| Hauptseite | Zimmerpflanzen | Gartenpflanzen | Foto | ||
Zimmer- und Gartenblumen |
MenüSucheFreundeVorteilhaft |
![]()
Gartenpflanzen
|
|
SCHNITT EINER AUSGEWACHSENEN GROSSBLUMIGEN STRAUCHROSE (3 - 4 Jahre alt) |
||
|
|
||
|
Erster Schnitt. Einkürzen der älteren und Entfernen der schwachen Triebe. Das ist der Verjüngungsschnitt. |
Die verjüngte Rose mit angezeichneten Schnittstellen. |
Zurückgeschnittene Rose |
Der Schnitt der Buschrosen
Der Schnitt hat zunächst die Verjüngung des Busches zum Ziel. Er besteht in der Entfernung der ältesten Zweige, welche gewöhnlich nur noch kleine und schwache Triebe tragen. (Die Rinde der alten Zweige ist gewöhnlich braun und rauh, während die jungen glatt und hellfarbig sind.) Aber es kommt vor, dass sie einen oder mehrere junge, kräftige Seitentriebe tragen. In diesem Fall wird oberhalb der Ansatzstelle eines jungen Triebes geschnitten. Der Schnitt richtet sich nach dem Wuchs des Busches. Sind genügend kräftige Triebe des Vorjahrs vorhanden, die ihren Ursprung bodennahe haben, so kann man die alten Triebe fast alle entfernen. Gewöhnlich wird man diejenigen älteren Triebe stehen lassen, welche kräftige junge Seitentriebe tragen.
Wenn diese erste Operation beendet ist, bleiben nur die Triebe, die geschnitten werden in Hinsicht auf eine möglichst große Zahl schöner Rosen. Der Schnitt richtet sich nach der Wuchskraft der Triebe. Ein starker Trieb kann 3, 4 oder 5 Augen zum Austreiben bringen, während auf einem schwachen Trieb nur ein Auge zur Entwicklung kommt. Man wird im ersten Fall über dem dritten, vierten oder fünften Auge, im andern Fall aber ganz kurz schneiden.
Natürlich zählt man die Augen von unten her; kaum sichtbare bei der Ansatzstelle kommen nicht in Betracht.
Geschnitten wird immer mit einer scharfen, nicht klemmenden Rosenschere, 5 mm über dem Auge, schräg von ihm weg, damit das Regenwasser nicht auf das Auge läuft.
Die Richtung des Triebes hat einen Einfluss auf den Austrieb der Augen. Auf einem waagerechten oder schiefen Trieb entwickeln sich gewöhnlich mehr Augen als auf einem senkrecht in die Höhe strebenden. Auf einem solchen kommt manchmal nur das letzte Auge zum Austrieb. Die Richtung des Auges hat eine große Bedeutung für die Form des Busches. Ist es gegen außen gerichtet, so wird auch der Trieb sich nach außen entwickeln; das Innere des Busches wird ausgelichtet und die Rosen können sich gut an seiner Peripherie entfalten. Nun gibt es aber Rosenbüsche, deren Triebe auseinanderstreben. Sie werden am besten über einem Auge geschnitten, das nach innen gerichtet ist. Auf diese Art bekommt der Busch eine geschlossene Silhouette.
Ob kurz oder lang zu schneiden ist, hängt auch ab von der dekorativen Rolle, welche die Rosen spielen sollen. Wenn die Büsche in einem Beet stehen, das in einen sorgfältig gepflegten Garten eingeplant ist, so wird jedes Jahr zu einer strengen Verjüngung geschritten, wobei die alten Triebe so weit als möglich entfernt und die normalkräftigen Triebe auf 3 oder 4 Augen geschnitten werden. Das ist der kurze Schnitt. Wenn die Rosen hingegen isolierte Büsche, lange Reihen oder große Massive bilden, von denen man eine Fernwirkung erwartet, so ist die Verjüngung weniger radikal. Ein Teil der alten Triebe bleibt erhalten und man schneidet über dem 5. Auge. Das ist der lange Schnitt. Der kurze Schnitt wird gewöhnlich angewendet in regelmäßigen, nach einem ziemlich strengen Plan angelegten Gärten, besonders für Polyantha- und Floribundarosen. Es ist klar, dass die Qualität des Bodens einen Einfluss auf den angewendeten Schnitt hat. Dieselbe Sorte kann schwachwüchsig in einem schlechten und im Gegenteil starkwüchsig in einem guten Boden sein. Ahnlich ist es mit dem Alter der Rosen. Eine junge Pflanzung verlangt einen kurzen Schnitt. Zwei oder drei Jahre später kann ein langer Schnitt vorteilhaft sein.
Es gibt eine dritte Schnittart, die aber heutzutage kaum noch angewendet wird. Sie bezog sich auf gewisse Remontantrosen oder alte Teehybriden ('Georges Arends', 'Hugh Dickson', 'Mme. Gabriel Luizet', 'Mrs. John Laing', 'Paul Neyron', 'Ulrich Brunner' usw.), die sehr lange Triebe bilden, die sich wenig verzweigen. Man praktizierte einen extrem langen Schnitt mit Bogenbildung. Man schnitt die schönsten Triebe etwas zurück, bog sie herunter, band sie an einen gespannten Draht oder befestigte sie mit einem Haken, den man in den Boden steckte. Auf diese Art veranlaßte man den Austrieb fast aller Augen und erhielt im Juni eine überaus reiche Blüte. Aber die Remontantrosen haben nur eine verhältnismäßig schwache Nachblüte. Dieser Mangel wird noch verstärkt durch den Bogenschnitt.
|
SCHNITT VON GROSSBLUMIGEN REMONTANT-ROSEN (an einer Wand gezogen) |
||
|
|
||
|
1. Jahr |
2. Jahr |
2. Jahr |
|
|
|
|
3. Jahr |
3. Jahr |
|
|
|
|
4. Jahr |
4. Jahr |


|
|
Zimmer- und Gartenblumen © 2010 |
Datenschutzerklärung |
|