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Zimmerpflanzen A-Z - Pflanzenporträts


Trichocereus • Haarcereus





Die einzige häufig im Zimmer kultivierte Art dieser Wüstenkakteen ist Trichocereus spachianus. Er bildet eine aufrechte Säule, die sich meist an der Basis verzweigt. Der hellgrüne Stamm kann bis zu 2 m hoch werden, wächst aber verhältnismäßig langsam. Eine fünfjährige Pflanze ist meistens knapp 20 cm hoch und hat 2-3 cm Durchmesser. Der Stamm besitzt 10-15 breite Rippen, die durch tiefe Furchen getrennt sind. Die Areolen sitzen in Abständen von rund 1 cm an den Rippen und sind zunächst gelblich, färben sich dann aber grau. Jeder Areole entspringen rund acht bräunlichgelbe Randdornen und ein oder zwei Mitteldornen gleicher Farbe. Die Randdornen sind borstenartig und bis zu 12 mm lang; die Mitteldornen werden etwas stärker und länger.

Haarcereus

Trichocereus spachianus.

Trichocereus spachianus blüht erst, wenn er eine Mindesthöhe von 30 cm erreicht hat. Er ist dann acht bis zehn Jahre alt und mehrfach verzweigt. Da dieser Kaktus erst so spät blüht, kultiviert man ihn vor allem wegen seiner eindrucksvollen Säulenform und farbigen Dornen. Setzt er später Blüten an, entspringen sie in großer Anzahl den Areolen an den Stammspitzen. Die trompetenförmigen, weißen Blüten sind rund 20 cm lang und haben 7 cm Durchmesser.  Sie öffnen sich in der Nacht und verwelken meist schon am nächsten Morgen. Trichocereus spachianus blüht üblicherweise den Sommer über.

Siehe auch Kakteen.

Pflege

Licht: Diese Kakteen brauchen das ganze Jahr über direktes Sonnenlicht, damit die Dornen schön gefärbt bleiben und die Stämme nicht unnatürlich lang werden. Wie bei allen im Zimmer kultivierten Säulenkakteen neigen sich die Stämme zur Lichtquelle, wenn man die Pflanze nicht während des Hauptwachstums im Frühjahr und Sommer regelmäßig, etwa alle drei oder vier Tage, dreht. Am besten ist es jedoch, die Pflanzen in dieser Zeit möglichst im Freien in die Sonne zu stellen. Die größere Lichtmenge, die sie dadurch bekommen, tut ihnen gut, und sie wachsen dann nicht so einseitig.

Temperatur: Während der Hauptwachstumszeit eignen sich normal temperierte Räume. Während der Ruheperiode im Winter hält man T. spachianus bei einer Temperatur unter 10 °C. Unter bestimmten Bedingungen (siehe Gießen unten) verträgt dieser Kaktus sogar Frost.

Gießen: Zur Zeit des Hauptwachstums gießt man gleichmäßig, lässt jedoch die oberste Schicht der Erde zwischen den Wassergaben abtrocknen. Während der Ruheperiode gießt man nur so viel, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Sollte die Raumtemperatur einmal 3 °C unterschreiten, wird überhaupt nicht mehr gegossen. Man hält den Topfballen ganz trocken, bis die Temperatur wieder ansteigt. Und man braucht keine Sorge zu haben: Die Pflanze erleidet dabei keinen Schaden.

Düngen: Der heranwachsende Trichocereus erhält einen kalireichen Volldünger, der bei einer Kultur in Torf alle zwei Wochen und in Komposterde im Abstand von einem Monat verabreicht wird.

Einpflanzen und Umtopfen: Man verwendet eine Erde auf Kompost oder Torfbasis (siehe detailliert). Da diese Kakteen kräftige Wurzeln ausbilden, braucht bereits eine 8 cm hohe Pflanze einen Topf mit 8 cm Durchmesser. Größere Exemplare muss man in entsprechend größere Töpfe pflanzen. Das ist besonders wichtig, wenn sie sich an der Basis verzweigen.

Umgetopft wird jeweils im Frühjahr. Man schützt dabei die Pflanze (und gleichzeitig die Hände) durch eine mehrfach zusammengefaltete Zeitung. Wenn der alte Topf ganz mit Wurzeln ausgefüllt ist, setzt man die Pflanze in einen größeren Topf. Ist das nicht der Fall, schüttelt man vorsichtig die alte Erde aus den Wurzeln und setzt die Pflanze in den alten Topf zurück. Er sollte zuvor jedoch gründlich gereinigt und mit frischer Erde gefüllt werden.

Vermehrung: Wenn sich ein größerer Haarcereus verzweigt hat, kann man einen der neuen Triebe abschneiden und für die Vermehrung verwenden. Die beste Zeit dafür ist Frühjahr oder Sommer. Man lässt die Schnittfläche drei Tage antrocknen und drückt sie fest in eine sandige Erde. Der Topf sollte 7 cm Durchmesser haben. Dann behandelt man den Trieb wie ein ausgewachsenes Exemplar.

Wenn das Aussehen der Mutterpflanze darunter leiden könnte, sollten jedoch keine Triebe abgeschnitten werden. Deshalb ziehen die meisten Kakteenliebhaber die Vermehrung durch Aussaat vor (siehe Kakteen). Sämlinge des Trichocereus sehen hübsch aus und entwickeln sich gut.

Schädlinge und Krankheiten: Siehe Gesunde Zimmerpflanzen.

Besondere Hinweise: Im Alter werden die Stämme von T. spachianus vor allem an der Basis oft durch Korkflecken verunstaltet. Es handelt sich dabei zwar um eine ganz natürliche, aber eben unschöne Erscheinung. Am besten ist es, solche Stämme etwa 15 cm über der Erde quer abzuschneiden. Am Rand der Schnittfläche bilden sich dann bald neue Sprosse aus. Wenn diese Sprosse 5-8 cm lang sind, kann man sie abtrennen und wie Triebe zur Anzucht junger Pflanzen verwenden (siehe Vermehrung oben). Dies geschieht am besten im Frühjahr oder Sommer. Auch den abgeschnittenen oberen Teil des Stamms kann man in gleicher Weise zur Vermehrung heranziehen, wenn er nicht allzu hässliche Flecken aufweist. Die Mutterpflanze kultiviert man in üblicher Weise weiter.



      





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