China - Ursprünge des Naturgartens - verschiedene Garten - Gartenblumen
    Hauptseite | Zimmerpflanzen | Gartenpflanzen | Foto

Menü

Suche

Vorteilhaft

Nützlich & interessant

Garten


Die verschiedenen Gartenformen

China - Ursprünge des Naturgartens


Dieser chinesische Garten wurde zur IGA in München angelegt und ist noch heute zu sehen.


In China entwickelte sich eine völlig entgegengesetzte Auffassung der Gartengestaltung. Da gab es keine formellen, geometrischen und künstlerischen Elemente wie in europäischen Gärten, deren Gestaltung auf den Erfahrungen der Ägypter und der Perser aufbaute.

Chinas Parks und Gärten waren Landschaftsgärten, bei denen die Natürlichkeit so stark betont wurde, dass man ganze Landschaften im kleinen nachahmte. Dass die chinesischen Gärtner aus dem vollen schöpfen konnten, lag an dem Pflanzenreichtum. Während in Europa die Eiszeiten den Artenreichtum, der ja vorher ebenfalls bestanden hatte, drastisch reduziert hatten und Pflanzen erst entdeckt, importiert und heimisch gemacht werden mussten, wuchsen in China die meisten Pflanzenarten im Überfluss.

Die Gärtner brauchten nur noch ordnend einzugreifen, um aus der ungezähmten Landschaft Parks zu machen. Die Jagdparks der frühen chinesischen Kaiser waren nichts anderes als abgegrenzte Areale, die mehr oder weniger „frisiert" wurden. Dazu gehörte allerdings auch die Bereicherung der Parks durch Bauwerke wie Brücken, Pavillons, Treppen, Tore und Terrassen.

Doch bald genügte dem chinesischen Adel diese einfache Art der Gartengestaltung nicht mehr. Das Häuschen im Wald, egal, wie groß oder luxuriös, war einfach zu bescheiden, um damit den Nachbarn übertrumpfen zu können. Man war saturiert und sann nach ausgefallenen Ideen und verfeinerten Raffinessen.

Zudem begannen politische Ereignisse die Entwicklung der Gartenkunst auch in China zu beeinflussen. Die Marotten eines Kaisers, vor allem aber seine Sucht nach Unsterblichkeit wirkten sich als Glücksfall für die asiatische Gartenkunst aus. Zur Zeit der Han-Dynastie (206 v. Chr.-220 n. Chr.) wurde China unter Kaiser Wu Ti (140-86) zur absoluten Monarchie. Um Unsterblichkeit zu erlangen, suchte der ehrgeizige Kaiser die legendären mystischen Inseln, die sich nach dem Volksglauben irgendwo im Dunst des Gelben Meeres befinden sollten. Sie galten als Sitz der Unsterblichen der Glückseligkeit. Als Wu diese für ihn so wichtigen Inseln trotz intensiven Suchens nicht fand, beschloss er kurzerhand, sie selbst aus seiner Phantasie heraus zu erschaffen. Es entstand der Seegarten mit Inseln und einigen mythologischen Attributen. Dieser Garten wurde sowohl in China wie auch später in Japan häufig nachgeahmt, abgewandelt und stilisiert. Den wenigsten Menschen ist heute bewusst, dass die wesentlichen Gestaltungsmerkmale asiatischer Gärten auf diesem ideologischen oder, besser, mythologischen Überbau beruhen.

Danach wurden die Inseln von Schildkröten auf dem Rücken getragen, und wer dorthin gelangen wollte, musste sich von Riesenkranichen übersetzen lassen. Dies alles war in Wus Garten symbolisch angedeutet. Steine stellten die Inseln dar, und der See gab der Anlage eine Ahnung von der Weite des Meeres.

Päonien oder Pfingstrosen kultivierte man im Reich der Mitte.

Als die Han-Dynastie unterging, brach die große Mauer, die die Kaiser einmal errichten ließen, um die Barbaren aus dem Norden fernzuhalten. Diese überwanden die große Mauer und überzogen China mit Krieg und Chaos. Der Adel, die Gelehrten und Künstler, die lange in Wohlstand und kultureller Saturiertheit gelebt hatten, mussten fliehen. Sie zogen sich über den Jangtsekiang in die wilde Gebirgslandschaft des Südens zurück. Dort wurde ihr Dasein vom Kampf um das tägliche Leben bestimmt. Vorbei die Zeiten der verfeinerten Kultur. Die Flüchtlinge nahmen den aus Indien kommenden buddhistischen Glauben an, woraus sich bald ein neuer Kult entwickelte, dessen Einfluss sich auch auf die Ebene ausdehnte. In unzugänglichen Berghängen entstanden Höhlentempel.

Allerdings hatte sich mit der Landschaft auch der Schönheitsbegriff geändert. Die geologisch jungen Gebirge mit ihren phantastisch geformten Felsen prägten das neue Schönheitsideal. Und als man langsam auch die Gartengestaltung des Seen- und Inselgartens wieder ausübte, verwandte man in Erinnerung an die Zeit in den Bergen möglichst zerklüftete Felsen als wichtigste Gestaltungselemente.

Neue Akzente setzte dann im 6. Jahrhundert ein mächtiger Kaiser, der ähnlich wie ein paar Jahrhunderte später in Europa Frankreichs Sonnenkönig seine Macht durch die Pracht seiner Schlösser und Parks demonstrierte. Mit dem Bau eines riesigen Parks, der mit 110 km Umfang wahrhaft gigantische Ausmaße hatte, waren über eine Million Menschen beschäftigt. Gleich vier große Seen zauberten die Illusion der Inseln der Unsterblichen. Zahlreiche rote Paläste und Pavillons mit farbig glasierten Dächern dienten dem Amüsement des Hofstaates. Lotosblütenteiche und bizarr geformte Felsen sprachen das ästhetische Gefühl der Menschen an.

Als der japanische Gesandte um 607 diesen Park erlebte, hatte das die vom Kaiser angestrebte Wirkung: Der Japaner war so beeindruckt, dass er in Japan von der Macht und Herrlichkeit des chinesischen Kaisers berichtete. Es muss wohl schon immer eine der hervorstechenden Eigenschaften der Japaner gewesen sein, Leistungen, die sie bewunderten, einfach zu kopieren. Nur wenige Jahre nach der Rückkehr des japanischen Diplomaten besaßen auch die Japaner ihren eigenen See- und Inselgarten. In China tat sich ein paar Jahrhunderte lang nichts Wesentliches mehr in der Gartengestaltung. Der Stil blieb der gleiche und auch die architektonischen und künstlerischen Elemente an den Pagoden, Toren und Schlössern änderten sich nicht oder nur ganz geringfügig. Nur intime Kenner können die Baustile der einzelnen Dynastien an winzigen Feinheiten und geringfügigen Unterschieden auseinanderhalten. Für Europäer zumal ähnelt ein Palastdach mit seinen glasierten Ziegeln, den hochgezogenen Dachtraufen und den bizarren Drachenfiguren wie ein Ei dem anderen. Erst im 12. Jahrhundert, zur Zeit des Sung-Kaisers Hui Tsung, erreichte die Landschaftsmalerei und die Gartenkunst einen neuen Höhepunkt.


Ursprünge des Gartens

Japans Gärten

Der Steingarten

Wasser im Garten

Der Bauerngarten

Der Bambus im Garten

Der Bonsai-Garten

Wintergärten



      





http://sonnik2012.narod.ru, http://esotericplus.com, http://pilze.ucoz.de, http://healthm.ucoz.com, http://healthw.ucoz.ru, http://animatedfilm.ucoz.com, http://incomepartner.narod.ru, http://esotericpl.narod.ru, http://sonnik2012.com, http://womiracles.blogspot.com, http://birds.esotericplus.com http://esotericpl.ucoz.com, http://esoteric.forumbb.ru, https://tolkovanijasnov.blogspot.com http://vsemvkusno.ucoz.com, http://bastelnundspass.org, http://healthch.ucoz.ru, healthxl.ucoz.de
| Zimmer- und Gartenblumen © 2010 |