Die Rose - Gartenblumen
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Gartenpflanzen


Die Rose - Königin der Blumen

Detailliert über die Gartenrosen - Pflege des Rosengartens



Lockerung des Bodens

Wenn die Rosen gedeihen sollen, so muss der Boden locker gehalten werden. Das ist aber nicht leicht, wenn die Rosen eng gepflanzt sind. Der beste Moment zum Umgraben ist der November, wenn die Beete gereinigt sind, der März oder der April, nach dem Rosenschnitt. Dem Umgraben im November kann man allerdings entgegenhalten, dass dann die Krankheitskeime in den Boden kommen, wo sie gut überwintern können. Bei der Frühjahrsarbeit kommen sie dann wieder an die Oberfläche.

Zur Lockerung des Bodens verwende man nicht den Spaten, sondern eine Grabegabel. So sind die Wurzeln weniger Verletzungen ausgesetzt. Sehr vorteilhaft ist die zweizähnige Grabegabel, die man selbst herstellen kann, indem man von einer vierzähnigen die beiden äußeren Zähne absägt. Mit ihr kommt man ganz nahe an den Wurzelstock heran. Da sie leicht ist, kann man sie mit einer Hand halten und mit der andern Unkraut ausreißen, das tief wurzelt.

Düngung

Beim Umgraben kann man auch Dünger in den Boden bringen, im November einen organischen, der sich nur langsam zersetzt, wie Hornspäne, Knochenmehl, im Frühjahr einen speziellen mineralischen Rosendünger, der in genau berechneten Proportionen Stickstoff, Phosphorsäure, Kali, Magnesium und Spurenelemente, aber keinen Chlor enthält. Dabei soll die vom Hersteller pro Quadratmeter vorgesehene Menge angewendet werden, wobei zu bemerken ist, dass eine Überdüngung ebenso schadet wie Nährstoffmangel.

Kunstdünger kann auch mit der Hacke leicht in den Boden eingearbeitet oder vor dem Abhäufeln im Frühjahr ausgestreut werden. Sollten Rosen ungewöhnlich schwachwüchsig sein, so kann man ihnen eine kleine Gabe Stickstoffdünger verabreichen, z.B. Ammon- oder Kalksalpeter oder einen flüssigen Volldünger.

Eine richtige Zusammensetzung des Düngers ist wichtig, weil jeder Nährstoff eine spezielle Wirkung hat. Stickstoff gibt kräftige Triebe und ein schönes Blattwerk. In zu großen Mengen angewendet erzeugt er mastige Pflanzen, die krankheitsanfällig und zu schwach sind, um schwere Rosen korrekt zu tragen.

Phosphor macht die Pflanze blühwillig und wirkt sich auf den Duft aus. Eine Überdüngung mit Phosphorsäure kann zum Verblassen der Farben führen. Kali beeinflusst die Festigkeit der Triebe und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Kälte.

Magnesium ist nötig für einen guten Stoffwechsel. Der Handel bietet Volldünger an, deren Zusammensetzung den Ansprüchen der Rosen entspricht. Ende Juni, nach dem ersten Flor, kann nachgedüngt werden. Nach Mitte Juli muss jede Düngergabe unterbleiben, weil der Trieb sonst zu stark angeregt wird und das Holz nicht genügend ausreift. Wichtig ist, dass nicht nur mineralische Dünger dem Boden verabreicht werden und dass dieselben durch organische ergänzt werden. Ferner muss dem Boden Humus zugeführt werden, z. B. durch Stalldünger, wenn solcher erhältlich ist, kurzgeschnittenes Stroh, das auch ein ausgezeichneter Winterschutz ist, oder eines jener humushaltigen Produkte, die der Handel anbietet und die meistens auf Torf aufgebaut sind. Hat man strohigen Mist zur Verfügung, so bedecke man damit im November den Boden; im Frühjahr wird er untergegraben und gibt einen ausgezeichneten Humus.

An Kompost verwende man nur solchen, der keine Unkrautsamen enthält, da in einem Rosenbeet die Unkrautbekämpfung nicht leicht ist.

Unkrautbekämpfung

Im Verlauf der Vegetation, von April/Mai bis Oktober, muss der Boden öfters gelockert und dabei das Unkraut entfernt werden. Die Häufigkeit dieser Operation hängt vom Wetter ab. Es ist immer gut, den Boden nach dem Regen zu lockern, wenn er oben etwas abgetrocknet, innen aber noch feucht ist. Auf diese Art wird die Bildung einer Kruste verhindert. Durch die Zerstörung der Haarröhrchen wird die Wasserverdunstung vermindert und die Feuchtigkeit im Boden zurückgehalten. Dazu verwende man eine leichte Hacke, wenn die Rosen nicht eng beieinander stehen, die schon erwähnte zweizähnige Grabegabel oder eines jener Gartengeräte, die man durch den Boden zieht. Dazu ist es vorteilhaft, die Rosen nicht in einander kreuzende Reihen, sondern hintereinander zu pflanzen.

Bewässern

Weil die Wurzeln der Rosen sehr tief in den Boden eindringen, ist ein Bewässern nur in sehr trockenen Perioden nötig, wenn sie in einem mageren Boden stehen oder vor weniger als einem Jahr gepflanzt wurden.

Man gieße niemals bei voller Sonne, sondern am besten abends. Während der Nacht kann das Wasser gut in den Boden eindringen. Es wird mit der Gießkanne oder mit dem Gartenschlauch (ohne Mundstück) direkt auf die Erde gerichtet, ohne die Blätter zu benetzen.

Um eine Verkrustung des Bodens zu verhindern, wird geraten, das Wasser zu verteilen, indem man über das Schlauchende Sacktuch bindet. Man könnte die Rosen auch während der Nacht beregnen. Aber in der Praxis wird das wohl nur möglich sein, wenn man nur wenige Rosen hat. Man müsste schon den Mut haben, mehrmals in der Nacht den Standort des Beregnungsapparats zu ändern. Man gieße die Rosen nicht öfters, aber gründlich. Ein oberflächliches Bewässern ist ohne Wirkung. Das Wasser verdunstet, ehe es an die Wurzeln gelangt. Man gebe ungefähr 25 Liter pro Quadratmeter. Das sind etwa 3 1 pro Rosenbusch bei sehr enger, 61 bei weiter Pflanzung. Selbst bei trockenem Wetter ist dann in den nächsten drei Wochen ein Bewässern unnötig.

Dies gilt für einen guten, lehmhaltigen Gartenboden. In einem leichten Sandboden hingegen versickert das Wasser schneller, und das Bewässern muss häufiger, aber trotzdem gründlich geschehen. Das Gießen wird erleichtert und wirkungsvoller, wenn das Rosenbeet tiefer als der umgebende Boden liegt. Um Kletter- und Strauchrosen mache man eine Vertiefung, damit das Gießwasser, das reichlicher bemessen werden muss, nicht abfließt. Das ist besonders wichtig für Rosen, die an einem Hang oder an einer sonnigen Mauer stehen, wo überdies der Regen nicht ungehindert hinkommt. Ende Juni, anfangs Juli gibt das Gießen Gelegenheit, mit einem gut löslichen mineralischen Dünger den Rosen neue Kraft zu geben. Das geschieht, nachdem der Boden mit klarem Wasser begossen wurde. Natürlich kann man auf diese Art auch nach einem Regen düngen.

Das Entfernen der wilden Triebe

«Meine Rosen werden wild», hört man manchmal klagen. Das ist immer die Folge von Unaufmerksamkeit und einer ungenügenden Pflege. Die große Mehrzahl der Rosen sind auf Wildlinge veredelt. Es kommt öfters vor, dass diese Schösse treiben, die aus den Wurzeln oder aus dem Wurzelstock unterhalb der Veredlungsstelle kommen. Es sind Schmarotzer, die, wenn man sie wachsen lässt, schnell kräftiger als der edle Teil des Busches werden. Dieser verliert dann im selben Maß an Kraft. So kommt es, dass in zwei oder drei Jahren die Rosen wild werden.

Glücklicherweise haben die wilden Triebe ein ganz anderes Aussehen als die edlen, und mit etwas Aufmerksamkeit erkennt man sie leicht. Am besten reißt man sie ab. Wenn das nicht möglich ist, schneidet man sie so nahe als möglich bei der Stelle ab, aus der sie herauswachsen. Wenn nötig, gräbt man ihnen nach. Nur wenn sie vollständig entfernt werden, treiben sie nicht mehr aus. Während der ganzen Wachstumsperiode müssen die Rosen auf Wildtriebe überwacht werden. Bei Kletterrosen vom Typ der Wichuraianahybriden ist es nicht immer leicht, wilde Triebe von edlen zu unterscheiden. Ehe man zur Schere oder zum Messer greift, muss man die Triebe gut beobachten.

Das Entfernen der abgeblühten Rosen

Abgeblühte Rosen müssen unverzüglich abgetrennt werden, wenn man eine gute Nachblüte haben will. Das ist besonders wichtig bei Sorten, die Früchte bilden; alle Nährstoffe, die zu ihrem Aufbau dienen, sind für die Pflanze verloren. Wenn es sich aber um einmalblühende Rosen mit dekorativen Hagebutten handelt, werden die abgeblühten Blumen nicht entfernt.

Die Natur zeigt uns, wo man abtrennen soll. Überlässt man nämlich den Trieb, welcher die Rose trug, sich selbst, so fangen die Augen an, sich zu entwickeln. Gewöhnlich ist die Knospe, die sich im Winkel des dritten oder vierten Auges befindet (von oben gezählt), das stärkste. Etwa %cm über ihr wird der Stiel der Rose abgeschnitten. Meistens ist es so, dass die abgeblühte Rose mit zwei vollständig entwickelten Blättern abgetrennt wird. Vollständige Blätter sind solche, welche die normale Zahl der Fiederblättchen haben, meistens sind es deren fünf. Bei Rosen, die in Büscheln blühen, was hauptsächlich bei Polyantha- und Floribundarosen der Fall ist, sollen die einzelnen Blüten nach ihrem Abblühen entfernt werden. Das kann durch bloßes Abknipsen geschehen. Lässt man sie stehen, so bietet die Dolde einen unschönen Anblick. Es gibt allerdings Rosen, die sich selbst reinigen; die Petalen fallen von selbst ab, was sehr positiv bewertet wird. Um das Abfallen zu beschleunigen, kann man die Triebe leicht schütteln. Sind alle Einzelrosen der Dolde abgeblüht, so wird dieselbe über dem ersten unter ihr befindlichen Blatt abgeschnitten.

Ausbrechen der Knospen und Entspitzen

Manche Rosenfreunde haben lieber eine einzige, große Rose an einem langen Stiel als mehrere kleinere. Sie brechen deshalb die Seitenknospen aus. Das geschieht manchmal in Hinsicht auf eine Rosenausstellung. So kann es vorkommen, dass dann Floribundarosen wie Teehybriden aussehen. Regelmäßig werden die Seitenknospen bestimmter Floribundarosen in den Treibhäusern ausgebrochen, um schöne mittelgroße, in der Vase lange haltende Schnittrosen zu erzeugen.

Es kann im Frühjahr vorkommen, dass Triebe sich außerordentlich verlängern oder dass sie nicht in einer Blütenknospe enden. Das sind sogenannte blinde Triebe. In diesem Fall wird der Trieb entspitzt; sein Ende wird mit mehreren Blättern abgeschnitten. Dann treiben gewöhnlich die zwei obersten der stehengebliebenen Augen aus und werden blütentragende Triebe.

Arbeiten im Herbst

Vor Eintritt der Winterkälte werden die letzten abgeblühten Rosen oder die etwa gebildeten Hagebutten abgeschnitten. Bei dieser Gelegenheit kann man die Triebe etwas einkürzen, vor allem die besonders langen, wie man sie bei 'Queen Elizabeth', 'Erotika', 'Super Star' findet. Sie würden vom Wind heftig geschüttelt werden, was die Bildung eines Hohlraums zur Folge hätte, durch welchen die Kälte ungehindert bis zu den Wurzeln dringen könnte. Auch wird geraten, die dürren Blätter aufzuheben, so weit dies noch nicht geschehen ist und sie zu verbrennen. Mit ihnen werden unzählige Krankheitskeime vernichtet.

Winterschutz der Rosen

Wenn man im Frühjahr feststellt, dass Rosen nicht austreiben, so liegt das nicht immer an der Kälte. Es kommt nämlich vor, dass in einem verhältnismäßig milden Winter mehr Rosen verloren gehen als in einem sehr kalten.

Die Umstände, die zum Verlust von Rosen führen, können verschieden sein. Wenn z.B. die Rosen im Spätherbst ihr Wachstum nicht abschließen und deshalb das Holz nicht ausgereift ist, erleiden sie starken Schaden durch einen plötzlichen starken Frost. Umgekehrt können Rosen infolge warmer Witterung schon im Spätwinter ihre Ruhepause beenden und in Saft kommen. Es kann dann zu Ausfällen kommen durch das Auftreten starker Fröste. Einen großen Einfluss auf die Winterfestigkeit hat auch die Schneedecke. Kahlfrost ist immer gefährlicher als eine von Schnee begleitete Kälte. Selbst die dünnste Schneedecke bildet einen Schutz. So stellt man manchmal fest, dass nach der Schneeschmelze die Triebe von einer gewissen Höhe ab tot sind. Es ist das Holz, dass über der Schneedecke stand, während das Holz, das im Schnee stand, grün geblieben ist.

Wenn ein längerer Frost mit Wind und Sonnenschein verbunden ist, verdunsten die Triebe Wasser, das nicht ersetzt werden kann, weil der Boden gefroren ist. Wenn dann im Frühjahr die Rosen nicht austreiben, so sind sie nicht erfroren, wie man annehmen könnte, sondern vertrocknet. Auch ständiger Wechsel der Temperatur, z. B. Frost und Tauwetter im Februar werden den Rosen gefährlich. Wie kann man die Rosen gut durch den Winter bringen? Wenn die Veredlung sich etwa 5 cm in der Erde befindet, so wird die Rose einen normalen Winter gut überstehen, wenn es keine besonders frostgefährdete Sorte ist. Zwar können die Triebe mehr oder weniger tief herab erfrieren oder verdorren, aber die Rose wird wieder von unten her austreiben.

Im allgemeinen wird man m Deutschland die Rosen Ende November oder Anfang Dezember etwas anhäufeln. Es darf aber nicht zu viel Erde weggenommen werden; sonst geraten die Wurzeln in Gefahr, Stroh, besonders kurzgeschnittenes, strohiger Mist, Humotin sind ein guter Winterschutz, ebenso Tannenreisig, das hauptsächlich gegen die Sonnenstrahlen an hellen Wintertagen und gegen wiederholtes Gefrieren und Auftauen schützt. Stammrosen werden am besten umgebogen und auf die flache Erde gelegt, nachdem ihre Triebe eingekürzt und die Blätter entfernt wurden. Sie werden mit einem Haken festgehalten. Die Krone, besonders die Veredlungsstelle, wird mit Erde bedeckt. Wenn die Stämmchen zu alt sind, um umgebogen zu werden, umgibt man die Krone mit Holzwolle, Stroh oder Heu und stülpt darüber eine Plastikhülle, damit sich in der Krone keine Eismasse bildet. Die Hülle darf unten nicht luftdicht geschlossen werden, da sonst die Triebe ersticken. Die meisten Kletterrosen überstehen den Winter ohne besondern Schutz. Kälteempfindliche können bis in eine Höhe von etwa 1 m mit Tannenreisig oder Schilf eingebunden werden.


      





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