertera • Korallenbeere





Nur die Art Nertera granadensis (syn. N. depressa) dieser Gattung wird als Zimmerpflanze verwendet. Die dünnen, dichtbelaubten Stengel dieses kriechenden Krautes breiten sich rasenartig aus und bilden an den Blattknoten Wurzeln. Sie werden bis zu 25 cm lang und sind mit grünen, breitovalen, fleischigen und stiellosen Blättern dicht besetzt. Die ausgewachsene Pflanze bildet meist ein 5-7 cm hohes Kissen. Unscheinbare, stiellose, grünlichgelbe Blüten, die im zeitigen Sommer erscheinen, entwickeln sich aus den Blattachseln. Glänzende, orangerote, erbsengroße Beeren lösen sie ab. Sie sind normalerweise im Spätsommer voll entwickelt und bleiben mehrere Monate hängen. Gärtner bieten früchtetragende Pflanzen auch zu anderen Jahreszeiten an. Manchmal überdecken die sehr dekorativen Früchte fast das Laub. Viele Zimmergärtner ersetzen alte Exemplare bereits nach einem Jahr durch neue. Das ist nicht nötig, denn unter geeigneten Bedingungen kann man die Korallenbeere durchaus einige Jahre weiterkultivieren.

Korallenbeere

Nertera granadensis.

Pflege

Licht: Die Pflanze soll an einem hellen Standort stehen und täglich mindestens drei Stunden direkte Sonne erhalten.

Temperatur: Für die Blüte und den Fruchtstand ist es am besten, wenn die Pflanze an einem luftigen Platz bei 10-16 °C steht. In milden Gebieten kann man sie vom Frühjahr bis zur Ausbildung der Beeren im Freiland an einer geschützten Stelle unterbringen. Der Standort soll auch etwas direktes Sonnenlicht bekommen, aber vor stärkeren Winden geschützt sein. In wärmeren Räumen (über 18 °C) wächst die Pflanze sehr schnell und bildet zu viele Blätter aus. Für eine schöne Blüten- und Beerentracht ist eine hohe Luftfeuchtigkeit Voraussetzung. Im Zimmer stellt man die Töpfe deshalb in wassergefüllte Schalen oder Untersetzer auf Kieselsteine. Außerdem wird von Beginn der Blüte bis zur Entwicklung der Beeren die Pflanze einmal täglich leicht mit Wasser besprüht.

Gießen: Man gießt mäßig und lässt die oberste Schicht der Erde zwischen den Wassergaben etwas abtrocknen. Die Erde darf aber niemals vollständig austrocknen, auch nicht während der verhältnismäßig kurzen Ruheperiode im Winter. Die ruhenden Pflanzen werden weiterhin vorsichtig gegossen; man lässt aber den Wurzelballen zwischen den Wassergaben etwas stärker abtrocknen. Man gießt am besten mit kalkfreiem Wasser.

Düngen: Übermäßiges Düngen fördert das Wachstum der Blätter auf Kosten der Blüten und Beeren. Lediglich während der wenigen Sommermonate nach der Blüte bis zur vollen Beerenreife gibt man den Pflanzen einmal im Monat einen handelsüblichen Flüssigdünger.

Einpflanzen und Umtopfen: Man verwendet ein Gemisch aus zwei Dritteln Komposterde (siehe detailliert) und einem Drittel Torf mit etwas scharfem Sand oder Perlite. Die Korallenbeere ist wegen ihrer verhältnismäßig flachen Wurzeln in Schalen oder flachen Töpfen mit 7 oder 10 cm Durchmesser am besten untergebracht. Man braucht sie normalerweise nicht in größere Gefäße zu versetzen.

Vermehrung: In Gärtnereien zieht man die Pflanzen aus Samen heran -eine langwierige und nicht sehr zuverlässige Methode. Der Zimmergärtner teilt statt dessen ältere Stöcke im Frühjahr und setzt fünf oder sechs kleine Teilpflanzen an den Rand eines 10-cm-Topfes oder einer Schale in das Erdgemisch.

Wenn die Korallenbeere ihre Früchte abgeworfen hat, zertrennt man sie in kleine Teilpflanzen, die an den Rand einer Schale gesetzt werden.

Die Tuffs verteilt man gleichmäßig, damit sie allmählich die ganze Fläche bedecken und wie eine zusammenhängende Pflanze aussehen.

Man kann auch mehrere 2-5 cm lange Kopfstecklinge gemeinsam in einen 5-cm-Topf in ein feuchtes Gemisch aus gleichen Teilen Torfund Sand stecken. Über die Stecklinge stülpt man einen Plastikbeutel oder bringt sie in einen Vermehrungskasten (siehe Wie man die richtigen Bedingungen schafft) und stellt sie bei einer Temperatur von etwa 18 °C an einen nicht sonnigen Platz. Sobald frischer Austrieb die erfolgreiche Bewurzelung anzeigt, setzt man die einzelnen Tuffs in einen 7-oder 8-cm-Topf in die für ausgewachsene Pflanzen empfohlene Erde. Die Jungpflanzen behandelt man dann normal weiter.

Schädlinge und Krankheiten: Siehe Gesunde Zimmerpflanzen.



      





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