Gießen - Pflege von Zimmerpflanzen - Zimmerpflanzen - Zimmer- und Gartenblumen
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Zimmerpflanzen


Pflege von Zimmerpflanzen

Gießen


Wieviel und wann soll eine Pflanze gegossen werden? Der Wasserbedarf richtet sich in erster Linie nach der Art der Pflanze und ihren natürlichen Lebensgewohnheiten. Ein Kaktus als Wüstenbewohner braucht wesentlich weniger Wasser als eine Simse aus dem Sumpfgebiet. Eine Caladium - Knolle benötigt während der Winterruhe nur so viel Wasser, dass sie nicht einschrumpft, während eine Begonie, die zur Weihnachtszeit blüht, in den Wintermonaten gleichmäßig gegossen werden muss.

Das Gerät links misst gleichzeitig das Licht und die Bodenfeuchtigkeit. Rechts ist ein Feuchtigkeitsmesser abgebildet.

Die Bedingungen, unter denen Zimmerpflanzen kultiviert werden, wirken sich ebenfalls auf den Bedarf aus. Bei warmem, trockenem Wetter oder in gut beheizten Räumen verdunsten meist größere Wassermengen über die Blätter und aus der Topferde. Steht ein Topf in der prallen Sonne, gehen die Verdunstung und die Austrocknung des Topfballens erstaunlich schnell vor sich. Ist die Temperatur niedrig, verlieren die Topfpflanzen wesentlich weniger Wasser. Während des Hauptwachstums brauchen die Blätter und Blüten ihre volle Wasserration. Während der Ruheperiode kommen die Pflanzen meist mit Sparrationen aus. Ob jedoch wachsend oder ruhend - eine Pflanze verbraucht ihre Wasserration immer um so schneller, je mehr Wurzeln sie hat.

Und schließlich spielen auch noch das Pflanzgefäß und der Boden eine Rolle. So verdunstet beispielsweise das Wasser aus einem unglasierten Tontopf schneller als aus einem glasierten oder aus einem Plastiktopf. Eine Pflanze in einem unglasierten Tontopf braucht deshalb mehr Wasser als die gleiche Pflanze in einem der anderen Gefäße. Ebenso verliert eine Topferde, die durch Zusatz von Sand oder Perlite poröser gemacht wurde, das Wasser schneller als eine Einheitserde auf Kompost- oder Torfbasis (siehe hier). Auch die Größe einer Pflanze im Verhältnis zu ihrem Topf spielt eine Rolle: Je größer die Pflanze ist, um so schneller trocknet auch der Topfballen aus.

Wegen dieser verschiedenen, jedoch voneinander abhängigen Faktoren sollte man niemals nur nach Zeitplan gießen. Am besten ist es, die Pflanzen täglich oder alle zwei Tage zu kontrollieren, um ihren individuellen Bedarf festzustellen.

WANN GIESSEN?

Das deutlichste Anzeichen für Wassermangel sind herabhängende und welkende Blätter. Dünne Blätter können sich nach dem Welken meist schnell erholen, dickere nicht. Ohne Zweifel hemmt ein häufigeres Welken und Wiedererholen das Wachstum der Pflanze und die Blütenbildung; außerdem werden die Blätter braun und fallen ab. Bei manchen Pflanzen — vor allem bei Suckulenten, Orchideen und anderen Tropenpflanzen - macht sich Wassermangel dadurch bemerkbar, dass die Triebe einschrumpfen; diese Erscheinung tritt aber manchmal erst auf, wenn bereits ein größerer Schaden entstanden ist. Doch das Welken kann nicht nur durch Wassermangel, sondern auch durch Wasserüberschuss verursacht werden, denn die Wurzeln werden manchmal durch stauende Nässe beschädigt oder gar zerstört.

Es ist deshalb falsch, den Feuchtigkeitsgehalt der Topferde nach dem Aussehen der Pflanze zu beurteilen. Sichere Hinweise liefert lediglich eine Kontrolle der Erde. In Fachgeschäften gibt es Feuchtigkeitsmesser, die auf mechanischem Wege ablesbare Feuchtigkeitswerte der Topferde liefern. Ein solches Gerät wird man sich, wenn man nur wenige Pflanzen hat, vielleicht nicht anschaffen; es ist aber manchmal nützlich, wenn man größere Pflanzen in sehr großen Töpfen oder Kübeln kultiviert, weil bei ihnen der Feuchtigkeitsgehalt der Erde auf andere Weise nur sehr schwer festzustellen ist.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um auch ohne besondere Geräte den Zustand der Topferde zu beurteilen; man sollte sich auf diese oberflächlichen Methoden aber nicht allzusehr verlassen. Eine trockene Erdoberfläche kann erhebliche Feuchtigkeitsmengen in den unteren Schichten verbergen. Hat sich die Erde vom Topfrand abgehoben, ist der obere Bereich des Ballens sicherlich trocken, der untere muss es aber nicht sein. Ein sehr trockener Erdballen hebt sich meist bis zum Boden vom Topf ab. Dann muss man äußerst vorsichtig gießen; schüttet man das Wasser hinein, fließt es durch, ohne die Topferde anzufeuchten.

Im oberen Bereich kann man die Feuchtigkeit der Topferde mit dem Finger prüfen. Für tiefere Proben nimmt man einen Bleistift oder Holzstab. Feuchte Erde bleibt am Stab haften und hinterlässt dunkle Spuren. Im Zweifelsfall kann man den Topf auch anheben und sein Gewicht feststellen. Trockene Erde ist wesentlich leichter als feuchte. Mit einiger Praxis ist der Gewichtsunterschied des Topfes ein recht hilfreiches Mittel, um die Feuchtigkeit zu kontrollieren.

DIE RICHTIGE WASSERMENGE

Im Teil Zimmerpflanzen von а - z werden Menge und Häufigkeit der Wassergaben durch verschiedene Ausdrücke beschrieben: Es wird empfohlen, eine Pflanze reichlich oder viel, mäßig oder gleichmäßig, sparsam oder wenig zu gießen. Diese Empfehlungen werden in Einzelfällen noch näher erklärt. Grundsätzlich haben sie jedoch folgende Bedeutung:

Reichlich gießen

Wenn man reichlich (oder viel) gießt, Mus die Topferde zu jeder Zeit ständig gleichmäßig feucht sein. Sie darf selbst an der Oberfläche nicht austrocknen. Man verabreicht bei jedem Gießen so viel Wasser, dass ein Teil aus dem Abzugsloch herausläuft. Abgesehen von Ausnahmefällen, auf die im Teil Zimmerpflanzen von а - z hingewiesen wird, darf der Topf nicht im überschüssigen Wasser stehenbleiben. Und nicht vergessen darf man, dass auch Pflanzen mit sehr hohem Wasserbedarf durch übermäßiges Gießen Schaden erleiden.

Üblicherweise wird Wasser von oben auf die Erde gegossen; manche Hobbygärtner bewässern ihre Pflanzen aber von unten, indem sie Wasser in den Untersetzer des Topfs füllen. Wenn man auf diese Weise reichlich gießen will, füllt man so lange Wasser in den Untersetzer nach, bis die Topferde keines mehr aufnimmt und ihre Oberfläche sich feucht anfühlt. Wasser, das länger als eine halbe Stunde im Untersetzer stehenbleibt, wird weggegossen.

Mäßiges Gießen

Beim mäßigen Gießen wird die Topferde gründlich angefeuchtet; man lässt aber zwischen den Wassergaben 3-5 cm der obersten Schicht abtrocknen. Man sollte auf jeden Fall jedoch nur so viel Wasser geben, dass höchstens einige Tropfen durch das Abzugsloch fließen. Beim Gießen von unten wird jeweils nur wenig Wasser in den Untersetzer gegeben - je nachdem 5-10 mm -, und man gießt erst nach, wenn alles aufgesogen ist. Sobald sich die Oberfläche der Topferde leicht feucht anfühlt, gießt man das Restwasser aus dem Untersetzer weg.

Sparsames Gießen

Beim sparsamen Gießen wird die Topferde nur leicht angefeuchtet, und man lässt zwischen den Wassergaben den Ballen bis zu zwei Dritteln austrocknen. Um die Erde leicht anzufeuchten, gibt man zunächst nur so viel Wasser, dass die Oberfläche feucht ist. Man lässt das Wasser in die Erde sickern und prüft dann mit einem Holzstab, wie tief es eingedrungen ist. Wenn noch einige Stellen trocken sind, wird der Vorgang wiederholt. Das Wasser darf auf keinen Fall durch das Abzugsloch fließen. Beim Gießen von unten füllt man das Wasser jeweils nur 5-10 mm hoch in den Untersetzer. Dann wird die Feuchtigkeit der Erde geprüft. Bei Bedarf gießt man nach. Wird sparsames Gießen empfohlen, sollte man lieber zuwenig als zuviel gießen.

Richtige Dosierung der Wassergaben In den Topfsymbolen rechts neben den Abbildungen zeigt die Intensität der blauen Flächen den jeweiligen Wassergehalt an, den die Erde jeweils haben sollte.

Mäßiges Gießen

Beim mäßigen Gießen verabreicht man Wasser, wenn sich die oberste Schicht der Erde trocken anfühlt.

Man gibt so viel Wasser, bis der ganze Ballen gleichmäßig feucht, aber nicht mit Wasser gesättigt ist.

Sobald die ersten Tropfen aus dem Abzugsloch treten, wird nicht mehr weiter nachgegossen.

Reichliches Gießen

Einer Pflanze, die reichlich gegossen werden soll, gibt man Wasser, sobald sich die Erde trocken anfühlt.

Man gießt so viel, bis der ganze Ballen gesättigt ist und Wasser aus dem Abzugsloch fließt.

Wenn das überschüssige Wasser aus der Erde abgeflossen ist, entleert man den Untersetzer.

Sparsames Gießen

Sobald der Ballen zu zwei Dritteln abgetrocknet ist, gibt man Wasser. Die Stabprobe machen.

Man gießt die Erde so an, damit das Wasser durch den Ballen, aber nicht in den Untersetzer sickert.

Wieder mit dem Stab prüfen, ob der Ballen leicht feucht ist; bei noch trockenen Stellen nachgießen.


GEFÄSSE OHNE WASSERABZUGSLOCH

In seltenen Fällen werden Pflanzgefäße ohne Wasserabzugsloch verwendet. Dann wird das Wasser nur in kleinen Portionen verabreicht. Auch beim reichlichen Gießen gibt man kein Wasser mehr, wenn die Erde gesättigt erscheint. Bleibt dennoch überschüssiges Wasser im Gefäß, kippt man es seitlich, damit es herausfließen kann.

ZUVIEL UND ZUWENIG GIESSEN

Es ist nicht ratsam, eine Pflanze nur wenig und öfter zu gießen, um beispielsweise die Erde oberflächlich feucht zu halten. Es kann dadurch nämlich schnell Staunässe auftreten. Dann wird der Boden nicht mehr durchlüftet - und das schadet den meisten Pflanzen. Es ist besser, etwas länger zu warten und die Erde richtig zu tränken. Im Zweifelsfall gießt man zunächst nicht, nach zwei oder drei Tagen dafür um so gründlicher. Stauende Nässe schadet den Pflanzen mehr als ein gelegentliches Welken der Blätter. Genau einhalten sollte man die Empfehlungen über geringeres Gießen während der Ruhezeit. Zuviel Wasser in dieser Zeit führt bei manchen Pflanzen zu Wurzelfäule und verursacht bei anderen wiederum einen unnatürlichen, vergeilten Wuchs.

Wenn man sich nicht im klaren ist, ob eine Pflanze zuviel oder zuwenig Wasser bekommt, kontrolliert man die Wurzeln und den Topfballen. Man nimmt die Pflanze wie beim Umtopfen aus dem Topf (siehe hier) und stellt fest, ob die Erde trocken oder zu feucht ist, indem man mit den Fingern vorsichtig die Wurzeln abtastet. Wenn sie weich sind oder schwarz verfärbt und leicht abfallen, kann übermäßiges Gießen Fäulnis hervorgerufen haben.

RICHTIG GIESSEN

Zum Gießen verwendet man eine kleine Kanne mit langem, dünnem Gießrohr, mit dem man den Wasserstrahl direkt auf die von Blättern verdeckte Erde oder in einzelne, nebeneinandergestellte Töpfe oder in Untersetzer richten kann. Ebenso gut geeignet ist ein dünner Schlauch mit kleiner Düse und Absperrhahn. Der Schlauch kann an einen nahe gelegenen Wasserhahn angeschlossen werden.

Die Bewässerung von unten hat den großen Vorteil, dass kein Wasser auf die Blätter kommt; behaarte Blätter und Blattrosetten, mit Ausnahme der Bromelien, faulen nämlich leicht oder bekommen durch Wassertropfen hässliche Flecken. Und außerdem gelangt die Feuchtigkeit in den unteren Bereich des Topfballens. Andererseits besteht aber die Gefahr, dass sich in den oberen Schichten der Erde überschüssige Mineralsalze ansammeln. Um dies zu vermeiden, gießt man gelegentlich von oben und lässt das Wasser aus dem Abzugsloch laufen. So werden dann die unerwünschten Mineralsalze weggespült. Ein weiterer Nachteil des Gießens von unten ist, dass man leicht vergisst, überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer wegzugießen. Dies passiert mit einer selbsttätigen Gießvorrichtung nicht.

Bei einer selbsttätigen Gießvorrichtung wird ein Gefäß mit Wasservorrat unter oder in der Nähe der Topfpflanze aufgestellt. Manchmal ist der Vorratsbehälter bereits im Pflanzgefäß selbst eingebaut. In manchen Fällen wird ein Lampendocht in die Topferde gesteckt. Er holt durch Kapillarwirkung das Wasser aus dem Vorratsbehälter. Es gibt aber auch gut funktionierende, selbsttätige Gießvorrichtungen, bei denen sich die aus dem Vorrat nachgelieferte Wassermenge nach dem Verdunstungsverlust richtet, so dass keine Gefahr einer Überwässerung besteht. In diesem Fall ist das Risiko gering, dass die Pflanze vertrocknet, denn der Wasservorrat reicht für mehrere Tage oder Wochen, und manche Behälter haben einen zuverlässigen Wasserstandsregler. Solche Vorrichtungen sind aber teuer. Es gibt aber auch weniger komplizierte Vorrichtungen, um die Topferde langsam und stetig mit Wasser zu versorgen. Am einfachsten ist es, wenn über den Töpfen ein Vorratsbehälter angebracht wird, aus dem Wasser in eine Leitung fließt, an die eine Tröpfchenbewässerungsanlage angeschlossen ist. Sie gibt das Wasser tropfenweise an die Erde ab. Solche Anlagen sind billiger als selbsttätige Bewässerungsvorrichtungen, sie bieten aber nicht den Vorteil einer durch die Pflanze selbst gesteuerten Wasserversorgung.

Drei Möglichkeiten des Gießens

Mit dem langen Gießrohr dieser Kanne kann man direkt auf die Erde gießen, ohne die Blätter zu befeuchten.

Wenn die Erde ganz durch Blätter abgedeckt ist, gießt man von unten, lässt aber den Topf nicht längere Zeit im Wasser stehen.

Bei Bromelien richtet Wasser auf den Blättern keinen Schaden an. In die Zisterne der Rosette wird frisches Wasser nachgefüllt.

QUALITÄT DES WASSERS

Es ist stets am besten, wenn man zimmerwarmes Wasser verwendet, denn bei kaltem kann das Wachstum ins Stocken geraten. Das Wasser sollte auch möglichst kalkfrei sein. Im Zweifelsfall gibt das Wasserwerk Auskunft, ob das gelieferte Wasser hart (kalkreich) oder weich (nahezu kalkfrei) ist. Man kann den Kalkgehalt auch selbst mit einem pH-Indikatorpapier messen, das in Fachgeschäften für Laborbedarf erhältlich ist (der pH-Wert ist hier definiert).

Hartes Wasser wirkt nicht auf alle Pflanzen schädlich, beeinträchtigt aber bei vielen das Wohlbefinden; die Camellia beispielsweise ist sehr empfindlich. Am einfachsten ist es, Regenwasser zu sammeln. In größeren Städten und Industriegebieten ist davon aber abzuraten, weil das Regenwasser oft durch schädliche Chemikalien verunreinigt ist.

Man kann das Wasser auch abkochen, um es zu enthärten und so für kalkempfindliche Pflanzen verträglicher zu machen. Beim Kochen fällt ein Teil des Kalks als Kesselstein aus. Diese Methode ist aber mühevoll, wenn das Wasser sehr hart ist und viele Pflanzen gegossen werden müssen. Bisweilen wird der Kauf eines einfachen Wasserfilters oder Entsalzers empfohlen, der auch Verunreinigungen ausfiltert. Die im Fachhandel erhältlichen Geräte verringern manchmal auch den in manchen Gebieten starken Chlorgehalt des Wassers, der den Pflanzen ebenfalls schadet. Man sollte sich die Wirksamkeit jedoch beweisen lassen, damit man kein unbrauchbares Gerät erwirbt. Die gewöhnlichen Haushaltswasserenthärter (damit die Seife besser schäumt) darf man nicht verwenden. Sie schaden Pflanzen.

GIESSEN IN DER FERIENZEIT

Wenn man nur für wenige Tage die Wohnung verlässt, braucht man sich keine allzu großen Sorgen zu machen, dass die Pflanzen vertrocknen. Meist genügt gründliches Gießen unmittelbar vor der Abfahrt. Als zusätzliche Maßnahme können die Pflanzen in einem kühlen Raum und vor direkter Sonne geschützt untergebracht und in wasser-gefüllte Schalen auf Kieselsteine gestellt oder in größere Gefäße mit feuchtem Torf eingesenkt werden.

Bei längerer Abwesenheit improvisiert man eine selbsttätige Gießvorrichtung. Man kann z. B. Spezialdochte kaufen, die durch Kapillarwirkung das Wasser aus einem Vorratsbehälter in die Erde der etwas tiefer aufgestellten Töpfe sickern lassen. Es gibt auch saugfähige Filzmatten, sogenannte Vliesmatten, auf die man die Töpfe stellen kann. Das Ende der Matte liegt dabei im Wasser, und die ganze Matte bleibt durch Kapillarwirkung stets feucht. Am besten eignet sich hierfür eine Küchenspüle mit Abtropffläche. Weitere Filzmatten können nach Bedarf im Badezimmer oder in anderen Feuchträumen ausgelegt werden.

Zu beachten ist aber, dass die Bewässerung durch diese Matten bei Tontöpfen manchmal nicht richtig funktioniert, denn sie sind meist so dick, dass die Erde im Topf mit der feuchten Matte nicht in Berührung kommt. Wenn man aber nun einmal Tontöpfe hat, steckt man einen Docht in die Wasserablauflöcher, so dass die Erde Kontakt mit der Matte bekommt.

Man kann aber auch Plastikbeutel über Topfpflanzen stülpen, gleich nachdem man sie gründlich gegossen hat und überschüssiges Wasser abgelaufen ist; unter der Haube hält sich die Feuchtigkeit zwei bis drei Wochen. Die Plastikhaube stützt man mit drei oder vier dünnen Stäben oder Drahtbogen am Rand des Topfes ab. Ist man nicht länger als zehn Tage abwesend, kann der Beutel locker herabhängen, andernfalls bindet man ihn am Topfrand fest. Die Töpfe mit Plastikhauben werden im Sommer, vor direkter Sonne geschützt, an einen möglichst kühlen Platz und im Winter bei Temperaturen von 16-18 °C aufgestellt.

Pflanzen in Plastiktöpfen absorbieren das Wasser aus einer Filzmatte, die teilweise im Wasser liegt.

Ober Dochte gelangt das Wasser durch Kapillarwirkung aus dem Vorratsglas in die Erde der tiefer stehenden Töpfe.

Eine Plastikhaube, die an den Rand des Topfes gebunden und durch Stäbe von der Pflanze abgehalten wird, hält wochenlang die Feuchtigkeit.

IM FALLE EINES FALLES

Wenn trotz aller Vorsicht der Topfballen dennoch einmal austrocknet, kann die Pflanze vielleicht noch gerettet werden, wenn man den Topf in einen Eimer oder ins Waschbecken ins Wasser stellt. Dort lässt man ihn, bis aus der Erde keine Luftblasen mehr aufsteigen. Dann kann man das überschüssige Wasser abfließen lassen. Gleichzeitig besprüht man die Blätter mit Wasser.

Die meisten Pflanzen sind dankbar, wenn man die Töpfe im Lauf eines heißen Sommers ein- bis zweimal ganz ins Wasser taucht, auch wenn sie eine solche Behandlung normalerweise nicht nötig haben. Dabei werden auch Stellen des Ballens angefeuchtet, die sonst trocken bleiben.

Auch einer Pflanze mit offensichtlich gesundem Laub droht Gefahr, wenn die Topferde nicht mehr bereitwillig Wasser aufnimmt. Ein Warnzeichen dafür ist, wenn das Wasser an der Oberfläche stehenbleibt. Die Erde kann dann so fest und undurchlässig sein, dass das Wasser nicht mehr zu den Wurzeln durchsickert. Zunächst lockert man die Oberfläche mit einem Schraubenzieher oder einem ähnlichen Gerät auf. Wenn dies nichts hilft, bildet wahrscheinlich der ganze Topfballen eine feste, undurchdringliche Masse. Man muss die Pflanze dann in frische, lockere Erde umtopfen, nachdem die Wurzeln von der alten Erde befreit wurden.

Maßnahmen bei ausgetrocknetem Wurzelballen

Die Blätter dieser Pflanze welken und fallen ab, da sie offensichtlich an Wassermangel leiden.

Der vertrocknete Ballen hat sich vom Topf gelöst, das Gießwasser fließt im Zwischenraum ab.

Die Erde kann aber auch so verfestigt sein, dass das Wasser nicht eindringen kann.

Zunächst wird die Oberfläche mit einem spitzen Werkzeug aufgelockert, ohne dabei jedoch die Wurzeln zu beschädigen.

Dann stellt man den Topf in einen Eimer mit Wasser, bis keine Blasen mehr aufsteigen, und besprüht die Blätter.

Überschüssiges Wasser ablaufen lassen. Wenn nach einer Woche das gleiche Problem auftritt, in neue Erde umtopfen.

WICHTIGE GIESSREGELN

Häufiger gießen, wenn:

das Pflanzgefäß aus unglasiertem Ton besteht;

die Pflanze groß ist, der Topf aber klein;

die Pflanze den Topf stark durchwurzelt hat;

die Pflanze sich in der Zeit des Hauptwachstums befindet oder blüht;

die Temperatur hoch ist;

die Luftfeuchtigkeit eindeutig zu niedrig ist;

die Pflanze große, dünne Blätter hat.

Weniger häufig gießen, wenn:

das Pflanzgefäß aus glasiertem Ton oder Kunststoff besteht;

die Pflanze klein ist, der Topf aber groß;

die Pflanze den Topf nicht ganz durchwurzelt hat;

die Pflanze gerade umgetopft wurde;

die Pflanze eine Ruheperiode einlegt;

die Temperatur niedrig ist;

die Luftfeuchtigkeit hoch ist;

die Pflanze suckulente Blätter oder Triebe hat.


Der Wachstumszyklus

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Temperatur und Feuchtigkeit

Düngen

Einpflanzen und Umtopfen

Schnittmaßnahmen

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Vermehrung

Weitere Kulturmethoden



      





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