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Zimmerpflanzen A-Z - Pflanzenporträts


Rechsteineria • ---





Die Gattung Rechsteineria umfasst ungefähr 80 Arten, die in Brasilien beheimatet sind. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Nordargentinien bis nach Mexiko. Es sind knollenbildende Pflanzen mit beblätterten Stengeln und meist roten oder gesprenkelten, röhrenförmigen Blüten, die in endständigen Dolden oder Trauben stehen. Manchmal werden die Blüten auch einzeln oder zu wenigen in den Blattachseln ausgebildet.

Obwohl einige Arten als schöne Blütenpflanzen für Warmhäuser botanischer Sammlungen bekannt sind, wird als Zimmerpflanze nur eine kultiviert. Es handelt sich dabei um R. cardinalis, von der es auch einige Sorten gibt.

R. cardinalis wird gelegentlich auch unter der Bezeichnung Gesneria macrantha geführt und unter dieser Bezeichnung von Blumenfachgeschäften gehandelt. Aus den unterirdischen großen, braunen Knollen entwickeln sich samtig behaarte Pflanzen mit runden Stengeln. Die Triebe werden etwa 20-30 cm hoch und sind oft, werden sie nicht abgestützt, mehr oder weniger niederliegend. Die Blätter sitzen gegenständig an den Stengeln, sind am Grunde herzförmig, stumpf, die mittleren eiförmig mit gekerbten Rändern. Sie werden etwa 15 cm lang und 10 cm breit und sitzen an 4—5 cm langen Blattstielen.

Die Blüten werden in den oberen Blattachseln ausgebildet. Sie sind samtig, leuchtend rot und bis zu 7 cm lang und sitzen an etwa 4 cm langen Stielen. Die Krone ist rachenförmig ausgebildet. Sie besitzt eine weit vorgestreckte, helmförmige Oberlippe. Jede Blüte ist von einem fünflappigen Kelch umgeben.

Kennzeichnend für die Rechsteineria ist, dass während der Ruheperiode alle oberirdischen Pflanzenorgane absterben. Diese Ruhezeit ist jedoch verhältnismäßig kurz, da oftmals junge Triebe bereits wieder austreiben, noch ehe die alten absterben.

Rechsteineria cardinalis.

Pflege

Licht: Man stellt die Pflanzen an einen hellen, nicht sonnigen Standort. Während der Ruhezeit im Winter spielt das Licht keine Rolle. Man kann heranwachsende Pflanzen auch unter Leuchtstoffröhren aufstellen. Die künstliche Beleuchtung fordert das vegetative Wachstum. Die Lampen werden etwa 25 cm über den Pflanzen angebracht und ungefähr zwölf Stunden am Tag eingeschaltet.

Temperatur: Die heranwachsenden Rechsteineria fühlen sich im Temperaturbereich von 18-24 °C besonders wohl. Sie brauchen aber eine angemessene Luftfeuchtigkeit. Deshalb stellt man die Töpfe in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine. Bei Temperaturen über 24 °C sollte die Luftfeuchtigkeit überaus hoch sein. Während der Ruhezeit lagert man die Knollen bei 8-16 °C.

Gießen: Heranwachsende Pflanzen werden reichlich gegossen, der Topf darf aber nicht im Wasser stehen. Bei Temperaturen unter 18 °C verringert man die Wassergaben bis zum neuerlichen Temperaturanstieg. Im Herbst ziehen die Pflanzen ein, d.h., sie verlieren nach dem Abwelken die oberirdischen Organe. Diesen Rhythmus kann man unterstützen, indem man die Wassergaben so lange einschränkt, bis die oberirdischen Pflanzenteile völlig abgestorben sind. Die etwas später ruhenden Knollen hält man völlig trocken. Da die Pflanzen einen sauren Boden lieben, sollte möglichst kalkfreies Wasser zum Gießen verwendet werden. Gut geeignet ist Regenwasser, doch auch enthärtetes Leitungswasser kann verwendet werden. In der kühleren Jahreszeit sollte man das Wasser auf Zimmertemperatur anwärmen.

Düngen: Während der Hauptwachstumszeit wird die Rechsteineria mit den üblichen Flüssigdüngergaben im Abstand von zwei bis drei Wochen versorgt. Dabei ist zu beachten, dass die Konzentration nicht zu hoch ist, damit keine Salzkonzentrationsschäden auftreten. Eine Konzentration von 0,1-0,2% (1-2 g eines Blumendüngers auf 1 1 Wasser) reicht gewöhnlich aus. Nach dem Düngen ist die Erde einige Tage lang gleichmäßig feucht zu halten, damit die Nährstoffe möglichst rasch von der Pflanze aufgenommen werden. Die Erde sollte einen sandiglehmigen Charakter haben und möglichst wenig Kalk enthalten.

Einpflanzen und Umtopfen: Man verwendet eine Erde aus gleichen Teilen Torfund Perlite, der man auf 1 1 des Gemischs etwa 3 g kohlensauren Kalk zusetzt. Auch käufliche Blumenerden oder selbsthergestellte Mischungen aus Torf und Komposterde sind geeignet. Im allgemeinen reichen für die Kultur von Rechsteineria Töpfe mit einem Durchmesser von 10 cm aus.

Die überwinternden Knollen werden im Frühjahr zunächst in einen 8-cm-Topf in das oben erwähnte Gemisch ausgelegt und heranwachsende Pflanzen später umgetopft. Es ist wichtig, dass bis zur Ausbildung von Blättern nur vorsichtig gegossen wird und entsprechend der Entwicklung der Blätter die Wassergaben gesteigert werden.

Vermehrung: Im allgemeinen werden die einmal vorhandenen Pflanzen bzw. Knollen alljährlich wieder angetrieben, so dass man auf diese Weise stets eigene Pflanzen nachziehen kann.

Es ist auch eine Vermehrung durch Aussaat möglich. Sie kann aber nur von dem Blumenfreund vorgenommen werden, der geeignete Kulturbedingungen schaffen kann. Ausgesät wird meistens im Dezember oder Januar in eine humose Blumenerde. Die Samen keimen bei etwa 22 °C. Später müssen die Jungpflanzen, möglichst unter Zuhilfenahme von künstlichem Licht, großgezogen, später pikiert und eingetopft werden. Normal kultivierte Pflanzen blühen etwa nach sieben bis acht Monaten. Es ist auch möglich, Rechsteineria durch Blattstecklinge zu vermehren. Die beste Vermehrungszeit ist der Juli oder August. Entweder werden die Blätter einzeln, ähnlich wie bei Usambaraveilchen, in reinen Sand gesteckt oder die Blätter von ausgereiften Pflanzen auf feuchten Sand ausgelegt. Vorher wird an der Unterseite der Mittelnerv dort eingeschnitten, wo ein Seitennerv abzweigt. An dieser Schnittstelle bilden sich kleine Knollen mit Wurzeln und Augen, aus denen sich wiederum eine Pflanze entwickelt. Die kleinen Pflänzchen werden später in eine humose Erde pikiert.

Schädlinge und Krankheiten: Siehe Gesunde Zimmerpflanzen.

Besondere Hinweise: Die behaarten Blätter der Rechsteineria dürfen nicht mit Wasser besprüht werden, da zurückbleibende Wassertropfen hässliche Flecken auf den Blättern und an den Blüten hervorrufen.



      





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