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Garten - Arbeiten im Garten


Gartenarbeit (Gartenwerk)

Es kann man selber machen

Gartenmöbel

Teil 3

Tisch und Stühle

Für alle die vorzüglich geeignet, deren häusliches Leben sich größtenteils im sommerlichen Garten abspielt, sind ganze Möbelgruppen mit Tischen und Stühlen, beziehungsweise Sesseln. Derartige Kombinationen müssen zuerst einmal in die Umgebung passen. Zum anderen aber sollten sie zwei Eigenschaften aufweisen: robust und standfest sein.

Bild und Zeichnung der weißlackierten Kombination.

Besonders gut in den Garten passt die WEISSLACKIERTE KOMBINATION AUS TISCH, SESSEL UND BANK. Sie hat außerdem den Vorteil, dass sie nicht nur bequem ist, sondern sich auch mühelos zerlegen, klein zusammenklappen und daher ebenso leicht verstauen lässt.

Unsere Zeichnung zeigt, warum es so einfach ist: Alle Teile werden mit ausreichend dimensionierten Schlossschrauben verbunden, die sich leicht wieder lösen lassen. Grundmaterial bilden 2 cm dicke, beidseitig gehobelte Fichtenbretter von 17 cm Breite. Es wird mit einer Kreissäge auf die erforderliche Breite zugeschnitten -8 cm für die Sitzfläche, Rahmen, Armlehnen und Beine; 5 cm für die Rückenlehne; 6 cm für die Beinwinkel. Die Kurve der Rückenlehnen kann man nur aus dem vollen Brettformat herausschneiden. Für die Querhölzer der Sitzflächen benötigt man gehobelte Dachlatten. Der Gesamtmaterialbedarf lässt sich sehr leicht entsprechend der Zusammenstellung der Gruppe aus unserer Zeichnung errechnen.

Mit einem Hobel werden zunächst alle später sichtbaren Kanten der fertig zugeschnittenen Bauteile leicht angefasst. In einem Arbeitsgang bohren und ansenken kann man dann die Schraubenlöcher, wenn ein entsprechender „Krauskopf" auf den Bohrschaft geschoben und darauf befestigt wird. Sämtliche Bauteile sollten sorgfältig angerissen sein.

Mit wasserdichtem Leim bestreicht man die Kontaktflächen der Beine, bevor sie zusätzlich mit verzinkten Spanplattenschrauben (4x50) verbunden werden. Die Arbeit mit der Schraubzwinge entfällt so. Die flache Seite auf die flache Seite - so schraubt und leimt man die zwei Querbretter zwischen Vorder- und Hinterbein. Die Armlehne, mit Leim und Schrauben angesetzt, macht das Seitenteil komplett. Auch die Seitenteile der Bank entstehen auf die gleiche Weise.

Was für Möglichkeiten der Fachhandel dem Gartenbesitzer bietet, machen zwei Beispiele aus dem Katalog deutlich: Die verschiedenen Modelle lassen sich zu Gruppen kombinieren, die den jeweiligen individuellen Bedürfnissen angepasst sind.


Auf Abstand muss man dann die Bretter der Sitzfläche verschrauben, damit das Regenwasser besser abfließen kann. Als Auflagefläche dient je ein Stück gehobelte Dachlatte. Eingeschobene Abstandhalter sorgen für gleichmäßige Zwischenräume. Schwung erhält nun das Oberteil der Rückenlehne mit Hilfe einer Formschablone. Man schneidet den schmaleren Brettstreifen aus und verleimt und verschraubt ihn so mit dem breiteren Brett, dass unten ein 4 cm breiter Falz für die Rückenlehne bleibt. Mit der Stichsäge wird anschließend diese aufgedoppelte Kurve in einem Arbeitsgang ausgeschnitten. So fällt hinterher das Nacharbeiten mit Raspel und Sandpapier leichter.

Jetzt die aufrechten Bretter mit Abstandleisten lose in den Falz einlegen, mit der Schablone die erforderliche Kurve und anschließend die Linie der Unterkante anreißen. Mit einem Stecheisen muss man dann die Aussparungen, die zum Einhängen in die Sessel-Seitenteile erforderlich sind, ausstemmen. Die geraden Schnitte vorher ausführen. Verleimen und verschrauben sollte man die Rückenlehne erst, wenn alle vorher beschriebenen Schritte ausgeführt sind.

Sitzfläche und Rückenlehne werden anschließend mit zwei verzinkten Scharnieren verbunden. So lassen sie sich später im Winter besser zusammenlegen. Ist alles richtig vorbereitet, müssen die Aussparungen in den breiten Holmen der Rückenlehne genau über die oberen Querstreifen der Seitenteile greifen. Die Löcher für die Schlossschrauben, die für die endgültige Verbindung sorgen, müssen vorgebohrt werden, solange die Teile zusammengespannt sind. Große Unterlegscheiben unter die Muttern legen.

Die Beine für den Tisch werden zu einem Winkel von 8x8 cm verleimt, bevor man sie mit je vier Schlossschrauben an der Zarge befestigt. Alle Bretter der Tischplatte müssen von der Unterseite verschraubt werden. Dann werden alle fertigen Teile mit einem tief eindringenden Holzschutzmittel behandelt. Dann erst folgt der Anstrich mit weißer Grund-, Zwischen- und Deckfarbe.

Besonders praktisch - weil extrem leicht verstaubar - sind auch der KLAPPTISCH MIT KLAPPSTÜHLEN.

Zeichnung und Bild des rotlackierten Klappstuhls mit Klapptisch.


Als Material werden preisgünstige Fichtenbretter für die Tischplatte und ebenso preisgünstige Dachlatten für Tischgestell und Stühle benötigt, und zwar 14 lfd. m Fichtenbretter (2 cm dick und 9,5 cm breit) sowie 9 lfd. m Dachlatte für den Tisch und 14 lfd. m Dachlatte für je einen Klappstuhl. Unsere Konstruktionszeichnung gibt die genauen Abmessungen der einzelnen Bauteile.

Der Bau selbst wird folgendermaßen vorgenommen: Sämtliche Einzelteile der Klappstühle exakt im rechten Winkel ablängen. Mit 10-mm-Dübeln und wasserfestem Leim dann die Streben der Rückenlehne mit den Querholmen verbinden. Dabei sind zwei Schraubzwingen nötig, um die geleimten Dübel-Verbindungen fest zusammenzuspannen (die Schraubzwingen müssen eine Spannweite von 50 cm besitzen).

Alle Bohrungen sollten genau ausgeführt werden, am besten mit Hilfe eines Bohrständers. Das gilt vor allem für die langen, aufrechten Bein-/ Rückenlehnen-Streben, deren Dübel-Bohrungen einen Durchmesser von 1 cm und die Tiefe von 3 cm besitzen müssen. Danach die beiden Scharniere, die die Rückenlehne mit der Sitzfläche verbinden, sorgsam anpassen. Die Scharnierlappen lässt man mit dem Stecheisen ins Holz ein. Da die Sitz-Seitenteile und die vorderen Beine nach innen einschlagen sollen, muss eine mit der Rückenlehne verdübelte Strebe für die Überschneidung sorgen. Jetzt mit der Stichsäge die Vorderkanten der Armlehnen und die Ecken der Rückenlehnen leicht abrunden, scharfe Holzkanten mit Sandpapier brechen.

Senkkopf-Holzschrauben, 2,5 cm lang und aus rostfreiem Material, verbinden die Seitenteile durch je zwei stabile Scharniere mit den Beinholmen der fertigen Rückenlehne. Beim Tischgestell sorgen verzinkte Schlossschrauben (M8x80 mm) mit Unterlegscheiben und Muttern für eine feste Verbindung der Tischbeine mit den Zargen. Abschließend müssen die Zargen mit breiten Brettern beplankt werden. Dann folgt nur noch der mehrfache Farbanstrich, und schon ist die Kombination für den Garten fertig.

Zeichnerische Seitenansicht und Bild des Tisches zum Bepflanzen.


Als Material benötigt man gehobelte Dachlatten, Rechteckleisten 1,2x1,7 cm, und gehobelte Fichtenholzbretter, 2x9 cm. Zunächst werden dann auf einer Hilfsplatte die genauen Maße des Beinelements in der Seitenansicht aufgerissen (siehe Zeichnung). Dabei muss das senkrechte Bein 70 cm hoch, das schräge Bein in einem spitzen Winkel, also mit 76 cm etwas länger, sein.

Die langen Querbretter erscheinen auf unserer Zeichnung als schraffierte Flächen.

Nun genau nach diesem Anriss die Latten und Bretter zuschneiden. Auch die Aussparungen, die für den Querholm gemacht werden müssen - man sägt sie von beiden Seiten mit einer Feinsäge heraus -, folgen genau dem Bauplan. Das untere Fichtenbrett wird erst vorgebohrt und aufgerieben, dann unten bündig mit beiden Beinen verschraubt. Sind zwei Beinwinkel auf diese Art verbunden, kann man auch den Querholm in die Aussparungen einfügen und verschrauben.

Die langen Querbretter, deren Schraubenlöcher ebenfalls vorgebohrt wurden, folgen als nächstes. Mit Drahtstiften heftet man die Rechteckleisten in etwa 7-cm-Abständen auf die Tischbeine. Sie ragen an beiden Seiten etwa 3 cm über die Beinkanten hinaus und werden versetzt zu den langen Querleisten angebracht. Diese Überlappung verleiht dem Tisch einen besonderen Reiz. Ein 80 cm langer Blumenkasten muss erst in das Bein-Element eingehängt werden, bevor das letzte Seitenbrett festgeschraubt wird. Die Kastenenden ruhen auf den Seitenbrettern.

Auf drei Dachlatten sind die acht Fichtenbretter der Tischplatte verschraubt. 1,4 cm breite Klötzchen dienen als Abstandhalter bei der Montage. Wenn man die Bein-Elemente so aufstellt, dass beide äußeren Latten der Tischplatte eng an den Seiten anliegen, kann die Platte mit ein paar Schrauben von oben befestigt werden. Nun nur noch Holzschutzlasur verwenden und dann mehrere Lackschichten auftragen, um Wetterfestigkeit zu garantieren.


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