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Gestalten mit Trockenblumen

Dekorative Gestecke, Sträuße und Gebinde

Trocknen und Konservieren


Glyzerin

Mooskraut
Selaginella kraussiana

Die Konservierung von Pflanzen mit Glyzerin beruht nicht darauf, dass man der Pflanze ihren Feuchtigkeitsgehalt entzieht, sondern auf dem Austausch des Wassers durch Glyzerin, das der Pflanze über einen langen Zeitraum hinweg Haltbarkeit verleiht. Nur wenige Blumen können auf diese Weise haltbar gemacht werden, denn in der Hauptsache ist diese Methode für Blätter geeignet.

Kräftige Stengel konservieren

Muschelblume
Moluccella laevis

Bei Pflanzen mit kräftigem Stengel bereiten Sie eine Lösung aus sechzig Prozent beinahe kochendem Wasser und vierzig Prozent Glyzerin vor. Diese Mischung muss man kräftig durchrühren. Schneiden Sie die Stengel in einem sehr spitzen Winkel an, wobei braune, verholzte Stengel zusätzlich noch geklopft werden sollten. Dann stellen Sie die Pflanzen in eine Vase, die ungefähr 10 cm hoch mit der heißen Lösung gefüllt wird. Die Stengel sollten in der Vase einen guten Halt haben. Bei Pflanzen mit hohlem Stengel, wie ζ. B. der Muschelblume, sollten Sie einen Draht in den Stengel einführen, um ein Umknicken zu verhindern. Stellen Sie die Vase an einen kühlen, dunklen Platz und warten Sie etwa sechs bis zehn Tage ab, in denen die Pflanzen die Glyzerinmischung absorbieren. Wenn kleine Glyzerintröpfchen aus dem oberen Teil einer Pflanze austreten, hat die Pflanze genug von der Lösung aufgenommen. Nehmen Sie sie sofort heraus: die Pflanzen werden bei zu hoher Aufnahme von Glyzerin teigig und schlaff. Anschließend waschen Sie die Pflanze gründlich ab.

Blätter haltbar machen

Die meisten Blätter sowohl von laubwechselnden wie von immergrünen Pflanzen und Bäumen können mit Hilfe von Glyzerin haltbar gemacht werden. Diese Methode eignet sich besonders gut für Buchen, Blutbuchen, Eukalyptus, Efeu, Mahonie, Orangenblumenblätter sowie für die Muschelblume. Am besten pflückt man die Blätter im Hochsommer, wenn sie besonders kräftig und reif sind.

Denn da man mit Glyzerin kein unreifes Pflanzenmaterial haltbar machen kann, lassen sich damit auch keine Frühlingsblätter behandeln.

Sie können einzelne Blätter konservieren, indem Sie sie in eine etwas stärkere Lösung (fünfzig Prozent Glyzerin, fünfzig Prozent Wasser) eintauchen. Auf diese Weise lassen sich auch Magnolie, Stechpalme, Aspidistra, Lorbeer, Buchsbaum, Zimmeraralie, Ölweide, Klebsame und einige silberblättrige Pflanzen wie die Senecio greyi und der Phlomis fruticosa konservieren. Blätter brauchen nur sechs Tage, bis sie die Glyzerinlösung aufgenommen haben. Zu diesem Zeitpunkt werden Sie eine Farbveränderung feststellen. Nehmen Sie die Blätter aus der Lösung und waschen Sie sie gründlich in einer Spülmittellösung aus, bevor Sie sie mit Leitungswasser abspülen. Zum Schluss tupfen Sie die Blätter mit Küchenpapier trocken.

Pflanzenmaterial einfärben

Mit Glyzerin behandelte Pflanzen sind so geschmeidig, als würden sie noch wachsen. Dennoch entzieht diese Methode einer Pflanze viel von ihrer natürlichen Farbe und lässt Blätter trübe und dunkel werden.

Um die Pflanzen vor dem Verfärben zu bewahren, geben Sie einfach etwas wasserlösliches Färbemittel in die Glyzerinlösung. Diese Methode lässt sich bei der Konservierung von Blättern wie von Stengeln anwenden. Kupferroter Farbstoff ist besonders nützlich bei der Präparierung der Blutbuche, da er ihre leuchtende natürliche Färbung bewahrt. Auch Eukalyptusblätter erhalten dadurch einen interessanten und dennoch natürlich wirkenden Farbton. Für die meisten grünen Blätter ist grüne Farbe am besten geeignet. Weitere Ideen zum Färben getrockneten Pflanzenmaterials finden Sie hier.

Langstielige Pflanzen haltbar machen

Sie benötigen eine Vase, Glyzerinlösung, eine Schere und Pflanzenmaterial.
1. Entfernen Sie die unteren Blätter von den Stengeln.

2. Die Stengel spitz anschneiden und in eine halb mit Glyzerinlösung gefüllte Vase stellen. Zehn Tage an einem dunklen, kühlen Ort stehenlassen.


Blätter haltbar machen

Sie benötigen eine Schüssel, Glyzerinlösung, Seifenwasser und Blätter.
1. Legen Sie die Blätter in die Glyzerinlösung.

2. An einen dunklen Ort stellen, bis sich die Blätter verfärben. Dann mit Seifenwasser reinigen und trockentupfen.


1. Großblättriger Eukalyptus Eucalyptus dalrympleana   2. Eukalyptus Eucalyptus gunnii  3. Wurmfarn Dryopteris filix-mas  4. Winterlinde Tilia x euchlora  5. Spitzenhäubchen-Hortensie Hydrangea macrophylla   6. Blutbuche Fagus sylvatica 'Cuprea'



Kandieren

Viele Pflanzen kann man durch Kandieren haltbar machen. Diese Methode bewahrt ihre natürliche frische Schönheit und macht sie essbar! Verwenden Sie kandierte Blüten nicht nur zur Verzierung von Kuchen, Torten und süßen Puddings, sondern auch beim Dekorieren von pikanten Gerichten.

Wenn Sie Gerichte mit kandierten Blüten schmücken, müssen Sie darauf achten, dass die Pflanzen ungiftig sind. Darüber hinaus sollten Sie Blumen wählen, die von der Größe her zum Gericht passen. Es ist ein häufig vorkommender Fehler, dass Blüten verwendet werden, die viel zu groß für die Oberfläche des Kuchens sind.

Gummiarabikum oder Eiweiß?

Es gibt zwei Methoden des Kandierens: Bei der einen verwendet man Gummiarabikum zum Konservieren des Pflanzenmaterials und bei der zweiten Eiweiß. Blüten und Blätter, die mit Hilfe von Gummiarabikum kandiert werden, sind recht lange haltbar. Man kann Pralinen kaufen, deren Verzierung aus Veilchen oder Bosenblütenblättern auf diese Weise kandiert wurde.

Wenn Ihr Pflanzenmaterial mehrere Monate lang haltbar bleiben soll, müssen Sie Gummiarabikum verwenden. Lösen Sie 12 g Gummiarabikum in einer Viertel Tasse kalten Wassers im heißen Wasserbad auf. Rühren Sie, bis sich die Mischung aufgelöst hat, nehmen Sie sie dann von der Kochplatte und lassen Sie die Lösung erkalten. Währenddessen machen Sie einen Sirup aus einer Viertel Tasse Wasser und 100 g Zucker. Erhitzen Sie ihn auf 80 °C und lassen Sie ihn dann ebenfalls erkalten.

Mit einem Pinsel streichen Sie nun die Gummiarabikum-Lösung auf beide Seiten der Blätter bzw. Blütenblätter. Anschließend pinseln Sie die Zuckerlösung auf. Zum Schluss streuen Sie feinkörnigen Kristallzucker durch ein Sieb über die Pflanzen, bis sie vollständig bedeckt sind. Lassen Sie alles auf fettabweisendem Papier trocknen.

Blüten, die mit Eiweiß kandiert werden, sehen hübscher aus als die mit Gummiarabikum präparierten. Allerdings sind sie nur kurze Zeit haltbar und sollten innerhalb von vier oder fünf Tagen gegessen werden. Da aber auch das Leben eines Kuchens oder einer Torte nur kurz währt, sollte dies eigentlich kein Problem sein. Zum Kandieren mit diesem Verfahren schlagen Sie das Eiweiß, bis es steif ist und eine gleichmäßige Konsistenz hat. Streichen Sie es auf die Blätter oder Blütenblätter und achten Sie darauf, dass beide Seiten gleichmäßig bedeckt werden. Dann bestreuen Sie das Pflanzenmaterial rundum mit feinkörnigem Kristallzucker und legen es auf fettabweisendes Papier. Lassen Sie das Ganze auf einem Blech an einem warmen Ort stehen, zum Beispiel in einem Wäschetrockenschrank, auf einem Heizkörper oder in einem Ofen bei ganz schwacher Hitze. Das Eiweiß wird sich setzen und nach ein paar Stunden getrocknet sein.

Der Geschmack duftender Blüten und Blätter

Auch wenn man sie kandiert, behalten Blüten und Blätter ihren Duft, was ihnen einen ganz besonderen Geschmack verleiht. Kirsch-, Apfel- und Birnenblüten sind ebenso wohlschmeckend wie Akazien- und Holunderblüten. Duftende Rosen, Veilchen, Primeln und hohe Schlüsselblumen schmecken kandiert sehr gut, und Zitrusblüten sind ein absolutes Muss. Dagegen ist der Geschmack der Blütenblätter vieler Zwiebelpflanzen nicht sehr angenehm, mit Ausnahme der kleinen, duftenden Narzisse, die sich sehr gut zum Verzehr eignet.

Kandierte Blätter können sehr hübsch aussehen, besonders wenn man mit ihnen einen Kuchen verziert. Ein prächtiger Schokoladenkuchen mit frischer Pfefferminzglasur und -füllung wird noch köstlicher, wenn man ihn mit kandierten Pfefferminzblättern verziert. Dafür eignen sich auch die Blätter der Zitronenmelisse und duftende Geranienblätter. Auch der kandierte Stengel der Angelica archangelica ist etwas Köstliches.

1 & 5. Kissenprimel Primula vulgaris    2. Lungenkraut Pulmonaria saccharata
3. Mandelblüten Prunus dulcis 'Rosea-plena 4. Narzisse Narcissus 'Peeping Tom'


Kandieren mit Eiweiß

Sie benötigen leicht geschlagenes Eiweiß, feinkörnigen Kristallzucker, einen Teelöffel, einen Pinsel, ein Kuchengitter und Blütenköpfe.
1. Bestreichen Sie mit einem Pinsel die Blütenblätter mit Eiweiß.

2. Streuen Sie mit dem Teelöffel feinkrönigen Kristallzucker über die Blütenblätter. Achten Sie darauf. dass Sie die Blütenköpfe vollständig bedecken, aber schütteln Sie den überschüssigen Zucker sorgfältig ab.

3. Legen Sie die Blüten zum Trocknen auf ein Kuchengitter. Bei milder Wärme trocknen. Sie können damit einen Kuchen oder eine Torte verzieren, die aber innerhalb von vier Tagen gegessen werden müssen.


1 & 3. Stiefmütterchen Viola x wittrockiana 2 & 4. Mandelblüten Prunus dulcis 'Rosea-plena'   5. Blausternchen Scilla sibirica 'Spring Beauty'   6. Kissenprimel Primula vulgaris  7. Chrysantheme Chrysanthemum 'Penny Lane' 8. Kamelie Camellia japonica 'Adolphe Anderson' 9. Rosenblütenblatt Rosa cv. 10 & 12. Hohe Schlüsselblume Primula polyantha 11. Narzisse Narcissus 'Peeping Tom'



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