Die Rose - Gartenblumen
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Die Rose - Königin der Blumen

Detailliert über die Gartenrosen - Die Rosen in unseren Gärten
(Das Ende des Artikels)


Rosenkollektionen

Die Pflanzungsarten, die wir bis jetzt in Betracht zogen, entsprechen nicht den Wünschen derer, die Rosen haben wollen, um schöne Blumen schneiden zu können, oder für jene, welche die schönsten alten und neuen Sorten miteinander vergleichen wollen.

Sie könnten sich damit begnügen, eine Reihe von großblumigen Rosen etwa an den Wegen entlang im Gemüsegarten zu pflanzen. Es gibt aber besseres zu tun.

Sagen wir zunächst: wenn man genügend Rosen zum Schneiden, zum Betrachten, zum Vergleichen haben will, man die gewählten Sorten in mindestens drei Exemplaren pflanzen muss.

Die beste Anordnung besteht in einer Serie kleiner quadratischer oder rechteckiger Flecke in Rosenbeeten, die etwa 1 m voneinander entfernt sind. Auch die Anordnung in Schachbrettform ist möglich. Man kann auch im Rasen am Fuß einer Hecke oder einer niedrigen Mauer Pflanzflächen in Form von Sägezähnen anlegen und in jeden dieser Zähne eine bestimmte Rosensorte pflanzen. Den Rasen kann man durch einen Teppich von niedrigen Stauden ersetzen: Nepeta, Karpatenglockenblumen, Federnelken. Aber Schneiden und Pflegen der Rosen werden dadurch erschwert. Ein Teppich von Sagina, Phlox amoene, Dianthus deltaoides wäre in dieser Hinsicht vorteilhafter, aber man müsste das Überhandnehmen von Unkraut befürchten.

In diesem großen Rosengarten ohne Prätention sind zahlreiche Rosensorten aller Rassen in einer Sammlung vereinigt, die doch ein ansprechendes Ganzes darstellt. Im Vordergrund 'Belle Blonde'.


Rosen im Steingarten

In großen Steingärten können Strauchrosen, aber nur verhältnismäßig niedrige ihren Platz haben, und zwar in den hohen Teilen oder im Hintergrund, während Miniaturrosen sehr gut eine Rolle in kleinen Steingärten spielen können, unter der Bedingung, dass sie in genügend tiefe, gute Erde gepflanzt werden.

Will man im Steingarten einen einzigen Fleck mit Rosen bepflanzen, so nimmt man nur eine Sorte. Sind dagegen mehrere Pflanzstellen vorgesehen, so kann man in jede eine andere Sorte setzen.

Großblumige Rosen eignen sich nicht für Steingärten. Dagegen steht der Verwendung von niedrigen Polyantha- oder Floribundarosen, sowie von Kompaktrosen nichts im Wege.

Strauch- und Trauerrosen einzeln und in Gruppen

Strauch- und Trauerrosen stehen meistens einzeln im Rasen. Das schließt aber nicht aus, dass sie auch in Gruppen auftreten können. Bedingung ist aber, dass sie genügend voneinander entfernt stehen. Ihre Zahl hängt von der Größe des Gartens und von den gewählten Sorten ab, besonders was die Strauchrosen anbelangt. Zwischen den Trauerrosen ist eine Entfernung von 3 bis 5 m angebracht. Sie können verschiedene Farben haben, aber ihre Silhouetten sollen gleichartig sein. So kann man die rosafarbige 'Dorothy Perkins' mit der weißen 'White Dorothy Perkins' und der roten 'Excelsa' zusammenpflanzen, weil beide lange, biegsame Ranken haben. Man könnte sie aber nicht mit 'Paul's Scarlet Climber' in Verbindung bringen, weil diese viel steifer wirkt. Wenn mehrere Strauchrosen eine Gruppe bilden, müssen sie von derselben Sorte sein. Wenn nur je ein Exemplar von den Varietäten vorhanden ist, müssen sie so weit auseinanderstehen, dass jede isoliert erscheint.

Strauchrose: eine Hybride von 'Rosa hugonis'

Trauerrose 'Excelsa'


Eine herrliche Strauchrose, 'Marguerite Hilling' (Sport von 'Nevada') als lebendiger Zaun.


Rosen in Hecken und lebenden Zäunen

Es ist bei uns nicht üblich, mit Rosen regelmäßige, geschnittene Hecken zu bilden, wie man es mit Thuja, Weißdorn oder Hainbuche tut. Dagegen steht nichts der Bildung von Rosenhecken entgegen, die einem strengen Schnitt nicht unterworfen werden. Das kann man zum Beispiel mit Rosa hugonis tun, die sich im Mai mit einfachen, hellgelben Blüten bedeckt, oder mit Rosa sericea pteracantha, die durch ihre großen, roten, durchscheinenden Stacheln auffällt. Mit ihr könnte man völlig undurchdringliche Zäune bilden.

Viele Strauchrosen, in Reihen gepflanzt, geben lockere, reichblühende Hecken, die recht dekorativ wirken. So kann man z. B. einen Blumengarten von einem Gemüsegarten trennen oder einen Hof abschließen. Die Rosen sollen, je nach ihrem Umfang, 0,75-1 m voneinander entfernt sein. Wir geben in der Folge zwischen Klammern die vorgeschlagenen Entfernungen an. In sehr guten, fruchtbaren Böden können sie vergrößert werden. Rosa rugosa rubra und andere Rugosasorten (0,75-1 m), 'Nevada' und 'Marguerite Hilling' (Im), 'Feuerwerk' (0,75 m), 'Lichtkönigin Lucia' und 'Westerland' (0,75-1 m), 'Clair Matin' und 'Schneewittchen' (0,75 m), 'Golden Wings' (Im), 'Robin Hood' (für niedrige Hecken. 0,30-0,50 m).

 

Andererseits ist es leicht, mit Rosen Spaliere zu bilden, wenn man die Ranken von Kletterrosen an Eisendraht bindet, der waagerecht auf einer Armatur von T-Eisen befestigt ist. Wenn das Spalier 2 m oder höher ist, können starkwüchsige Sorten wie 'Flammentanz', 'Rote Flamme', 'Leverkusen', 'Hamburger Phoenix', 'New Dawn', 'Schwanensee', 'Sympathie', 'Wilhelm Hansmann', 'Parkdirektor Riggers', 'Fugue' verwendet werden. Für niedrigere Spaliere wähle man Sorten mit einem bescheideneren Wuchs, wie 'Coral Dawn', 'Coral Satin', 'Compassion', 'Rosendorf Schmitshausen', 'Iskra', 'White Cockade'.

Um ein Brunnengitter zu bekleiden, kann man wie hier auf 'Paul's Scarlet Climber' zurückkommen oder auf 'New Dawn\ 'Goldstern', 'Iskra', 'Clair Matin'.


Die Bekleidung von Gittern, Baumstämmen, Pergolen, Gerüsten, Pfeilern

Für die größten der zu bekleidenden Motive wählt man am besten ganz starkwüchsige Kletterrosen. Manche haben sehr biegsame Ranken, blühen nur einmal im Jahr, aber sehr reich und lang, wie 'Dorothy Perkins', 'White Dorothy Perkins', 'Excelsa'. Leider sind sie sehr mehltauanfällig. 'Paul's Scarlet Climber' hat diesen Fehler nicht; sie hat steifere Ranken und zeichnet sich durch ihren Blütenreichtum aus.

Für Pfeiler und Gerüste wähle man mit Vorliebe Sorten, die mehrmals blühen, wie 'New Dawn', 'Sympathie', 'Hamburger Phoenix', 'Goldstern', 'Ilse Krohn superior', 'Leverkusen', 'Parkdirektor Riggers', 'Solo'. Man sehe ab von Gartenlauben in Tonnengewölbeform. Es sind dunkle Tunnels, in deren Innern keine Rosen blühen. Man ersetze sie durch eine Folge von Gerüsten oder Bogen. Um diese hängen dann viele mit Blüten bedeckte Ranken.

 

Rosen an Mauern, Fassaden, Balustraden, Gitterzäunen

Diese zu bekleidenden Motive befinden sich manchmal in hellen, ziemlich warmen Lagen. Am besten eignen sich dazu mehrmals blühende großblumige Kletterrosen. Man genießt dann eine reiche Blüte im Juni und eine mehr oder weniger reiche im August und im September, in günstigen Jahren bis Mitte Oktober. Obwohl der Wuchs gewöhnlich etwas steif ist, erlaubt er doch das Bilden von Spalieren an Mauern, Fassaden, zwischen den Pfeilern von Brustmauern oder an Metallgittern. Einige Rosen vertragen gegen Norden gerichtete Fassaden. Aber es ist vorteilhafter, an solche Mauern andere kletternde Sträucher zu pflanzen, wie Geißblatt, Efeu oder Winterjasmin.

'Paul's Scarlet Climber' und die andern einmalblühenden Kletterrosen von dieser Art eignen sich ausgezeichnet zur Bekleidung von Gittern, Einzäunungen, Rankgerüsten, Bogen, Pergolen und allen Trägern im Freien.

Um die schöne Vegetation dieses Floribundabeetes zustande zu bringen, hat der Landschaftsgärtner die herbeigeschaffte Erde auf den natürlichen Boden gebracht, der vorher umgegraben und gedüngt wurde.


Rosen auf Terrassen und Baikonen

Die Rosen sind anspruchsvoll was die Tiefgründigkeit des Bodens anbelangt, in dem sie stehen. Das heißt, daß sie nicht direkt auf Balkone, selten auf Terrassen gepflanzt werden können. Man pflanzt sie dort am besten in würfelförmige Blumenkübel, die mindestens eine Seitenlänge von 0,50 m und eine ebenso große Tiefe haben müssen. Man wähle starkwüchsige Sorten wie 'Paul's Scarlet Climber', 'New Dawn', 'Leverkusen'. Man schließe aber 'Dorothy Perkins', 'White Dorothy Perkins', 'Excelsa' aus, welche die Nähe von heißen Mauern nicht vertragen. Auch Buschrosen, besonders Polyantha und Floribunda kann man verwenden, aber sie können nicht rivalisieren mit Sommerblumen, insbesondere nicht mit Petunien und Hängegeranien, die wirklich die Balkonköniginnen sind. Die Rosen verlangen eine Erde, die mindestens 40 cm tief ist. Dagegen können einige Blumenkübel oder große Töpfe, in die Miniaturrosen gepflanzt wurden, eine originelle Note bringen im Mai und im Juni und dann wieder im August und im September. Die Pflanzerde sollte 25-30 cm tief sein.

Quellenpark (Parc de la Source) in Orleans. Im Vordergrund Floribundabeete, dahinter Polyantha.



      





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