Japans Gärten - verschiedene Garten - Gartenblumen
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Die verschiedenen Gartenformen

Japans Gärten


Der japanische Holzschnitt (oben) zeigt das Idealbild des Gartens. Wie wichtig Steine als Gestaltungselement sind, ist bei diesem japanischen Garten (unten) zu sehen, der anlässlich der IGA in München gestaltet wurde.


Asiatische Gartenkunst wird heute automatisch mit Japans Gärten identifiziert, obwohl die Japaner die Idee dazu aus China übernommen haben. Auf dem Gebiet der Gartengestaltung haben sie im Lauf der Jahrhunderte eine eigene, spezifisch japanische Gartenkunst entwickelt, indem sie der bunten chinesischen Gartenwelt ihre Strenge und Ernsthaftigkeit, aber auch ihren Hang zum Meditativen und ihre Liebe zur Natur hinzufügten. Einen Teil zur jap anischen Eigenständigkeit steuerte aber auch die Natur selbst bei. Die japanische Insel ist eines der lieblichsten Länder der Erde. Im Gegensatz zu den krassen landschaftlichen Gegensätzen Chinas mit bizarren Bergketten und weiten Ebenen besteht Japan hauptsächlich aus bewaldeten Vulkanhügeln. Besonders stark wirkt sich der klimatische Unterschied aus. Während China den starken Temperaturunterschieden des Kontinentalklimas ausgesetzt ist, fördert das moderate Inselklima in Japan das üppige Pflanzenwachstum. Die Jahreszeiten sind ausgeprägt, aber nicht extrem. Man kann sicher mit der Wärme des Sommers rechnen, auch mit Schnee im Winter. Doch wird es nie besonders kalt. Die gut verteilten Regenfälle sorgen neben einer hohen Luftfeuchtigkeit für eine immer feuchte Erde. Insgesamt also ideale Vegetationsbedingungen, die Japan zu einer grünen Insel machen: Die Erde ist meist mit dekorativem Moos überzogen. Bäume wachsen zu urigen Riesen heran, die sich sogar auf nacktem Fels halten können. Die häufigen und reichlichen Niederschläge lassen viele Quellen und Wasserläufe entstehen, wichtigste Gestaltungselemente asiatischer Gartenkunst. Ähnlich wie die westliche Gartenkunst hat auch die japanische einige Perioden durchlaufen, die zu verschiedenen Gestaltungsformen führten. Die entscheidenden Impulse gingen von fremden Kulturen, in der Hauptsache der chinesischen aus sowie von der Religion und den Machtverhältnissen im Lande.

Es ist kaum etwas darüber bekannt, wie die Gärten in früherer vorbuddhistischer Zeit aussahen. Doch man kann

Mit dem Steingarten ist es gelungen, eine felsige Flusslandschaft zu imitieren.

davon ausgehen, dass die Naturverehrung den Japanern schon immer ein vorrangiges Anliegen war. Als im 6. Jahrhundert n. Chr. in Japan der Buddhismus eingeführt wurde, machte sich der chinesische Kultureinfluss auch in der Gartengestaltung bemerkbar. Anfangs wurden Gärten sogar völlig nach dem chinesischen Vorbild gestaltet. Insbesondere wurden immer wieder so markante Elemente wie die rote Bogenbrücke übernommen.

Trotz klarer Gestaltungsregeln, die alle demselben Grundgedanken der Naturdarstellung folgen, haben sich verschiedene Stilrichtungen herauskristallisiert. So hatte jede Epoche ihre eigenen Ausdrucksformen. Einige Eigenarten besaßen jedoch alle Epochen gemeinsam. Im Gegensatz zu den europäischen Gärtnern, die eine möglichst große Artenvielfalt kultivierten, beschränkten sich die japanischen Kollegen auf eine kleine Anzahl konventioneller Pflanzen.

Auch die Blumen haben in der Gartengestaltung der Japaner wenig oder gar nichts zu suchen. Dennoch werden Blumen mit großer Raffinesse und viel Geschick gezogen - in Töpfen, die um Türen gruppiert werden. Gartenarbeit ist für Japaner eine Maßnahme, den einmal geschaffenen Garten zu erhalten, wie er ist. Auch der Wandel der Jahreszeiten kann sie nicht von diesem unermüdlichen Bemühen abhalten. Ihre Hauptarbeit besteht dabei im geschickten Stutzen und kunstvollen „Zähmen" von Bäumen und Sträuchern.

Diese Methoden werden noch eingehend im Kapitel über Bonsai beschrieben. Für interessierte Gärtner folgt im anschließenden Kapitel eine Beschreibung der Gestaltungselemente japanischer Gärten mit Vorschlägen, wie man sie in europäische Gärten integrieren kann.

Ein Hauch von Japans Gärten

Praktische Tipps für einen Garten im japanischen Stil

Die jahrhundertelange Tradition mit ihren spezifischen Formen und Gestaltungsmerkmalen setzt sich bis heute fort, nur dass die Gärten nicht mehr ein Privileg des Adels und des reichen Bürgertums sind. Dafür versucht man auch nicht mehr in Parks und großen Anlagen, sondern in kleinen privaten Gärten die japanische Tradition auf kleinstem Raum zu verwirklichen.

Gärten entstehen heute zwischen Häusern, in Innenhöfen oder auf Dächern. Jeder m2 wird ausgenutzt, um ein Abbild und damit die Illusion großer Landschaften zu schaffen. Es ist nicht verwunderlich, dass diese Minigärten meist Schaugärten sind, die dem Auge als Erholung in der Enge der modernen Stadtlandschaft dienen sollen.

Die natürliche Landschaft wird symbolisch dargestellt, wobei man immer versucht, durch optische und gestalterische Tricks die Illusion von rauher, wilder Natur zu erzeugen. So werden Steine und Pflanzen bewusst asymmetrisch angeordnet, um die Ermüdung des Auges und der Sinne zu verhindern. Dabei behält das Ganze dennoch eine harmonische Ausstrahlung.

Vorherrschende Farbtöne sind das Grün in allen Schattierungen, das Grau und das erdhafte Braun. Wichtigste Gestaltungselemente, wie auch bei den historischen Vorbildern, sind Steine, Pflanzen und Wasser, das in irgendeiner Form immer im japanischen Garten zu finden ist. Wer Gelegenheit hat, einige dieser Gärten zu bewundem, und sei es auch nur im Bild, wird von der Klarheit, der Ruhe und der Harmonie beeindruckt sein, die sie ausstrahlen. Und immer mehr Europäer lassen sich von dem Zauber asiatischer Gärten faszinieren.

Wer einen lebendigen Eindruck von der asiatischen Gartenkunst erhalten möchte, muss heute noch nicht einmal nach Japan reisen, obwohl es sicherlich lohnenswert ist. Die Organisatoren der IGA '84, der 4. Internationalen Gartenbau-Ausstellung in München, widmeten einen beträchtlichen Teil der Ausstellungsfläche der asiatischen Gartenkunst. So schenkte die Stadt Sapporo München einen japanischen Garten im Stil der Heian-Zeit (um 800 n. Chr.). Außerdem wurde zum ersten Mal in Europa ein chinesischer Garten gezeigt. Obwohl er nur rund 700 m2 groß war, konnte man doch gut erkennen, wie stark die europäische Gartenkunst von der uralten Gartentradition Chinas beeinflusst war. Auch die BUGA Bonn '79 und die LGS Augsburg '85 verfügen über japanische Gärten, die von Japanern erstellt wurden und auch erhalten werden.

Der große Besucherzustrom bewies das wachsende Interesse, das die Europäer den Ideen dieser Gartengestaltung entgegenbringen. Denn viele Elemente asiatischer Gärten, aber auch die gesamte Grundkonzeption lassen sich durchaus auf einen kleinen deutschen Garten übertragen. Wenn auch der Grundgedanke der japanischen Gartenkunst und auch der Symbolgehalt der Gestaltungselemente Wasser, Stein und Steg sowie der Pflanze für den europäischen Gartenfreund nur schwer oder gar nicht verständlich sind, spürt er doch die Kraft und Harmonie, die hinter dieser Gartenkomposition stecken.

Etwas leichter nachzuempfinden ist die farbenfrohere, sehr sinnliche Gartenkunst chinesischer Gärten. Doch auch um eine Felseninsel, einen Brunnen oder einen Teich nach japanischem Vorbild zu gestalten, braucht man nicht unbedingt die komplizierte Symbolik zu kennen. Ob man nun den ganzen Garten nach japanischer Manier gestalten möchte oder lediglich als besonderen Blickfang eine Ecke davon, wichtig ist, den Charakter einigermaßen zu treffen. Die Beschäftigung mit der asiatischen Gartenkunst lohnt sich in jedem Fall, denn verschiedene Elemente und Gestaltungsprinzipien lassen sich sehr gut in unsere Gärten integrieren und geben ihnen einen ungeahnten Reiz. So müssen Brücken und Stege nicht unbedingt nur einen See oder Teich überspannen. Sie können zum Beispiel auch über einen Steingarten, ein Sumpfbeet oder eine farbige Blumenwiese führen. Nur sollten es möglichst schlichte und einfache Konstruktionen sein. Oder es kann ein Kiesweg, der zur Gartenpforte führt, wie ein Fluss gestaltet sein, dessen Ufer und Randbepflanzung vorspringen und zurückweichen und in den Natursteinplatten als Trittsteine eingefügt sind. Auch ein schöner, möglichst großer Findling wird bei der entsprechenden Gestaltung der Umgebung zum Blickfang des Gartens.

Das alles sind nur Beispiele dafür, was man auf den eigenen Garten ohne Schwierigkeiten übertragen kann. Die erwähnten Gartenanlagen in München, Bonn und Augsburg vermitteln Interessierten auch heute noch einen hervorragenden Eindruck von asiatischen Gärten. Bei einem Besuch kann man eine ganze Menge Anregungen und Impulse mitnehmen.


Ursprünge des Gartens

China - Ursprünge des Naturgartens

Der Steingarten

Wasser im Garten

Der Bauerngarten

Der Bambus im Garten

Der Bonsai-Garten

Wintergärten



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