Holzschutz - Gartenarbeit(Gartenwerk) - Garten
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Gartenarbeit (Gartenwerk)

Es kann man selber machen

Holzschutz


Ein widerstandsfähiger, massiver Plankenzaun.


Im Freien verbautes Holz unterliegt erheblichen Beanspruchungen. Das Holz muss Wind, Regen und Sonne, Hitze und Kälte ertragen. Hölzer, die in die Erde eingebaut sind, werden durch die wechselnde Erdfeuchte, die die Moderfäulepilze begünstigt, stark belastet. Allerdings ist in der Regel bei Holz, das im Freien verbaut ist, der Insektenbefall selten. Dafür sind die Haltbarkeitsansprüche recht groß. Schließlich soll die Palisadenwand jahrzehntelang ihre Funktion erfüllen! Nur ein fachgerechter Holzschutz kann für viele Jahre die Beanspruchung abwehren.

Holzschutz ist nicht nur CHEMISCHER HOLZSCHUTZ. Dazu gehört auch der KONSTRUKTIVE HOLZSCHUTZ. Was versteht man darunter? Die richtige, holzgemäße Bauweise durch Ausbildung von Details, die Schadensquellen vermeiden oder beschränken, das ist - allgemein gesagt - konstruktiver Holzschutz. Ohne Beachtung konstruktiver Regeln ist jeder noch so intensiver, chemischer, Holzschutz in seiner Wirkung beschränkt, wenn nicht gar wirkungslos.

Es sind oft kleine Dinge, die den konstruktiven Holzschutz ausmachen. Schon das schräge Abschneiden des oberen Endes der Zaunpfähle lässt an dieser empfindlichen Stelle schnell das Regenwasser ablaufen. Besser ist es, wenn man solche Hirnholzflächen mit einem kleinen Brettchen abdeckt. Holzverbindungen sind so auszubilden, dass Regenwasser rasch ablaufen kann und Feuchtigkeit wieder abtrocknet. Holz muss atmen können. Daran wird sehr häufig nicht gedacht. Der richtige Einbau der Hölzer ist eine Grundvoraussetzung für die Wirksamkeit des chemischen Holzschutzes.

Besonders, wenn Holzteile direkten Erdkontakt haben, ist ein richtig ausgeführter chemischer Holzschutz unerlässlich und, wie Sie später lesen können, für die Umwelt sogar unbedenklich. Wenn Hölzer für viele Jahre, gar für Jahrzehnte dem Erdkontakt widerstehen sollen, scheiden alle Holzschutzmittel, die mittels Streichen oder Tauchen aufgebracht werden, aus. Warum? Durch Streichen oder Tauchen wird das Holzschutzmittel kaum in das zu schützende Holz eindringen. Die Wirksamkeit der Mittel, die zum Streichen geeignet sind, ist im übrigen nicht auf jahrelange oder jahrzehntelange Haltbarkeit gegen Moderfäule eingestellt. Die DIN 68 800, die sich mit Holzschutz befasst, ordnet die Hölzer, die Erdkontakt haben, in die Schutzklasse vier ein. Hierfür ist ausdrücklich die KESSELDRUCK-IMPRÄGNIERUNG vorgeschrieben.

Auch verabschiedete Norm für Kinderspielplätze schreibt wegen der Sicherheitsanforderungen an solche Objekte die Kesseldruck-lmprägnierung vor.

Sie wird in großen, geschlossenen Kesseln durchgeführt. Allerdings geben die vielen gebräuchlichen Bezeichnungen wie druckimprägniert, tiefdruckimprägniert usw. keinen Aufschluss darüber, ob der Holzschutz auch fachlich richtig ausgeführt wurde.

Aus diesem Grunde führen qualitäts- und umweltbewusste großtechnische Imprägnierwerke schon seit vielen Jahren den Holzschutz nach den strengen Vorschriften des „RAL-Gütezeichens Kesseldruck-Imprägnierte Palisaden und Holzbauelemente für den Garten-, Landschafts- und Spielplatzbau" aus. Diese Vorschriften regeln den Ablauf der Kesseldruck-lmprägnierung und führen zu einem optimalen Holzschutz. Verwendet werden in der Regel heimische Holzarten wie Fichte, Kiefer; seltener Lärche und Douglasie sowie für Spezialanwendungen Buche und Eiche. Zugelasssen sind nur vom Institut für Bautechnik geprüfte Holzschutzsalze mit den Prüfzeichen P, IV, W und E.

P = wirksam gegen Pilze (Fäulnisschutz)

IV = gegen Insekten vorbeugend wirksam

W = auch für Holz, das der Witterung ausgesetzt ist, jedoch nicht im Erdkontakt oder in Gewässern

E = auch für Holz, das extremen Beanspruchungen ausgestzt ist (Erdkontakt, fließendes Wasser o. ä.)

Eine Außenstube aus witterungsbeständigem Holz.

Das VAKUUMDRUCKVERFAHREN wird zur Tränkung von luftgetrockneten Hölzern eingesetzt. Hier wird nach einem sehr kräftigen Vakuum in einer längeren Druckperiode mit 7 und 10 bar Druck die Holzschutzmittellösung in das Holz gepresst. Höhe und Dauer des Vakuums sowie die Länge der Druckperiode sind je nach Holzart unterschiedlich, um eine optimale Eindringtiefe des Holzschutzmittels zu gewährleisten.

Das WECHSELDRUCKVERFAHREN wird bei saftfrischen Hölzern angewendet. Hierbei wird nach einem automatisch ablaufenden Programm der Baumsaft durch die Imprägnierlösung ersetzt.

Firmen, die das RAL-Gütezeichen führen dürfen, kennzeichnen ihre Produkte mit einem Hammereinschlag (siehe Abbildung). Damit ist sichtbar gemacht, dass der Holzschutz dieser Produkte den strengen Bestimmungen des Gütezeichens entspricht und aus einer güteüberwachten Fertigung stammt. Das Holzschutzmittel verbindet sich fest mit der Holzfaser innerhalb von vier Wochen nach der Holzschutzbehandlung (Frosttage nicht mitgerechnet). Vor Ablauf dieser Frist können die Hölzer nicht in die Erde eingebaut werden.

Es empfiehlt sich daher (besonders bei Sonderwünschen), rechtzeitig die Hölzer zu bestellen.

HOLZSCHUTZLASUREN: Diese Produktgruppe stand in den letzten Jahren häufig im Mittelpunkt der Umweltdiskussion. Heute sind, zumindest bei den Markenfabrikaten deutscher Herkunft, die Rezepturen der Lasuren gegenüber früher abgeändert. Man ist sogar so weit gegangen, die für Innenräume zu verwendenden Lasuren wirkstoffrei, also ohne klassische Holzschutzmittelbestandteile, herzustellen. Lasuren dieses Typs ergeben also einen nicht witterungsbeständigen Oberflächenschutz, der glänzend oder matt ausfallen kann und Hölzer vor Verschmutzung und mäßiger Feuchtigkeitsbelastung schützt. Lasuren für Außenanwendung sollten möglichst nicht in Innenräumen verwendet werden.

Wird zum Beispiel ein Gartenhäuschen renoviert, braucht man also zwei verschiedene Holzschutzlasuren, die sich allerdings in den Farbtönen gleichen können. Farblose Lasuren für den Außenbereich eignen sich nur für die Grundierung, nicht für die Endbehandlung. Die UV-Strahlung lässt diese farblosen Lasuren schnell vergrauen. Wer gerne einen natürlichen Holzton hat, sollte eine dem Holzton entsprechende Farblasur verwenden. Im Gegensatz zu deckenden Farben behält das Holz nach dem Lasuranstrich die natürliche Oberflächenausformung bei und kann frei atmen.

Kesseldruckimprägnierte Hölzer sind im allgemeinen grün oder braun. Oft hat man aber aus architektonischen oder geschmacklichen Gründen andere Farbwünsche. Für die Außenverwendung geeignete Lasuren eröffnen für diese Hölzer eine breite Farbpalette. Auch wenn nach vielen Jahren die Hölzer silbergrau geworden sind, kann mit Lasuren die Farbe wieder aufgefrischt werden. Die Auffrischung bezieht sich aber nur auf die Farbe, nicht auf den Holzschutz. Im allgemeinen kann bei in der Erde eingebauten Hölzern im Erd-Luft-Bereich (gerade da ist der Holzschutz besonders nötig) nachträglich kein Anstrich aufgebracht werden, es sei denn, man nähme umfangreiche Grabearbeiten in Kauf.

BIO-HOLZSCHUTZMITTEL: Diese, im Zuge der Umweltdiskussion angebotenen Holzschutzmittel dürfen nicht überschätzt werden. Für den Außenbereich ist deren Wirkung im allgemeinen zu gering. Auch sind die für diese Mittel einsetzbaren Verarbeitungsmethoden (Streichen oder Tauchen) nicht geeignet, ausreichende Eindringtiefen des Holzschutzmittels zu erreichen.

Dort, wo Holz in der Erde eingebaut werden soll, ist die Kesseldruckimprägnierung sicherlich die umweltfreundlichste Imprägnierung. Bei einmaliger Behandlung mit wenigen Kilo Holzschutzsalzen halten die Hölzer 20 Jahre und länger. Um dies mit anderen Holzschutztechniken zu erreichen, sind im Abstand von wenigen Jahren mehrere Nachbehandlungen mit zusammengerechnet wesentlich mehr Mitteleinsatz nötig. Und es ist zweifelhaft, ob die erwünschte Wirkung eintritt. Bezogen auf eine Mengeneinheit Holz benötigt man unter Berücksichtigung der Haltbarkeitsdauer bei der Kesseldruckimprägnierung am wenigsten Holzschutzmittel.


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