Einpflanzen und Umtopfen - Pflege von Zimmerpflanzen - Zimmerpflanzen - Zimmer- und Gartenblumen
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Zimmerpflanzen


Pflege von Zimmerpflanzen

Einpflanzen und Umtopfen


Eine Pflanze kann verhältnismäßig lange im selben Gefäß und in derselben Erde bleiben, wenn man sie regelmäßig düngt. Nach einiger Zeit verlangsamt sich aber das Wachstum, und die Pflanze büßt ihr gesundes Aussehen ein, denn ihre Wurzeln beanspruchen immer mehr Platz, und die Topferde wird immer stärker verbraucht. Deshalb müssen Pflanzen in regelmäßigen Abständen in größere Töpfe mit frischer Erde umgetopft werden.

Einjährige Pflanzen müssen von der Anzucht aus Samen bis zur blühfähigen Größe innerhalb mehrerer Monate mehrmals in verschieden große Töpfe versetzt werden. Mehrjährige Zimmerpflanzen topft man in der Regel bis zur endgültigen Größe einmal im Jahr um. Danach wird in größeren Abständen umgetopft, oder die Pflanze bleibt im selben Topf.

WANN WIRD UMGETOPFT?

Um festzustellen, wann eine Pflanze umgetopft werden muss, kontrolliert man ihre Wurzeln. Bei manchen Gattungen - z. B. Chlorophytum - treten die dicken, fleischigen Wurzeln aus der Erdoberfläche und zeigen an, dass ein größerer Topf benötigt wird. Die feineren Wurzeln der meisten anderen Pflanzen wachsen aus dem Abzugsloch. Dies ist aber nicht unbedingt ein Zeichen, dass umgetopft werden muss, denn einige Wurzeln drängen sich oft durch das Abzugsloch, auch wenn die anderen den Topf noch nicht ausfüllen. Gewissheit hat man nur, wenn man die Pflanze austopft und die Wurzeln untersucht.

Um eine kleine bis mittlere Pflanze auszutopfen, legt man die Hand mit der Fläche nach unten so über die Erde, dass der dickste Stengel der Pflanze zwischen den Fingern liegt. Bei kleinen, rosettenbildenden Pflanzen, z. B. Saintpaulia, schiebt man unter den ausgebreiteten Blättern die Hand auf die Topferde. Dann dreht man den Topf um und schlägt mit dem Topfrand leicht gegen eine Tischkante. Nach wenigen Schlägen dürfte sich der Wurzelballen leicht herauslösen lassen. Wenn es nicht geht, löst man mit einem Messer den Wurzelballen vom Topfrand.

Diese Methode eignet sich aber nicht für alle Pflanzen. Leicht zu beschädigende Pflanzen mit brüchigen Blattstielen oder bedornte, wie Kakteen, müssen besonders vorsichtig angefasst werden. Nähere Hinweise sind im Teil Zimmerpflanzen von a-z  zu finden.

Bei großen Pflanzen legt man den Topf möglichst zur Seite, schlägt mit einem Holzstück auf den Rand und fährt dann mit der Messerklinge an der Innenseite des Topfrands entlang. Manchmal braucht man einen Helfer, der den Topf vom Wurzelballen wegzieht; gelegentlich muss man einen Tontopf auch zerschlagen oder einen Plastiktopf mit der Garten- oder Blechschere zerschneiden. Sind viele Wurzeln durch das Abzugsloch gewachsen, zerbricht oder zerschneidet man den Topf, um diese Wurzeln beim Herausnehmen des Ballens nicht zu beschädigen.

Nach dem Austopfen achtet man auf drei Anzeichen, die einen größeren Topf erforderlich machen. Treten an der Oberfläche des Wurzelballens überall junge Wurzelspitzen in Erscheinung, wird umgetopft. Sind die Wurzeln außen am Ballen dicht verfilzt oder bilden eine dicke Spirale am Boden des Topfes, hätte schon vor einiger Zeit umgetopft werden sollen.

Es gibt aber auch einige wenige Pflanzen, die lange Zeit ihren Topf ganz durchwurzeln sollen. Einige Pflanzen mit fleischigen Wurzeln, z. B. Clivia, und bestimmte Zwiebelgewächse und Sträucher blühen bereitwilliger, wenn ihre Wurzeln im Topfraum eingeschränkt sind. Soweit dies der Fall ist, wird im Teil Zimmerpflanzen von a -z daraufhingewiesen.

Austopfen kleinerer Pflanzen

Man legt eine Hand so auf die Erde, dass man den Stengel zwischen Zeige- und Mittelfinger hat.

Der Topf wird umgedreht und mit dem Rand leicht gegen eine Tischkante geschlagen.

Nun kann der Topfballen meist ohne Schwierigkeiten aus dem Topf genommen werden.

Austopfen größerer Pflanzen

Man legt den Topf auf die Seite, dreht ihn langsam und schlägt dabei mit einem Holzstück auf den Rand.

Der Topf wird aufgestellt, dann fährt man mit einem Messer innen am Topfrand entlang.

Beim Herausnehmen des Wurzelballens ist es am besten, wenn man einen Helfer hat, der den Topf hält.

ZEITPUNKT DES UMTOPFENS

Die meisten Pflanzen werden am besten zu Beginn der Wachstumsperiode umgetopft, gleich in welche Jahreszeit diese fällt. Während der Ruhezeit dürfen Pflanzen nicht umgetopft werden. Bei einer Pflanze, die außerhalb ihres Wachstums umgetopft wird, können die Wurzeln nicht rasch genug in die frische Erde vordringen. Die Erde staut dann die Nässe, und die Wurzeln faulen.

Gedeiht eine Pflanze schlecht, obwohl ihre Wurzeln genügend Platz haben (siehe Gesunde Zimmerpflanzen ), darf man sie nicht umtopfen. Ein solcher Eingriff zu dieser Zeit könnte einen weiteren Schock für die bereits geschwächte Pflanze bedeuten. Man wartet, bis sie sich sichtlich erholt hat.

SO WIRD UMGETOPFT

Beim Umtopfen wird Schmutz gemacht. Im Zimmer arbeitet man möglichst in einer großen Plastikwanne und schützt die nahe gelegenen Möbel mit Zeitungspapier oder Folie. Man topft möglichst viele Pflanzen gleichzeitig um, stellt sie zusammen und hält frische Töpfe, Dränagematerial und geeignete Erdmischungen bereit, bevor man die erste Pflanze in Arbeit nimmt.

Einige Stunden zuvor werden alle Pflanzen gründlich gegossen; sie lassen sich dann leichter aus dem Topf nehmen. Neue, unglasierte Töpfe werden einige Minuten ins Wasser gestellt, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen; trockener Ton würde der Topferde zu schnell die Feuchtigkeit entziehen. Außerdem können durch anhaftende Salzkristalle Schäden an den feinen Wurzeln auftreten. Bei glasierten Töpfen oder Plastikgefäßen ist dies nicht notwendig. Gebrauchte Gefäße werden gründlich mit heißem Wasser und einer antibakteriellen Seife oder Scheuerpulver gereinigt. Erdreste und alte Wurzeln sowie Kalkablagerungen werden mit einer weichen Bürste entfernt. Dann spült man den Topf mit klarem Wasser nach und lässt ihn trocknen, denn an feuchten Töpfen bleibt die Erde hängen.

Man wählt für jede Pflanze einen Topf geeigneter Größe. Der Topf soll nicht größer sein als unbedingt notwendig, denn zuviel Erde kann die Nässe stauen und verhindert das Vordringen der Wurzeln. Pflanzt man in Töpfe von 5—10 cm, verwendet man als größeren Topf einen mit jeweils 1 cm größerem Durchmesser. Bei 12- bis 40-cm -Töpfen und darüber sollte der Durchmesser um jeweils 2-3 cm größer sein.

Eine Hohlform für den Wurzelballen entsteht, wenn man den Raum zwischen dem neuen und dem alten, kleineren Topf mit Erde ausfüllt und den kleineren Topf dann entfernt.

Zunächst legt man Dränagematerial in den neuen Topf. Bei Tontöpfen mit großen Abzugslöchern genügt eine Tonscherbe, die das ganze Loch bedeckt. Man legt sie mit der konkaven Seite nach unten (sofern unter Zimmerpflanzen von a-z keine besondere Dränage empfohlen ist). Bei Plastiktöpfen mit zahlreichen kleinen Löchern braucht man selten Dränagematerial. Stellt man den Topf jedoch in einen Untersetzer, kommt eine niedrige Schicht Kieselsteine oder Splitt in den Topf.

Dann bringt man etwas frische, angefeuchtete Erde als Unterlage für den Wurzelballen in den Topf. Diese Unterlage sollte so hoch sein, dass zwischen der Oberfläche des Wurzelballens und dem Topfrand noch genügend Platz zum Gießen bleibt. Dieser Abstand zwischen Erdoberfläche und Topfrand sollte rund 1 cm bei Töpfen bis zu 13 cm Durchmesser betragen, rund 2 cm bei Töpfen mit 14—19 cm Durchmesser, 3 cm bei 20-22 cm Durchmesser, rund 4 cm bei 23-30 cm Durchmesser und rund 5 cm bei Töpfen mit 40 cm Durchmesser. Die Oberfläche des Topfballens soll stets gleich hoch sein.

Wenn man eine Pflanze aus dem Topf genommen hat, kontrolliert man zunächst die Wurzeln: Sind einige verfault oder vollständig vertrocknet, schneidet oder zieht man sie vorsichtig ab. Dann hält man Ausschau nach Schädlingen, wie Wurzelläusen und Maden, und ergreift gegebenenfalls die im Kapitel Gesunde Zimmerpflanzen Seite 450 empfohlenen Maßnahmen. Aus dem Wurzelgeflecht werden alle Fremdkörper - Tonscherben oder Kieselsteine - entfernt. Moos, das gelegentlich an der Oberfläche des Topfballens wächst, entfernt man.

Umtopfen

Bevor man eine Pflanze wieder eintopft, entfernt man gründlich das Moos von der alten Erde.

Die Schicht aus Dränagematerial und Erde muss so hoch sein, dass der Ballen in richtiger Höhe darauf steht.

Rund um den Wurzelballen wird frische Erde eingefüllt, damit die Pflanze im neuen Topf einen festen Halt hat.

Danach setzt man die Pflanze fest auf die Unterlage aus frischer Erde und füllt rund um den Ballen frische Erde nach. Sie wird vorsichtig mit den Fingern oder mit einem flachen Holzstück angedrückt. Abgesehen von anderen Empfehlungen im Teil Zimmerpflanzen von a-z hängt es von der verwendeten Erde ab, wie fest man sie andrückt. Komposterde wird fester angedrückt als andere Erdgemische. Man darf nicht zu stark drücken, weil die Erde sonst wasserundurchlässig wird und die Wurzeln beschädigt werden können. Damit alle Hohlräume ausgefüllt werden und die Erde sich gleichmäßig setzt, schlägt man den Topf während des Nachfüllens mehrmals auf eine harte Fläche. Schließlich wird gründlich am Topfrand entlang angegossen.

Erde nachfüllen

Vorsichtig wird eine 3-5 cm hohe Schicht der alten Erde entfernt, ohne viel Wurzeln freizulegen.

Man füllt den Topf bis zur ursprünglichen Höhe mit frischer Erde auf und setzt ihr etwas Dünger zu.

Bei Pflanzen, die für ihren Topf zu groß geworden sind, verkleinert man den Wurzelballen, indem man seitlich und an der Basis 2-3 cm starke Scheiben abschneidet.

Bei sehr großen, buschigen oder bedornten Pflanzen mit flachen Rosetten dürfte es einfacher sein, wenn man beim Umtopfen zunächst eine Hohlform anfertigt. Bei dieser Methode nimmt man die Pflanze aus ihrem alten Topf, bringt in das neue, größere Gefäß eine Schicht leicht angefeuchteter Erde und prüft deren Höhe, indem man den alten Topf daraufstellt. Bei richtiger Schichthöhe sollte der obere Rand des kleineren Topfes etwa 1 cm unter dem Rand des größeren liegen. Nun füllt man in den Hohlraum zwischen den Topfwänden frische Erde, feuchtet sie etwas an und drückt sie mit den Fingern so fest, dass sie die Form des alten Topfes annimmt. Wenn man nun diesen Topf entfernt, hat man eine Hohlform, in die der Wurzelballen bequem hineinpasst, und man braucht die Erde nicht mühsam zwischen den Trieben oder Blättern der Pflanze einzufüllen.

ERDE NACHFÜLLEN

Die größten Töpfe haben einen Durchmesser von 40 cm, es gibt aber noch größere Pflanzgefäße - z. B. runde oder viereckige Holzkübel. Im Zimmer sind aber häufig Töpfe bis höchstens 20 oder 25 cm Durchmesser noch bequem zu handhaben. Beansprucht eine Pflanze bereits die maximal erwünschte Topfgröße, topft man nicht mehr um, sondern nimmt an der Oberfläche einen Erdwechsel vor. Das ist aber nur dann zu empfehlen, wenn dadurch der Wurzelballen nicht oder nur unwesentlich beschädigt wird. Mit einem kleinen Handspaten oder mit einem alten Löffel kratzt man die alte Erde 3-5 cm tief ab. Es geht darum, möglichst viel Erde zu entfernen, ohne größere Wurzeln freizulegen. Dann wird bis zur ursprünglichen Höhe frische Erde nachgefüllt. Man verwendet die übliche Erde, der man nach den Empfehlungen des Herstellers einen Langzeit- oder sonstigen Volldünger (siehe Düngen) oder einen Teil trockenen, verrotteten Kuhdung auf zwei Teile Erde zusetzt. Die frische, nährstoffreiche Erde versorgt die Wurzeln mit zusätzlicher Nahrung. Man muss aber bedenken, dass dieser Erdwechsel nur eine Ersatzmaßnahme für Pflanzen ist, die nicht mehr umgetopft werden können. Die Wurzeln der Pflanze wachsen dennoch immer weiter und können nicht mehr genügend Wasser und Nährstoffe aufnehmen, so dass das Wachstum sich allmählich verlangsamt. Trotzdem ist es möglich, durch diese Maßnahme größere Pflanzenjahrelang gesund zu erhalten. Eine andere ist der Rückschnitt des Wurzelballens. Mit einem scharfen Messer schneidet man rund 2-3 cm dicke Scheiben an den Seiten und an der Basis vom Wurzelballen ab. Dann setzt man die Pflanze wie beim Umtopfen aus einem kleineren Gefäß in ihren alten Topf zurück. Man sollte ihn vorher jedoch reinigen.

Der Wurzelrückschnitt ist jedoch ein starker Eingriff, den die Pflanze nicht so leicht verkraften kann. Man sorgt deshalb nach dem Rückschnitt für die bestmöglichen Wachstumsbedingungen, um eine schnelle Ausbildung neuer Wurzeln zu fordern. Selbst unter idealen Bedingungen überstehen manche Pflanzen diesen Schock oft nicht. Diese Methode ist also nur im Notfall angebracht - z. B. um eine unersetzliche alte Pflanze zu retten, die nicht mehr umgetopft werden kann. Ansonsten ist es besser, die Pflanze zur Vermehrung zu verwenden und danach wegzuwerfen.

Töpfe und Kübel

Töpfe bestehen meist aus unglasiertem Ton oder Plastik. Beide Materialien haben Vor- und Nachteile.

Tontöpfe bieten einen wesentlich besseren Schutz vor stauender Nässe als Plastiktöpfe, denn überschüssiges Wasser verdunstet durch die Wandung. Deshalb muss die Erde in Tontöpfen öfter gegossen werden als in Plastiktöpfen. An der Oberfläche von Tontöpfen bildet sich manchmal eine hässliche Kruste durch Ablagerung von Mineralsalzen aus der Erde und aus dem Wasser. Man entfernt sie, indem man die leeren Töpfe gründlich reinigt, am besten mit einer Bürste, und mit verdünntem Essig nachspült. Der Hauptvorteil von Tontöpfen ist ihr Gewicht, das auch großen Pflanzen gute Standfestigkeit verleiht.

Plastiktöpfe zerbrechen nicht so leicht wie Tontöpfe, sind aber manchmal spröd. Man sollte sie deshalb nicht am Rand anheben. Sie verlieren kein Wasser durch die Wände, sind leichter zu reinigen und wesentlich leichter als Tontöpfe. Größeren Pflanzen bieten sie daher allerdings nicht genügend Standfestigkeit. Besonders nützlich sind sie für die selbsttätige Bewässerung durch Vliesmatten (siehe hier), für die sich Tontöpfe weniger eignen. Plastiktöpfe haben außerdem den Vorteil, dass sie in verschiedenen Farben erhältlich sind. Unglasierte Tontöpfe sind aber funktioneller und werden deshalb häufig immer noch bevorzugt. Lasierte Keramiktöpfe wiederum sind auch dekorativ und haben zudem den Vorteil, dass sie kein Wasser durch die Wände verlieren.

TOPFFORMEN

Töpfe sind meist rund, es gibt aber auch eckige. Die Topfform ist lediglich Geschmacksache.

Ein Normaltopf ist etwa ebenso breit wie tief. Tontöpfe haben meist nur ein großes Abzugsloch in der Mitte; es gibt aber auch große Exemplare mit Löchern nahe am Außenrand. Plastiktöpfe haben meist mehrere kleine Löcher am äußeren Rand oder einen Gitterboden.

Flache Töpfe (auch Zwiebel-, Halboder Azaleentöpfe genannt) sind breiter als tief. Sie eignen sich für die Anzucht (siehe hier) und auch für reife Pflanzen mit flachem Wurzelwerk, vor allem für niedrig wachsende und stark ausladende Arten, wie Fittonien. Man verwendet sie oft auch für die Gruppierung von Pflanzen mit dünnen Stengeln, z. B. Setcreasea, Traäescantia und Zebrina.

Bei allen Töpfen, vom kleinsten mit 4 cm bis zum größten mit 40 cm, entspricht die Tiefe etwa dem Durchmesser am Rand.

TOPFGRÖSSE

Blumentöpfe gibt es meist in einer Größe von 4—35 cm Durchmesser; größere sind schwieriger zu bekommen. Im Durchmesserbereich von 4—22 cm steigt der Durchmesser meist von Zentimeter zu Zentimeter. Bei Töpfen mit über 22 cm Durchmesser ist die Abstufung meist größer. Normale Tontöpfe sind normalerweise in einer Größe bis 30 cm erhältlich. Plastiktöpfe gibt es nur in kleineren Dimensionen, da sie, bedingt durch die dünneren Wandungen, zerbrechlich sind. Es sind auch größere Gefäße aus Kunststoff auf dem Markt, sogenannte Container.

Niedrige Töpfe kann man meist mit einem Durchmesser von 8-20 cm kaufen.

KÜBEL

Pflanzen, die für einen normalen Topf zu groß sind, setzt man oft in einen Kübel aus Holz oder Plastik. Es gibt sie nicht in regulären Größen, und sie sind meist als Pflanzgefäße zweckentfremdet worden. Als Pflanzgefäße hergestellte Plastikkübel sind fester und nicht so brüchig wie normale Plastiktöpfe, und sie haben große Wasserabzugslöcher. Holzkübel aus Fässern, die in der Mitte durchgesägt wurden, besitzen keine Abzugslöcher. Man bohrt deshalb in den Boden mehrere Löcher mit einem Mindestdurchmesser von 12 mm.

Topferden

In Gärtnereien und Blumenfachgeschäften gibt es eine große Auswahl fertiger Blumenerden. Grundsätzlich unterscheidet man Erdgemische auf Kompostbasis und kompostfreie Erdgemische auf Torfbasis. Das für die verschiedenen Zimmerpflanzen geeignete Gemisch ist im Teil Zimmerpflanzen von a-z angeführt, ebenso die Änderungen der Zusammensetzungen, soweit diese zu empfehlen sind. Für die Zusammensetzung der Erdgemische gibt es zahlreiche, zum Teil unterschiedliche Rezepte. Manche richten sich nach den Bedürfnissen einer bestimmten Pflanze, beispielsweise Gemische für Usambaraveilchen, andere nach einem bestimmten Zweck, wie Gemische für Pflanzenvitrinen.

Sehr spezialisierte Pflanzen, wie Orchideen etwa, gedeihen fast nur in einem besonderen Pflanzstoff. Die meisten Pflanzen sind jedoch anpassungsfähig und entwickeln sich gut, wenn sie ausreichende Düngergaben erhalten. Eine wichtige Rolle spielt bei fast allen Pflanzen der Säure- oder Alkaligehalt der Erde. Die meisten Zimmerpflanzen bevorzugen einen sauren Boden und reagieren empfindlich auf überschüssigen Kalkgehalt. (Die Bodenreaktion und ihre Auswirkung auf bestimmte Pflanzen sind unten die Seiten beschrieben.)

Es wäre sowohl einfach als auch billig, wenn man irgendwo etwas Erde abgraben und somit eine geeignete Topferde gewinnen könnte. Die Erde in der freien Natur ist jedoch von sehr unterschiedlicher Qualität und Beschaffenheit, und sie enthält fast immer alle möglichen Schädlinge, Krankheitserreger und Unkrautsamen. Wesentlich günstiger sind die Erfolgsaussichten bei Zimmerpflanzen, wenn man eine fertige, sterilisierte Erde verwendet oder durch sorgfältige Auswahl der nachfolgend beschriebenen Bestandteile ein eigenes Gemisch herstellt.

VOR- UND NACHTEILE VON KOMPOST UND TORF

Ein kompostfreies Erdgemisch auf Torfbasis hat den großen Vorteil, dass es sauber, leicht und gut zu handhaben ist. Auf die einheitliche Zusammensetzung von Torf in fertigen Erdgemischen ist ausreichender Verlass. Hauptnachteil einer Mischung auf Torfbasis ist der Mangel an Nährstoffen. Diese werden frischer Torferde meist zugesetzt, sind aber schnell aufgebraucht. Pflanzen in kompostfreier Erde müssen deshalb regelmäßig nachgedüngt werden.

Erdgemische auf Kompostbasis können in der Zusammensetzung meist nicht einheitlich hergestellt werden, weil die Beschaffenheit des Komposts schwer vorauszubestimmen ist. Das hohe Gewicht der Erde ist von Vorteil, wenn man sie für große, kopflastige Pflanzen verwendet. Der Hauptvorteil ist jedoch, dass selbst sterilisierte Komposterde noch Mikroorganismen enthält, die organische Stoffe in wichtige Mineralstoffe zersetzen - wodurch sich eine zusätzliche mineralische Düngung am Anfang erübrigt.

SELBST ZUBEREITETE ERDGEMISCHE

Wenn man ein Erdgemisch lieber selbst zubereiten möchte, stehen einem drei Grundrezepte zur Verfügung. Alle drei haben den doppelten Vorteil, dass sie gleichzeitig Wasser zurückhaltende und wasserdurchlässige Erde liefern. Für fast jede Zimmerpflanze eignet sich das eine oder andere dieser Rezepte. Auf Abwandlungen dieser Rezepte wird im Teil Zimmerpflanzen von a-z verwiesen (und dort sind auch andere Rezepte für spezielle Pflanzengruppen zu finden: Bromelien, Kakteen und andere Suckulenten, Farne, Gesnerien und Orchideen). Den drei Rezepten folgt eine kurze Beschreibung der einzelnen Bestandteile dieser Erdgemische.

Erdgemisch auf Kompostbasis:

1 Teil sterilisierte, feinbrockige Komposterde

1 Teil mittelfeiner Torf, zerkleinerte Baumrinde oder Lauberde

1 Teil scharfer Sand oder Perlite Wenn möglich, setzt man einen Teil getrockneten Kuhdung zu. Andernfalls nimmt man dafür einen ausgewogenen Dünger in handelsüblicher Form nach den Angaben auf der Packung.

Erdgemisch auf Torfbasis:

2 Teile grobfasriger Torf

1 Teil scharfer Sand oder Perlite mittlerer Körnung

Etwa 10 1 des Gemischs setzt man 30 g kohlensauren Kalk zu. Ansonsten befolgt man die Düngevorschriften für Komposterde.

Humusreiches Erdgemisch auf Torfbasis:

Dieses Gemisch ist für Farne und andere Blattpflanzen bestimmt, die im lockeren, organischen Abfall am Boden des Urwalds wachsen.

3 Teile grober Torf

3 Teile Lauberde

2 Teile scharfer Sand oder Perlite mittlerer Körnung

Man gibt auf 21 des Gemischs eine Tasse körnige Holzkohle hinzu und befolgt ansonsten die Düngevorschriften für Komposterde.

ORGANISCHE BESTANDTEILE

Lauberde

Diese Erde entsteht durch Zersetzung von Blättern und ist reich an organischen Stoffen. Ebenso wie in Komposterde leben in Lauberde Bakterien. Deshalb enthält sie auch einige Nährstoffe. Buchenlauberde ist besonders gut; die Lauberde von Koniferen ist vorteilhaft, wenn die Bodenstruktur gröber sein soll, wie zum Beispiel für Azaleen.

Stallmist

Als einziger tierischer Dünger wird für Zimmerpflanzen Kuhdung empfohlen. Er ist meist in getrockneter Form erhältlich. Der nährstoffreiche Kuhdung verbessert jedes Erdgemisch.

Torf

Dieser Stoff besteht zwar aus den Überresten von Pflanzen, die im Wasser von Sümpfen und Mooren zum Teil verwest sind, er enthält aber dennoch kaum Nährstoffe. Doch er nimmt gut Wasser und Dünger auf und verbessert die Struktur des Bodens. Wenn man Torfstreu oder Torfmull für Zimmerpflanzen kauft, gibt man der gröberen, hellbraunen Sorte (dem Weißtorf) den Vorzug vor der feinfasrigen, dunkelbraunen oder schwarzen Sorte.

Komposterde

Hauptbestandteile der Komposterde sind Sand, Lehm und organische Stoffe (Überreste von Pflanzen und Tieren). Außerdem befinden sich in dieser Erde stets große Mengen von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen sowie größere Lebewesen. Die beste Komposterde für Zimmerpflanzen enthält die drei Hauptbestandteile in annähernd gleicher Menge, wobei die organischen Stoffe gründlich verrottet, aber noch brockig sein sollen. Komposterden mit zu hohem Sand- oder Lehmanteil müssen durch entsprechenden Zusatz von Torf (und im Fall von schwerem Lehm durch scharfen Sand oder Perlite) verbessert werden.

Um schädliche Organismen abzutöten, sollte Komposterde für Topfpflanzen sterilisiert werden. Manche Hobbygärtner machen das selbst. Man schüttet eine Portion feuchter - nicht wassergetränkter - Komposterde auf ein Backblech, deckt es zu und erhitzt sie im Backofen (nicht Heißluftbackofen) eine Stunde lang bei rund 85 °C. Diese Temperatur sollte nicht überschritten werden. Es werden dann Unkrautsamen, Schädlinge und Krankheitserreger abgetötet. Man kann die Erde aber auch chemisch entseuchen.

Die Reaktion von Komposterde kann sauer und auch alkalisch sein (siehe Säure- und Alkaligehalt). Alkalische Erden, z. B. Kalkböden, sollten für Topfpflanzen möglichst nicht verwendet werden.

Sphagnum

Dieses Sumpfmoos wird vor allem in Erdgemischen für Pflanzen wie Orchideen verwendet, die einen lockeren, die Feuchtigkeit haltenden Pflanzstoff brauchen. Sphagnum hat praktisch keinen Nährwert. Eine Schicht dieses Mooses kommt oft auf den Boden von Töpfen feuchtigkeitsliebender Pflanzen, die im Regenwald beheimatet sind.

Weißtorf

Dieser Torf besteht aus verrottetem Sphagnum. Er ist überall erhältlich und wird in der Zimmerpflanzenkultur als häufigstes Torfprodukt verwendet, auch als Düngetorf.

Baumrinde

Die zermahlene Borke verschiedener Bäume wird wie Torf verwendet. Für normale Erde eignet sich am besten fein vermahlene Borke; gröbere Körnungen werden häufig dem Pflanzstoff für Orchideen und Bromelien zugesetzt.

ANORGANISCHE BESTANDTEILE

Holzkohle

Durch Absorption überschüssiger Mineralsalze und Zerfallsprodukte wirkt die Holzkohle regulierend auf den Boden. Meist wird sie aber verwendet, wenn kein Wasserabzug möglich ist, z. B. in Flaschengärten oder Zwiebelschalen, und das überschüssige Wasser Wurzelfäule verursachen kann. Größere Stücke können auf den Boden des Topfes gelegt werden, kleinere Stücke mischt man unter die Erde, um den Wurzelballen zu belüften.

Kohlensaurer Kalk

Die Karbonate verringern den Säuregehalt der Erde, und das pulverisierte Gestein kann allein zu diesem Zweck zugesetzt werden. Es gibt auch andere Kalkdünger, z. B. Magnesiumkalk oder Dolomit. Ein solcher Dünger beugt durch seinen Magnesiumgehalt einem Magnesiummangel vor, der bei Pflanzen in sauren Böden zu einer Vergilbung der Blätter fuhren kann. Wenn man Dolomit verwendet, Mus man aber gleichzeitig den pH-Wert messen (siehe Säure- und Alkaligehalt). Bei zu großen Mengen wird die Erde stark alkalisch und damit für die meisten Zimmerpflanzen ungeeignet.

Eierschalen

Zerkleinerte Eierschalen enthalten Calciumkarbonat, das alkalisch reagiert. Man setzt sie gelegentlich Erdgemischen auf Torfbasis zu, um ihren Säuregehalt zu verringern. Sie verbessern auch den Wasserabzug.

Perlite

Ein steriles, vulkanisches Gestein, das fein, mittelfein oder grob vermählen wird. Es lockert die Erde auf und absorbiert auch Wasser und Mineralien.

Sand

Scharfer Sand ist ein wichtiger Zusatz für die Auflockerung der Topferde, vor allem, wenn sie schweren Kompost enthält. Am geeignetsten ist kalkfreier Fluss-Sand. Er muss grobkörnig sein und sich rauh anfühlen. Sand von der Meeresküste darf nicht verwendet werden, da er schädliche Salze enthält, sofern er nicht ausdrücklich als gewaschen angeboten wird.

Vermiculite

Unter Hitzeeinwirkung ausgedehnter Glimmer bildet Flocken, die man Vermiculite nennt und die sehr große Mengen Wasser und Nährstoffe absorbieren können. Vermiculite verbessert Anzuchterden und wird manchmal auch Topferden zugesetzt. Dieses Material ist aber für den Liebhabergärtner nur sehr schwer erhältlich.

Säure- und Alkaligehalt

Alkalische Böden enthalten eine bestimmte Menge Kalk, Kreide oder ähnliche Substanzen. In sauren Böden sind diese Substanzen nur geringfügig oder überhaupt nicht vorhanden. Die meisten Zimmerpflanzen bevorzugen mehr oder weniger saure Bedingungen und verkümmern, wenn man sie in alkalische Erde setzt. Das typische Symptom an einer kalkfeindlichen Pflanze in einem kalkreichen Boden ist das Vergilben der Blätter, das der Fachmann Chlorose nennt (siehe Gesunde Zimmerpflanzen).

Der Säure- oder Alkaligehalt des Bodens, des Wassers oder der Düngemittel wird in pH-Werten ausgedrückt. Das Symbol pH bedeutet Wasserstoffionenkonzentration. Die pH-Skala reicht von null bis vierzehn, wobei die Zahl Sieben das neutrale Gleichgewicht zwischen Säure und Base bezeichnet; zunehmende Säuregrade werden durch absteigende pH-Werte von 7-0 gekennzeichnet, zunehmender Alkaligehalt durch steigende pH-Werte von 7-14. Pflanzen können nur im Bereich von pH 4 bis pH 8 gedeihen.

Der pH-Wert eines Bodens richtet sich nach dessen Ursprung. Will man gewöhnliche Gartenerde als Bestandteil einer Topferde verwenden, muss man zunächst den pH-Wert messen. Dies ist wichtig, weil bestimmte Pflanzen, wie Orchideen und Rhododendren, einen sauren Boden brauchen, während einige andere, vorwiegend Suckulenten und Pelargonien, auch in leicht alkalischer Erde gut gedeihen. Herkömmliche Zusätze für Topferden, wie Torf und Baumrinde, reagieren sauer. Trotz ihres Säuregehalts sind einige Erdgemische auf Torfbasis für Pflanzen ungeeignet, die den unteren Bereich der pH-Skala bevorzugen. Dies ist auf die anderen im Gemisch enthaltenen Substanzen zurückzufuhren. Man darf also nicht davon ausgehen, dass ein Kompost-Torf-Gemisch immer sauer reagiert.

Um die Reaktion einer Substanz grob zu bestimmen, befeuchtet man die Erde, drückt das Wasser heraus und taucht Lackmuspapier hinein. Der Papierstreifen färbt sich rot, wenn die Lösung überwiegend sauer reagiert, und blau, wenn sie alkalisch ist. In Geschäften für Laborbedarf erhält man empfindlichere Indikatorpapiere, deren Farbänderung anhand einer Vergleichsskala die Reaktion anzeigt. Für genaue Reaktionsmessungen von Böden und Topferden verwendet man jedoch eines der speziell für diesen Zweck entwickelten Geräte. Diese sind nicht teuer und in Geschäften für Gärtnereibedarf erhältlich.



Der Wachstumszyklus

Licht

Temperatur und Feuchtigkeit

Gießen

Düngen

Schnittmaßnahmen

Aufbinden

Vermehrung

Weitere Kulturmethoden



      





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